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Archiv: 2013
Jahresmittel:
24,0 / 13,3
Improvisationen zur AnthropoSophie heute
D e z e m b e r
FR
, 20. 19h-20h50
SA, 21. 17h-20h20
Engel über Bethlehem
Friede denen, die das Gute wollen
Dem Evangelisten Lukas zufolge sei von tõ angélo plêthos (~ der Fülle der Engel) dóxa (~ Glanz, Herrlichkeit) dem höchsten Gott gesungen worden und Friede allen Menschen, die eudoxías (~ guten Willens) wären. Die Hirten vor BEJTH¯LEHEM (~ Haus des Brotes) staunten, und bis heute ist die volle Botschaft rätselhaft geblieben. Sollte Friede denn dank menschlichem Wohlwollen aufglänzen, wenn dieses dem Gottesglanz begegnet? [siehe auch zugehörigen »TzN«]
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N o v e m b e r
FR
, 15. 19h-20h54
SA, 16. 17h-20h38
Dem Sein entweht
Wie sich ein Wesen offenbart
Der "Urknall" lässt sich besser als stille Geste begreifen. Wo hinein hätte er denn knallen sollen? Das reine Sein könnte auch Urselbst genannt werden. Aus ihm regt sich der Wille, der alles Wesen aushaucht. Ein Wesen (griech. usía) besteht aus sich selbst, eben weil es dem Urselbst entweht. Allgemein bestimmt sich aus ihm seine Essenz. Wenn es nicht gerade im Sein ruht, west es und offenbart sich damit in einem ihm entsprechenden Feld. [siehe auch zugehörigen »TzN«]
22 / 15
O k t o b e r
FR
, 18. 19h-21h
SA, 19. 17h-20h30
Stadt wie Land
Geistiges Wirken in der Kultur
"‚Natur' ist jenes, das ‚von selbst' da ist", schrieb Romano Guardini. Und der irdische Mensch kann kaum anders als in die Natur eingreifen. Ob er zieht oder siedelt, er verändert das Land. Jagt er oder lässt er Vieh weiden, lagert oder baut er, stets geschieht dies aus den Impulsen seines Wesens, das sich mit dem Geistigen um ihn auseinandersetzt. So schafft er Kultur, "jenes, das der Mensch hervorbringt und im Sein hält" (Guardini). [siehe auch zugehörigen »TzN«]
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Unser Haiku
vom 21.IX.2013
Nicht voll mehr der Mond,
die Sonne zieht zur Wüste,
zu leben braucht Mut.
JMKL
S e p t e m b e r
FR
, 20. 19h-20h54
SA, 21. 17h-20h45
Wiese, See und Berg
Von Natur- und Landschaftswesen
Je weniger wir in die Natur hinein interpretieren, desto mehr begegnen wir einer Erhabenheit, die uns entgegenkommt. Nicht nur von Baum und Blume können wir erleben, angeschaut zu werden, sondern auch von grösseren Zusammenhängen, ja von ganzen Landschaften. Was spricht uns beim Anblick einer hingebreiteten Wiese an, eines ausgedehnten Sees, eines hochragenden Berges? Naturwesen verschiedenster Art sind es, die den Menschen befragen. [siehe auch zugehörigen »TzN«]
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A u g u s t
DO
, 15. - SO, 18.
SOMMERSEMINAR IN OTTENSTEIN
Geborgene Perle
Die Hüllenwesen um die Erde
Der blaue Ball, auf dem sich die Menschheit entwickelt, ist in Sphären eingebettet. Auf dem Rand jeder einzelnen ballt sich Materie, ein Planet. Mittendrin strahlt eine dieser Ballungen übrigens eigenes Licht ab, ein Stern. Die Planetensphären umhüllen die Erde pulsierend wie rotierend und übernehmen dabei membranähnliche Aufgaben zum Schutz, aber auch zur Anregung ihrer Entwicklung. Von Saturn bis Venus reicht deren Wirkungsspektrum, das unseren Heimatplaneten gleichermassen durchdringt wie umschwingt. Ganze Gruppen von Wesenheiten sind mit jenem steten Strom beschäftigt. Dem Menschen gegenüber erweisen sie sich als mehr oder weniger weit fortgeschritten; er nennt sie Hierarchien ... [unter Mitverwendung von Mbl.5a, Mbl.8, Mbl.10 mit "Dreiton" und "Urbeginn" sowie R.Steiner: "Planetenwirksamkeiten"]
17
J u n i
FR
, 21. 19h-20h57
SA, 22. 17h-20h32
Die Johannesfrage
Vom Täufer zum Evangelisten
Ein altes christliches Rätsel rankt sich um die beiden Johannes-Gestalten, den Täufer und den Evangelisten. Steht nur zufällig die eine am Beginn des Leidenswegs und die andre an dessen Ende? Und was hat es mit dem Jünger auf sich, den der Rabbi liebte? Petrus und Paulus haben die aufkeimende und später mächtig gewordene Bewegung für den Christus lautstark angestimmt. In leiser, liebevoller Weisheit weist Johannes in eine Zukunft mit dem Christus. [siehe auch zugehörigen »TzN«]
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M a i
FR
, 17. 19h-20h55
SA, 18. 17h-20h37
Hauch oder Feuer
Wie dem Geist begegnet wird
Das Verhältnis des Eliahu zu Mosche kann mit dem Verhältnis von Lufthauch zu Feuerflamme beschrieben werden - so verschieden, belebend wie versengend, wird ihre jeweilige Gotteserfahrung überliefert. Wie dem Geist begegnet wird, hängt von dem ab, was ihm entgegengebracht wird. Mein Erleben wird sich danach gestalten, ob ich mich seiner Sphäre bescheiden oder hoffärtig, furchtsam oder mutig nähere, allein oder in Gemeinschaft. [siehe auch zugehörigen »TzN«]
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A p r i l
FR
, 19. 19h-20h53
SA, 20. 17h-20h38
Kulturentfaltung
Stete Arbeit des Menschen
Arbeit läge dann vor, wenn man ein Naturprodukt vor sich habe, das durch menschliche Tätigkeit verändert worden sei mit dem Zweck, konsumiert zu werden, führte Rudolf Steiner im Sommer 1922 aus. Auch Dienstleistung und Kunst werden konsumiert, zuweilen gar genossen. Auf diese Weise schafft der Mensch schon für sich allein Kultur. Beachtenswert wird sie jedoch erst, wenn sie einem oder mehreren anderen zugute kommt. [siehe auch zugehörigen »TzN«]
24 / 12
M ä r z
FR
, 15. 19h-20h56
SA, 16. 17h-20h40
Segnen wird zu Heilen
Die Erzengel Gabriel und Raphael
Der Segen Ibrahims kam auf Jismael, der Abrahams über Jizhaq auf Israel, und es war der gleiche Segen. Bis Maria und Mohammed ist in ihm die Berührung durch Gabriel wirksam geworden. Diejenige durch Raphael kommt in Heilen und Retten zum Ausdruck. "Mein Herr ist Gott" ruft jener, "Gott heilt" dieser. Die Rufe hängen zusammen, denn die Heilkraft erwächst aus der Kraft des Segnens, wie das Ostermorgengrauen aus der Weihemitternacht. [siehe auch zugehörigen »TzN«]
18 / 13
F e b r u a r
FR
, 15. 19h-20h57
SA, 16. 17h-20h38
Fluch und Gnade
Was im Schicksal wirken kann
Mit dem Schicksal zu hadern, gilt heutzutage als verständliche Reaktion auf dessen Schläge. Für Schicksalshärte auch dankbar zu sein, wird keineswegs als selbstverständlich empfunden. Was immer aus dessen Tiefe kommt, mag subjektiv als Fluch oder Gnade aufgefasst werden. Wenn ich aber zu erkennen beginne, wie sehr ich selbst im Schicksal wirksam bin, öffnet sich meinem Bewusstsein eine neue, heilsame Dimension. [siehe auch zugehörigen »TzN«]
24 / 16
Unser Haiku
vom 19.I.2013
Kaum merkt sich der Fluss,
wie tief ihn Kälte durchdringt,
dann in der Wärme.
JMKL
J ä n n e r
FR
, 18. 19h-20h53
SA, 19. 17h-20h35
Kultus und Erkenntnis
Die beiden Wege zum Geist
Grundsätzlich bieten sich zwei Tätigkeiten, um dem Geistigen oder Göttlichen zu begegnen. Die eine bittet es in einen rituell bereiteten Rahmen herein, dessen Form mehr oder weniger dem entspricht, was erwartet wird; das ist kultisches Tun. Die andere bündelt und schult die eigenen Seelenkräfte auf verschiedene Weise, um geistig zu schauen, zu hören, sich zu vereinen; das ist erkennendes Tun. Beides kann mystisch oder chymisch bewirkt werden. [siehe auch zugehörigen »TzN«]
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