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Zitatensammlung
Teil 3: Lexikon
Gwyn ap Nudd
Gwyn ap Nudd wird von den christlichen Quellen als „Heller, Weiser” bezeichnet. Der Sohn des Nodens ist der Feenkönig von Annwn (vgl. Avalon), jedoch ebenso Jäger und Krieger. An den Übergängen der Kreisläufe löst er durch den Tod das Leben aus dem jeweiligen Zusammenhang, um die Lebensimpulse wieder den Muttergöttinnen (vgl. Danu) zufliessen zu lassen. Ohne ihn würde die Erdenwelt wüst und leer.
«Kulhwch und Olwen» erzählt, wie Creiddylad, „dem hoheitsvollsten Mädchen Britanniens”, am Maientag (vgl. Beltene) knapp vor ihrer Hochzeit mit Gwythyr von Gwyn ap Nudd entführt wurde. Die zyklische Wiederholung der Konstellation Muttergöttin-zwischen-zwei-Göttern, welche für die wiederkehrende Fruchtbarkeit der Erde sorgt, wird in eine christlich-lineare gewendet: Artus setzt durch, dass die beiden Männer (Winter und Sommer) jeden Maientag miteinander um das Mädchen kämpfen bis zum Jüngsten Gericht.
nach «Lexikon der keltischen Mythologie»