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Zitatensammlung
Teil 3: Lexikon
Garuda
Garuda (von sanskr. garut ~ Flügel; pers. Schimurgh, tibet. Ch'jun), Fürst der Vögel, trägt an seiner goldenen menschlichen Gestalt ein Adlerhaupt und entsprechende Flügel und Krallen. Manche deuten ihn als Sonnentier, doch auch in der blitzenden Wolke erkennen einige sein Wesen. Fresser aller Dämonen und Schlangen, verehrt er Wischnu, dem er als wachana (~ Fahrzeug) dient. Dem Buddhismus sind Garudas göttliche Wesen, ja Gautama soll einst selbst ein Garuda-Fürst gewesen sein.
Das Motiv vom heiligen Stammvogel taucht später im Leda-Mythos auf, wonach Ζεύς (Zeús) als Schwan mit der spartanischen Königin Λήδα (Léda) die schöne Helena gezeugt habe. Noch die Ungarn erzählen übrigens vom Vogel Turul, der die Fürstin Emese im Traum geschwängert und ihr verkündet habe, ihrem Leib würde ein Strom ruhmreicher Könige entspringen, worauf sie den Álmos (~ Träumer) gebar.
nach «Lexikon der Götter und Dämonen»
und «Ein Ungar kommt selten allein»; S.41