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Zitatensammlung
Teil 2b: aus dem qor'ān
SURE 2, 'ejāt 1-37
el-beqerāh ~ DIE KUH
geoffenbart zu Medina
Im Namen des 'Allāh des Erhörenden, sich Erbarmenden!
2,1
Alif Lām Mīm
2,2
Dies vollkommene Buch, kein Zweifel, 's ist eine Rechtleitung den Rechtschaffenen,
2,3
Die da glauben ans Verborgene und das Gebet verrichten und spenden von dem von Uns Gegebenen;
2,4
Und die da glauben an das, was dir herabgesandt wurde, und das, was vor dir herabgesandt wurde, und die fest aufs Kommende bauen.
2,5
Sie sind's, die folgen der Leitung ihres Herrn, und ihnen wird es wohlergehen.
2,6
Den Ungläubigen, eins ist's ihnen, ob du sie warnst oder nicht: sie glauben nicht.
2,7
Versiegelt hat 'Allāh ihnen Herzen und Ohren, und eine Hülle liegt über ihren Augen, und schwere Strafe wird ihnen.
2,8
Unter den Menschen solche, die sagen: „Wir glauben an 'Allāh und den Jüngsten Tag”, sie sind darob keine Gläubige.
2,9
Betrügen möchten sie 'Allāh und die Gläubigen; betrügen dennoch nur sich und begreifen es nicht.
2,10
Ihren Herzen ist Krankheit, und Krankheit mehrt ihnen 'Allāh, und schwere Strafe wird ihnen, da sie logen.
2,11
Und spricht man zu ihnen: „Bringt keine Unruhe auf die Erde.”, erwidern sie: „Wir fördern nur Frieden.”.
2,12
Hört, sie sind's, die Unruhe bringen! Allein sie begreifen es nicht.
2,13
Und spricht man zu ihnen: „Glaubt, wie andre geglaubt haben.”, erwidern sie: „Sollen wir glauben, wie die Toren geglaubt?”. Hört, die Toren sind sie! Allein sie begreifen es nicht.
2,14
Und wenn sie mit denen, die glauben, zusammentreffen, sagen sie: „Wir glauben!”; weilen sie aber allein mit ihren Bildwerken , so sprechen sie: „Gewiss, wir stehen zu euch und höhnen nur.”.
2,15
Verhöhnen wird sie 'Allāh und von ihrem Frevel verblendet weiter irren lassen.
2,16
Sie sind's, die gegen den Irrtum die Rechtleitung eingetauscht haben, keinen Gewinn aber brachte ihr Handel, und sie bleiben ohne rechte Leitung.
2,17
Sie gleichen jenem, der ein Feuer entzündete; und als es alles um ihn erhellte, nahm 'Allāh das Licht hinweg und liess ihn in Finsternissen. Sie sehen nichts.
2,18
Taub, stumm, blind, also kehren sie nicht um.
2,19
Oder einer Wetterwolke, worin Finsternisse und Donner und Blitz. Die Finger stecken sie in die Ohren, in Todesfurcht vor den krachenden Schlägen, da 'Allāh umfasst die Ungläubigen.
2,20
Der Blitz nimmt ihnen beinah das Augenlicht; flammt er auf, so gehen sie ein Stück, erlischt er jedoch, so bleiben sie stehn. Und wollte 'Allāh, so nähme Er ihnen Gehör und Gesicht; denn 'Allāh hat Macht zu tun, wie Er will.
2,21
Ihr Menschen! Dienet eurem Herrn, Der euch und die früheren Menschen erschaffen! Dass Er euch schirme,
2,22
Der euch die Erde zum Bett gemacht und den Himmel zum Dach erbaut und vom Himmel Wasser herniedergesandt, die Früchte hervorzubringen zu eurer Ernährung! Stellt Ihm keine Götter zur Seite, wo ihr's doch wisst.
2,23
Und zweifelt ihr an dem, was Wir auf Unsern Diener herabsandten, so bringt eine Sure wie diese hervor und ruft andre Helfer an als 'Allāh, wenn ihr wahrhaftig seid.
2,24
Tur ihr's jedoch nicht - und nimmer vermögt ihr's -, so fürchtet das Feuer, dessen Frass Menschen und Weihesteine sind, bereitet den Ungläubigen.
2,25
Verheisse denen jedoch, die da glauben und Rechtes tun, dass ihnen Gärten bestimmt sind, durchflossen von Strömen. Wann immer ihnen eine Frucht daraus gegeben wird, werden sie sprechen: „Das ist, was uns zuvor gegeben ward.”; und Gleiches soll ihnen gebracht werden; und werden daselbst Gefährten¹ haben, vollkommen reine, und ewig daselbst verweilen.
2,26
Sieh, nicht verschmäht's 'Allāh, über etwas zu sprechen, das klein wie eine Mücke ist oder noch geringer. Die da glauben wissen, dass es die Wahrheit ihres Herrn ist, dieweil die Ungläubigen sagen: „Was will 'Allāh mit solchem Reden?” Viele führt Er somit irre, und leitet viele somit recht. Allein die Unbotmässigen, die lässt Er irren,
2,27
die brechen ihr Versprechen gegen 'Allāh, nachdem es von Ihm angenommen wurde,² und die zerschneiden, was 'Allāh zu verbinden gebietet, und Unfrieden auf die Erde bringen. Sie sind Verlierer.
2,28
Wie könnt ihr 'Allāh verleugnen? Wart ihr doch ohne Leben, und Er hat Leben euch geschenkt! Er wird euch sterben lassen; Er wird euch dem Leben wiedergeben, und dann kehrt ihr zu Ihm zurück.
2,29
Er ist's, der alles euch erschuf, was irdisch ist. Dann wandt' Er sich dem Himmel zu und bildete ihn siebenfältig, und weiss um alles gut.
2,30
Und als dein Herr den Engeln zurief: „Seht, Ich will Mir auf Erden einen Verwalter setzen!”, da sprachen sie: „Willst Du auf sie ein Wesen setzen, das ihr Unfrieden bringt und Blut vergiesst? Wir künden doch Dein Lob und rühmen Deine Heiligkeit!” Er aber rief: „Seht, Ich weiss, was ihr nicht wisst!”.
2,31
Und Er lehrte 'Adam aller Dinge Namen. Dann zeigt' Er sie den Engeln und rief: „Nennt Mir die Namen dieser Dinge, so ihr wahrhaft seid!”.
2,32
Sie sprachen: „Heilig bist Du! Kein Wissen haben wir, es sei denn von dem, was Du uns lehrtest. Du allein bist der Allwissende, Allweise.”
2,33
Er sprach: „'Adam, Nenne ihnen ihre Namen!” Und als er ihnen ihre Namen genannt hatte, rief Er: „Sagt' Ich euch nicht: Ich kenne das Verborgene der Himmel und der Erde, und weiss, was ihr offenbart und was ihr verhüllt?”.
2,34
Und als Wir den Engeln riefen: „Werft euch vor 'Adam nieder!”, da warfen sie sich nieder; nur nicht 'Iblīs, der sich aus Hochmut weigerte und zum Unglauben fand.
2,35
Und Wir sprachen: „'Adam, Du und dein Weib, verweilt im Garten und esst von ihm in Hüll' und Fülle, wo ihr auch wollt. Doch naht nicht jenem Baume, da ihr sonst Frevler seid.”³
2,36
Allein, Scheitān liess beide straucheln und trieb sie weg von wo sie weilten. Und Wir sprachen: „Fort mit euch! Der eine sei des andren Feind. Auf Erden aber sollt ihr Wohnung nehmen und sie nutzen eine Zeit.”
2,37
Und 'Adam empfing von seinem Herrn gewisse Worte, und Er nahm seine Reue an; denn der Vergebende ist Er und der Barmherzige.⁴
KOMMENTAR
1 Das arabische Wort zaudsch (pl. ezwadsch) ist nicht geschlechtsspezifisch. Danach meinen moderate Moslem, dass Frauen und Männer im Paradies Partner des jeweils anderen Geschlechts hätten.
2 Manche übersetzen dies als „Bund mit Gott”. Andererseits kann es aus orthodox islamischer Sicht keine Vertragsbeziehung zwischen Gott und Mensch geben.
3 vgl. Gen.16-17
4 Das schliesst die Vorstellung von einer „Erbsünde” aus.
nach «Der Koran» und Koran Übersetzung