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| Zitatensammlung Teil 6.0 |
| HEITERE BEOBACHTUNGEN |
| H1 Entscheidungen |
| Aufstehen oder liegenbleiben? Liegenbleiben. - Aufstehen oder auf die Uhr schauen? Auf die Uhr schauen. - Aufstehen oder liegenbleiben? Aufstehen. - Pulli oder Hemd? Hemd. - Schuhe oder Turnschuhe? Turnschuhe. - Radio oder Besinnung? Radio. - Fahrrad oder U-Bahn? U-Bahn. - Aufzug oder Stiege? Aufzug. - Posteingang lesen oder mit der Kollegin plaudern? Mit der Kollegin plaudern. - Posteingang lesen oder Zeichentisch herrichten? Zeichentisch herrichten. - Posteingang lesen oder weitere Ausreden suchen? Posteingang lesen. - Posteingang bearbeiten oder im Internet surfen? Im Internet surfen. - Posteingang bearbeiten oder Frau Woratschek anrufen? Posteingang bearbeiten. - Firma Hubers Angebot weiterleiten oder ablehnen? Weiterleiten. - Miseralwasser holen oder sitzenbleiben? Miseralwasser holen. - Gutachten beantworten oder wartenlassen? Wartenlassen. - Kantine oder Kaffeehaus? Kantine. - Krautfleckerl oder Grammelknödel? Kaffeehaus. - Fiakergulasch oder Wiener Schnitzel? Fiakergulasch. - Mozarttorte oder Erdbeerstanitzel? Erdbeerstanitzel. - Aufzug oder Stiege? Stiege. - Eigene Planzeichnung studieren oder Sitzung vorbereiten? Eigene Planzeichnung studieren. - Fassadenstruktur entwerfen oder Statik überprüfen? Fassadenstruktur entwerfen. - Weiterarbeiten oder schlussmachen? Schlussmachen! - Aufzug oder Stiege? Aufzug. - Nachhause oder Stadtpark? Nachhause. - Mit Sophie spielen oder auf dem Sofa ausruhen? Auf dem Sofa ausruhen. - Sophies Betteln ignorieren oder aufstehen? Sophies Betteln ignorieren. - Sophies Weinen ignorieren oder aufstehen? Aufstehen. - Lego oder Matador? Matador. - Matadorhaus oder Matadorauto? Matadorhaus (Fremdentscheid). - Weiterbauen oder aufhören? Aufhören. - Schnell selber aufräumen oder Sophie dazu auffordern? Sophie dazu auffordern. - Doch selber aufräumen oder Sophie drohen? Sophie drohen. - Selber aufräumen oder Drohung wahrmachen? Selber aufräumen. - Schinkenbrot oder Milchreis? Schinkenbrot. - Steuererklärung vorbereiten oder Buch lesen? Fernsehen. - Schlafengehen oder Buch lesen? Im Baukatalog blättern. - Schlafengehen oder Buch lesen? Schlafengehen. |
| frei nach R.U.Schneider |
| H2 Auf der Schafsweide |
| Es war einmal ein Schafhirt. Einsam und zufrieden hütete er seine Schafe. Eines Tages holperte ein nagelneuer Audi TT auf dem Feldweg heran. Ihm entstieg ein jüngerer Mann: Brioni-Anzug, Cerutti-Schuhe, Ray-Ban-Brille. Mit breitem Lächeln fragte er: " Wenn ich errate, wieviele Schafe Sie da hüten, krieg ich dann eins?" Der Hirt willigte zögernd und kopfschüttelnd ein. |
| Der elegante Mann holte Notebook und Mobilfunkgerät hervor, stellte mithilfe seiner GPS-Navigationshilfe allerlei Berechnungen an, druckte 120 Seiten Berichte mit eindrücklichen Tabellen aus und verkündete schliesslich: "Sie haben definitiv 1080 Schafe hier." - "Ist so.", erwiderte der Schafhirt: "Suchen Sie sich meinetwegen eins davon aus." |
| Während nun der Mann eines der Tiere packte und in seinen Wagen verlud, begann der Schafhirt: "Geben Sie mir das Viech zurück, wenn ich Ihren Beruf errate?" Jener blickte sich verdutzt um. "Na schön!" meinte er. Darauf der Hirt: "Sie sind nämlich Unternehmensberater." "Woher wissen Sie das?" versetzte der andere erstaunt. |
| "Nun", schmunzelte der Schafhirt: "Sie kommen hier herauf, ohne dass Sie jemand gerufen hat, dann wollen Sie eine Bezahlung dafür, dass Sie mir sagen, was ich ohnehin schon weiss, und Ahnung von dem, was ich so mache, haben Sie auch keine. - Na, geben Sie mir jetzt meinen Hund wieder her!" |
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| H3 Warum überquerte das Huhn die Strasse? |
| a) nach meinem Lehrer: Um auf die andere Seite zu gelangen. Doch lasst uns durch die Geschichte schweifen ... |
| b) nach Moses: Und Gott begab Sich vom Gehimmel, und Er sprach zum Huhne: "Du sollst die Strasse queren." Und das Huhn querte die Strasse, und auf brauste grosser Jubel. |
| c) nach Heraklit: Um im Feuer zu enden. |
| d) nach Buddha Gotama: Indem Du diese Frage stellst, verneinst du Deine eigene Huhnnatur. |
| e) nach Hippokrates: Eines Überschusses an Schleim in seinem Pankreas wegen. |
| f) nach Platon: Für das grosse Gute. |
| g) nach Aristoteles: Es liegt in der Natur von Hühnern, Strassen zu überqueren. |
| h) nach Machiavelli: Es geht darum, dass das Huhn die Strasse überquert. Wen kümmert es warum? Das Ziel, die Strasse zu überqueren, rechtfertigt jeden möglichen Beweggrund. |
| i) nach Darwin: Über einen grossen Zeitraum hinweg sind Hühner durch natürliche Zuchtwahl zur Erbanlage gelangt, Strassen zu überqueren. |
| k) nach Marx: Hier handelte es sich um eine historische Unausweichlichkeit. |
| l) nach Freud: Der Umstand, dass Sie überhaupt damit beschäftigen, dass ein Huhn die Strasse überquerte, offenbart Ihre zugrundeliegende sexuelle Unsicherheit. |
| m) nach Steiner: Die vom Menschen ersonnene Strasse ist überquert worden im Physischen durch einen Geistimpuls des Huhnwesens, welches gemeinsam sich entwickelt hatte mit der Menschheit. Sie werden die Einzelheiten in meinen Büchern finden. |
| n) nach Einstein: Ob nun das Huhn die Strasse überquerte oder sich die Strasse unter dem Huhn hindurchbewegt hat, hängt von Ihrem Bezugspunkt ab. |
| o) nach Hemingway: Um zu sterben. Im Regen. |
| p) nach Heisenberg: Die Frage bleibt unscharf, denn eine eindeutige Antwort würde das Ergebnis verfälschen. |
| q) nach Präsident Kennedy: Um mutig hinzugehen, wohin kein Huhn je zuvor gegangen war. |
| r) nach Martin Luther King: Ich hatte den Traum von einer Welt, in der alle Hühner frei sein werden, Strassen zu überqueren, ohne dass ihre Beweggründe hinterfragt werden. |
| s) nach Jean Ziegler: Weil das der einzige Weg ist, den die Gesellschaft ihm lässt. |
| t) nach Präsident Clinton: Das Huhn hat die Strasse nicht überquert, nicht ein einziges Mal, nie (es war eine Allee). |
| u) nach Jelinek: Wer sagt denn, dass es ein Huhn war? Dieses typisch österreichische, bürgerliche und vor allem männliche Vorurteil widert mich an. |
| v) nach Niki Lauda: Das war ein instinktives Manöver. Das Huhn hat offensichtlich die Strasse nicht gesehen, bevor es angefangen hat, sie zu überqueren, und dann hat's nicht einmal Aua gerufen. |
| w) nach unserem Referenten: Bevor ich mich dazu äussern möchte, eine Frage: ist das Huhn Mitglied der Werkstatt? |
| x) nach Präsident Sarkozy: Wir haben das vorgesehen! Meine Frau Carla wurde von mir beauftragt, sich um das Huhn zu kümmern. |
| y) nach Osama: Wir warnen die gottlosen Hühner, diese Diener Satans: wir werden alle vernichten, die in ihrer schamlosen Verworfenheit Strassen überqueren! |
| z) nach Obama: Und auch Euch, ihr Hühner auf den Strassen Amerikas und der Welt, rufe ich zu: Ja, wir können es! |
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| H4 Auszüge aus Schadensberichten |
| Die folgenden Zitate stammen aus einer Sammlung einer Schweizer Versicherung. Sie sind allesamt schriftliche Äusserungen von Versicherungsnehmer/innen. |
| 1) Da sprang der Verfolgte ins Wasser und tauchte trotz mehrmaliger Aufforderung nicht mehr auf. |
| 2) Ausserdem bin ich vor meinem ersten Unfall und nach meinem Letzten unfallfrei gefahren. |
| 3) Ich habe gestern abend auf der Heimfahrt einen Zaun in etwa 2o Meter Länge umgefahren. Ich wollte Ihnen den Schaden vorsorglich melden, bezahlen brauchen Sie nichts, denn ich bin unerkannt entkommen. |
| 4) Ein Fussgänger kam plötzlich vom Bürgersteig und verschwand dann wortlos unter meinem Wagen. |
| 5) Der Unfall ist dadurch entstanden, dass der Volkswagen weiterfuhr. Er musste verfolgt werden, ehe er schliesslich anhielt. Als wir ihm eine Tracht Prügel verabreichten, geschah es. |
| 6) Mein Motorrad sowie ich selbst mussten wegen starker Beschädigung abgeschleppt werden. |
| 7) Ich erlitt dadurch einen Unfall, dass das Moped Ihres Versicherungsnehmers mich mit unverminderter Pferdestärke anraste. |
| 8) Ich habe so viele Formulare ausfüllen müssen, dass es mir bald lieber wäre, mein geliebter Mann wäre überhaupt nicht gestorben. |
| 9) Ich habe mir den rechten Arm gebrochen, meine Braut hat sich den Fuss verstaucht - ich hoffe, Ihnen damit gedient zu haben. |
| 10) Bin in der Kurve, nicht weit von der Unglücksstelle ins Schleudern geraten. Während des Schleuderns habe ich wahrscheinlich den entgegenkommenden Mercedes gerammt, der dann die Richtung der totalen Endfahrtphase vermutlich mitbestimmte. |
| 11) Es hatte zwischenzeitlich an einigen Stellen geschneit. Die Fahrbahn war dadurch auf einigen Strassen rutschig geworden. Ich wollte den Wagen abbremsen. Ich habe gekämpft wie ich nur konnte, aber es half nichts. Prallte gegen die Zaunmauer und wurde unbewusst. Aus war es mit meiner Gesinnung. |
| 12) Ich überfuhr einen Mann. Er gab seine Schuld zu, da ihm dies schon einmal passiert war. |
| 13) Ich habe noch nie Fahrerflucht begangen; im Gegenteil, ich musste immer weggetragen werden. |
| 14) Ich bin ferner mit meinen Nerven am Ende und habe mit einer schweren Kastritis zu tun. |
| 15) Beim Heimkommen fuhr ich versehentlich in eine falsche Grundstücksauffahrt und rammte einen Baum, der bei mir dort nicht steht. |
| 16) Der Bursche war überall und nirgends auf der Strasse. Ich musste mehrmals kurven, bevor ich ihn traf. |
| 17) Als ich an die Kreuzung kam, erhob sich ein Zaun, um meine freie Sicht zu hindern. |
| 18) Den Hundehalter kenne ich nicht. Ich habe den Biss der Polizei gemeldet. Doch der Wachtmeister grinste nur. |
| 19) Wer mir die Geldbörse gestohlen hat, kann ich nicht sagen, weil aus meiner Verwandtschaft niemand in der Nähe war. |
| 20) Ich fuhr durch die Au. Plötzlich kamen von links und rechts mehrere Fahrzeuge. Ich wusste nicht mehr wohin und dann krachte es vorne und hinten. |
| 21) Ich musste ihn leider aufs Korn, d.h. auf den Kühler nehmen. Dann fegte ich ihn seitlich über die Windschutzscheibe ab. |
| 22) Ihre Argumente sind wirklich schwach. Für solche faulen Ausreden müssen Sie sich einen Dümmeren suchen, aber den werden Sie kaum finden. |
| 23) Ich fuhr auf der rechten Seite der Herzogstr. Richtung Königsplatz mit ca. 4o km/h Geschwindigkeit. Wegen eines in die Fahrbahn laufenden Kindes musste ich plötzlich stoppen. Diese Gelegenheit nahm der Gegner wahr und rammte mich von hinten. |
| 24) Der andere Wagen war absolut unsichtbar, und dann verschwand er wieder. |
| 25) Das Polizeiauto gab mir ein Signal zum Anhalten. Ich fand einen Brückenpfeiler. |
| 26) Der Fussgänger hatte anscheinend keine Ahnung, in welche Richtung er gehen sollte, und so überfuhr ich ihn. |
| 27) Erfahrungsgemäss regelt sich so was bei einer gewissen Sturheit von selbst. Darum melde ich Unfälle immer erst, wenn der Gegner mit Zahlungsbefehlen massiv wird. |
| 28) In einer Linkskurve geriet ich ins Schleudern, wobei mein Wagen einen Obststand streifte und ich - behindert durch die wild durcheinanderpurzelnden Bananen, Orangen und Kürbisse - nach dem Umfahren eines Briefkastens auf die andere Strassenseite geriet, dort gegen einen Baum prallte und schliesslich - zusammen mit zwei parkenden PKWs - den Hang hinunterrutschte. Danach verlor ich bedauerlicherweise die Herrschaft über mein Auto. |
| 29) Heute schreibe ich zum ersten und letzten Mal. Wenn Sie dann nicht antworten, schreibe ich gleich wieder. |
| 30) Der Kraftsachverständige war völlig ungehalten, als er auf mein Vorderteil blickte. |
| 31) Als der Monteur mit dem Hammer zum Schlag ausholte, stellte sich der Anspruchsteller hinter ihn, um genau zu sehen, wo der Schlag hinging. Da ging ihm der Schlag an den Kopf. |
| 32) Mein Sohn hat die Frau nicht umgerannt. Er ist einfach vorbeigerannt. Dabei ist die Frau durch den Luftzug umgefallen. |
| 33) Einnahmen aus der Viehhaltung haben wir keine. Mit dem Tod meines Mannes ging das letzte Rindvieh vom Hof. |
| 34) Meine Frau stand aus dem Bett auf und fiel in die Scheibe der Balkontür. Vorher war sie bei einem ähnlichen Versuch aufzustehen gegen die Zentralheizung gefallen. |
| 35) Als ich auf die Bremse treten wollte, war diese nicht da. |
| 36) Mein Fahrrad kam vom Gehsteig ab, touchierte einen Porsche und fuhr ohne mich weiter. |
| 37) Ich trat auf die Strasse. Ein Auto fuhr von links direkt auf mich zu. Ich dachte, es wollte noch vor mir vorbei, und trat wieder einen Schritt zurück. Es wollte aber hinter mir vorbei. Als ich das merkte, ging ich schnell zwei Schritte vor. Der Autofahrer hatte aber auch reagiert und wollte nun wohl doch vor mir vorbei. Er hielt an und kurbelte die Scheibe herunter. Wütend rief er: Nun bleiben Sie doch endlich stehen, Sie! Das tat ich auch - und dann hat er mich überfahren. |
| 38) Ich bin von Beruf Schweisser. Ihr Computer hat an der falschen Stelle gespart und bei meinem Beruf das w weggelassen. |
| 39) Ich brauche keine Lebensversicherung. Ich möchte, dass alle richtig traurig sind, wenn ich einmal sterbe. |
| 40) Ich will meinen Georg nicht impfen lassen. Meine Freundin Lotte hat ihr Kind auch impfen lassen, dann fiel es kurz danach aus dem Fenster. |
| 41) Mein Auto fuhr einfach geradeaus, was in einer Kurve allgemein zum Verlassen der Strasse führt. |
| 42) Ich fuhr rückwärts eine steile Strasse hinunter, durchbrach eine Grundstücksmauer und rammte einen Bungalow. Ich konnte mich einfach nicht mehr erinnern, wo das Bremspedal angebracht ist. |
| 43) Dann brannte plötzlich der Weihnachtsbaum. Die Flammen griffen auf den Vorhang über. Mein Mann konnte aber nicht löschen, weil er wie ein Verrückter nur die Hausrat-Police suchte. |
| 44) Trotz Bremsens und Überschlagens holte ich das andere Fahrzeug noch ein und beschädigte den linken Kotflügel des Wagens. |
| 45) Unsere Autos prallten genau in dem Augenblick zusammen, als sie sich begegneten. |
| 46) Alle Rechnungen, die ich erhalte, bezahle ich niemals sofort, da mir dazu einfach das Geld fehlt. Die Rechnungen werden vielmehr in eine grosse Trommel geschüttet, aus der ich am Anfang jeden Monats drei Rechnungen mit verbundenen Augen herausziehe. Diese Rechnungen bezahle ich dann sofort. Ich bitte Sie zu warten, bis das grosse Los Sie getroffen hat. |
| 47) Ich wollte meinem fünfjährigen Sohn mit meiner rechten Hand auf seinen Unaussprechlichen anständig draufgeben. Für diesen Zweck habe ich ihn mit der linken Hand am Kragen gepackt, er machte aus lauter Schreck einen Sprung, der Schlag auf seine vier Buchstaben kam dazu. Die drei Kräfte haben sich getroffen, wirkten im gleichen Moment sich summierend in eine Richtung und trafen auf meine Rippe. |
| 48) Als Hobby halte ich fünf Hühner und einen Hahn. Beim Hühnerfüttern am 24.Februar in den Morgenstunden stürzte sich der Hahn plötzlich und unerwartet auf mich und biss mir in den rechten Fuss. Er landete sofort im Kochtopf. |
| 49) Leider ist mein Vater der Jagdleidenschaft Dritter zum Opfer gefallen. Man hielt ihn für eine Wildsau und schoss ihn an. |
| 50) Meine Tochter hat sich den Fuss verknackst, weil dieses verdammte Weibervolk ja keine vernünftigen Schuhe tragen will. |
| 51) Sofort nach dem Tod meines Mannes bin ich Witwe geworden. |
| 52) Der Tennisball kam elegant und sauber an - abgeschlagen von meiner Tochter. Ich habe nur leider den Kopf statt des Schlägers hingehalten. |
| 53) Vor mir fuhr ein riesiger Möbelwagen mit Anhänger. Der Sog war so gross, dass ich über die Kreuzung gezogen wurde. |
| 54) Nach Ansicht des Sachverständigen dürfte der Verlust zwischen 25o.ooo,- und einer Viertelmillion liegen. |
| 55) Während des bekannten Tanzes Holladihia-Hoppsassa sprang ich übermütig nach oben, wobei mich mein Tanzpartner kräftig unterstützte. Dabei kam mir die Kellerdecke schneller als erwartet entgegen. |
| 56) In Ihrem Schreiben vom 26.6., über die neue Beitragsrechnung haben Sie mich freundlicherweise zum Fräulein befördert, was im Zusammenhang mit meinem Vornamen Heinz jedoch zu peinlichen Vermutungen Anlass geben. |
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| H5 Bundesrat Ogi |
| Bundesrat Ogi sitzt zuhause im Berner Oberland und entspannt sich beim Lösen des Kreuzworträtsels in der Schweizer Illustrierten. Da stutzt er, zieht die breite Stirn in Falten, kratzt sich mit dem Bleistift hinterm rechten Ohr. "Du", ruft er seiner Frau in die Küche hinüber: "Bundesrat mit drei Buchstaben?" Diese kommt mit einem Teller, den sie gerade abtrocknet herein, denkt kurz nach und deutet dann heftig, aber schmunzelnd auf ihren denkgeplagten Mann. Der sieht sie zunächst verständnislos an, dann jedoch blitzt ihm ein Licht auf und zufrieden lächelnd schreibt er in die drei Kästchen: i-c-h. |
| H6 Heissluftballon |
| Ein Mann in einem Heissluftballon hatte sich verirrt. Er ging tiefer, weil er am Boden eine Frau sichtete. Er liess den Ballon noch weiter absinken und rief: "Hej, können Sie mir helfen? Ich habe einem Freund versprochen, ihn vor einer Stunde zu treffen und ich weiss überhaupt nicht wo ich bin." |
| Die Frau auf der Wiese antwortete: "Sie sind in einem Heissluftballon in ungefähr 10 m Höhe über Grund. Sie befinden sich zwischen 40 und 41 Grad nördlicher Breite sowie 59 und 60 Grad westlicher Länge." |
| "Sie müssen Ingenieurin sein" meinte darauf der Ballonfahrer. |
| "Korrekt", erwiderte die Frau, "woraus schlossen Sie das?" |
| "Nun, alles was Sie mir sagten ist technisch in Ordnung, aber ich habe keine Ahnung, was ich mit Ihren Informationen anfangen soll, und Tatsache ist, dass ich immer noch nicht weiss, wo ich bin. Offen gesagt, Sie waren keine große Hilfe, Sie haben höchstens meine Reise noch weiter verzögert." |
| "Sie sind definitiv im Management tätig." |
| "Effektiv. Aber wie kommen Sie drauf?" |
| Die Frau lächelte: "Sie wissen weder wo Sie sind, noch wohin Sie fahren. Sie sind aufgrund einer grossen Menge heisser Luft in Ihre jetzige Position gekommen. Sie haben ein Versprechen gemacht, von dem Sie keine Ahnung haben, wie Sie es halten können, und erwarten von den Leuten unter Ihnen, dass die Ihre Probleme lösen. Fakt ist, dass Sie in exakt der gleichen Lage sind wie vor unserem Treffen, aber jetzt soll irgendwie ich schuld sein, nicht?" |
| H7 Bildvergleich |
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| H8 Todesanzeige |
| Meine liebe Frau hat Gott zu sich genommen. |
| Weitere skurrile Todesanzeigen finden sich in dieser Sammlung. |
| H9 Unsre Leut |
| Ein Jude sitzt neben einem fremden Herrn im Variété. Ein Vortragskünstler tritt auf. Der Jude dreht sich seinem Nachbarn zu und flüstert: »Einer von unsere Leut!« Eine Sängerin tritt auf. »Auch von unsere Leut«, sagt der Jude. Ein Tänzer kommt auf die Bühne. »Auch von unsere Leut«, erklärt der Jude. »O Jesus!«, stöhnt der Nachbar angewidert. »Auch von unsere Leut«, bestätigt der Jude. |
| aus «Jüdische Witze» |
| H10 Erdausflug |
| In den Himmeln steht der alljährliche Erdausflug an. Wohin soll es diesmal gehen? Erster Vorschlag: Bethlehem. Schlechte Hotels und gar nicht kinderfreundlich, wendet Maria ein. Zweiter Vorschlag: Jerusalem. Nicht schon wieder, stöhnt Jesus, und ausserdem sei er ohnehin jeden Karfreitag dort. Dritter Vorschlag: Rom, die ewige Stadt. In das betretene Schweigen gurrt die Taube: "Rrrom? Da warrr ich noch nie!" |
| H11 Kirche |
| Vor dem Stephansdom in Wien. »Tate, was ist das für ein Haus mit dem hohen Turm?« »Mottele, das solltest du schon wissen: das ist eine Kirche.« »Was ist eine Kirche?« »Nun, die Goim sagen, da wohnt der liebe Gott drinnen.« »Aber Tate, der liebe Gott wohnt doch im Himmel!« »Sollst recht haben: wohnen tut er im Himmel. Ab da drinnen hat er sein Geschäft.« |
| aus «Jüdische Witze» |
| H12 Himmelshaus |
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| H13 Verweise |
| Jochen Malmsheimer über das Wurstbrot |
| Michael Niavarani über Flugangst und Terror |
| H14 Typenlehre |
| wirtschaftspolitisch |
| Christdemokratisch: Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Sie behalten eine und schenken ihrem armen Nachbarn die andere. Danach bereuen Sie es. |
| Freidemokratisch (neoliberal): Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Na und? |
| Kapitalistisch: Sie besitzen zwei Kühe. Sie verkaufen eine und kaufen dafür einen Stier, um eine ganze Herde zu züchten. |
| Kommunistisch: Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Die Regierung beschlagnahmt beide Kühe und verkauft Ihnen die Milch. Sie stehen stundenlang für die Milch an. Sie ist sauer. |
| Sozialdemokratisch: Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Sie fühlen sich schuldig, weil Sie erfolgreich arbeiten. Sie wählen Leute in die Regierung, die Ihre Kühe besteuern. Das zwingt Sie, eine Kuh zu verkaufen, um die Steuern bezahlen zu können. Die Leute, die Sie gewählt haben, nehmen dieses Geld, kaufen eine Kuh und geben diese Ihrem Nachbarn. Sie fühlen sich rechtschaffen. Volker Pispers verspottet Sie nicht. |
| Sozialistisch: Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Die Regierung nimmt Ihnen eine ab und gibt diese Ihrem Nachbarn. Sie werden gezwungen, eine Genossenschaft zu gründen, um Ihrem Nachbarn bei der Tierhaltung zu helfen. |
| und völkerkundlich |
| Afrikanisch: Ihnen werden zwei Kühe geschenkt und Sie erhalten Belehrung, wie Ihre Entwicklung gefördert werden soll. Nachdem die sturen Weissen gegangen sind, schlachten Sie die Tiere und laden den ganzen Stamm ein. Morgen werden Sie weitersehen. |
| Deutsch: Sie besitzen zwei Kühe. Mit Hilfe moderner Gentechnik werden die Tiere "redesignt", so dass alle blond sind, eine Menge Bier saufen, Milch von höchster Qualität geben und 50 km/h laufen können. Leider fordern die Kühe nun 13 Wochen Urlaub im Jahr. |
| Englisch: Sie besitzen zwei Kühe. Beide sind wahnsinnig. Keep your upper lip stiff. |
| EU-bürokratisch: Sie besitzen zwei Kühe. Die EU nimmt ihnen beide ab, tötet eine, melkt die andere, bezahlt Ihnen eine Entschädigung aus dem angenommenen Verkaufserlös der Milch und schüttet diese dann in den Atlantik. Greenpeace protestiert gegen diese Umweltverschmutzung. |
| Französisch: Sie besitzen zwei Kühe. Sie streiken, weil Sie drei Kühe haben wollen. Dann gehen Sie Mittagessen. C'est la vie. |
| Italiensisch: Sie besitzen zwei Kühe, wissen jedoch nicht, wo diese sind. Während Sie sie suchen, treffen Sie eine schöne Frau. Sie gehen mit ihr essen. La vita è bella. |
| Japanisch: Sie besitzen zwei Kühe. Mittels modernster Gentechnik werden die Tiere auf ein Zehntel ihrer ursprünglichen Größe gezüchtet und geben nun das Zehnfache an Milch. Dazu kreieren Sie einen lustigen Kuh-Cartoon, nennen ihn "Kuhkimon" und vermarkten ihn weltweit. Sayonara. |
| Schweizerisch: Sie verfügen über 5000 Kühe, von denen Ihnen lediglich zwei gehören. Sie führen die restlichen Tiere für Ausländer auf die Weide. Dass die Kühe Milch geben, erzählen Sie niemandem. |
| US-amerikanisch: Sie besitzen zwei Kühe. Sie verkaufen eine und leasen sie zurück. Sie gründen eine Aktiengesellschaft. Sie zwingen die beiden Kühe, das Vierfache an Milch zu geben. Als eine tot umfällt, wundern Sie sich nur kurz. Alsbald geben Sie eine Presseerklärung heraus, Sie hätten Ihre Kosten um 50% gesenkt. Ihre Aktien steigen. |
| [wird bei Bedarf erweitert] |
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| revid.2o1112 |