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Zitatensammlung
Teil 2
Notizen von Mathilde SCHOLL zu
KÜNSTEN, FORM, FARBE, TON und WORT
22.1.1905
Die Plastik ist die Kunst der physischen Welt, von Raum und Zeit, der Handlung, der Form, der Entwicklung nacheinander.
Die Malerei ist die Kunst der astralen Welt, der Farbe des Raumes (ohne Zeit), nebeneinander - der Gefühle, Begierden, Leidenschaften und Triebe.
Die Musik ist die Kunst des Mentalplanes jenseits von Raum und Zeit. Man könnte alle Töne in einem Ton hören, auf einmal; sie sind weder dem Raum noch der Zeit unterworfen. Im Ewigen klingt die ganze Schöpfung zusammen in einem Ton. Dieser Schöpfungston ist das Wort, welches sich in Christus in Raum und Zeit verkörpert hat, in Raum und Zeit hinabgestiegen ist.
In der physischen Welt ist ist die Sonne der Mittelpunkt, das Prâna.
In der Astralwelt ist die Erde der Mittelpunkt, Kama.
In der Mentalwelt gibt es keinen Mittelpunkt, denn dort fallen Mittelpunkt und Umkreis zusammen. Es gibt dort weder Zeit- noch Raumdifferenz. Alles klingt dort in einen Ton zusammen.
Sobald aus der Welt des Tons etwas nebeneinander geordnet werden soll, muß es in Farben im Raum erscheinen, nebeneinander in der Farbenskala - sobald Bewegung unter diesen eintreten soll, müssen sie sich in der Zeit nacheinander entwickeln.
In der Astralwelt wird der eine Ton zum Akkord, in der physischen Welt zur Tonfolge.
Der Mensch hat in der physischen Welt eine charakteristische Form, in der Astralwelt eine charakteristische Farbe, in der Mentalwelt einen charakteristischen Ton.
Die charakteristische physische Form setzt sich zusammen oder ist das Produkt aus den physischen Vorfahren. Sie ist beherrscht von Geburt und Tod.
Die charakteristische Farbe ist das Produkt seiner Seelenentwicklung, durch Karma beherrscht.
Der charakteristische Ton ist das Produkt der Reinkarnation, die Essenz der im Geiste aufgespeicherten Erfahrungen, nur durch sich selbst beherrscht. Die Form seiner Persönlichkeiten, die Farbe seiner Seele müssen zuletzt in den Ton seines Geistes versinken, darin aufgehen. Dort allein hört die Trennung auf, dort ist Einheit; dort kann er mit dem Ewigen in Eins zusammenklingen.
aus «GA 283 (Tb 700)»; S.165f