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Zitatensammlung
Teil 1
Zitate von Rudolf STEINER zum
URSELBST
Lernt der Yogi sich mit den Urbildern vereinigen, so ist er aufgestiegen in die ewige Welt des Geistes; er schwebt über dem Vergänglichen. Das ist der Zustand, von dem gesagt wird, daß der Yogi dann ruht zwischen den Schwingen des großen Vogels, des Schwanes, des Aum.
Das Aum ist das Hinübergehen aus den Abbildern zum Urbild zurück - das Aufgehen in dem Unvergänglichen. Dieses Aufgehen in dem Ewigen, das Sich-Vereinigen mit den Urbildern, wird auch ausgedrückt in dem Mantram aus den Upanishaden:
Yasmajj jatam jagat sarvam, yasminn eva praliyate
yenedam dharyate sarvam, tasmai jnanatmane
Das ist, was auch in dem Ostergedanken liegt. Es ist die Auferstehung des Menschen aus dem Haften am Vergänglichen und Materiellen in die ewigen Regionen der Urbilder hinein. Die Natur dient als Symbol dafür. Wie aus der Erde um Ostern aufsprießt überall neues Leben, nachdem das Samenkorn sich geopfert hat und in der Erde verfault ist, um neuem Leben die Möglichkeit zu entstehen zu geben, so muß auch alles Niedere im Menschen absterben. Er muß die niedere Natur hinopfern, damit er sich erheben kann zu den ewigen Urbildern der Dinge. Darum feiert auch die Christenheit in dieser Zeit des Erwachens der Natur aus dem Winterschlaf den Tod und die Auferstehung des Erlösers.
Der Mensch muß auch erst sterben, um dann die Auferstehung im Geistigen zu erleben. Nur wer das Haften am Vergänglichen überwindet, der kann selbst unvergänglich werden, wie die ewigen Urbilder, der kann ruhen zwischen den Flügeln des großen Vogels Aum. Dann wird der Mensch ein solcher, der an dem Fortschritt der Welt mitarbeitet. Er gestaltet sie dann mit um für ein zukünftiges Dasein; er wirkt dann magisch aus seinem Innersten in die Welt hinein.
Urselbst, von dem wir ausgegangen sind,
Urselbst, welches in allen Dingen lebt,
Zu dir, du höheres Selbst, kehren wir zurück.
Berlin, 13.Apr.1906/VE
aus «GA 266/1»; S.134f
Urselbst,
Von dem alles ausgegangen,
Urselbst,
Zu dem alles zurückkehrt,
Urselbst,
Das in mir lebt -
Zu dir strebe ich hin.
aus GA 40»; S.169