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Zitatensammlung
Teil 1
Zitate von Rudolf STEINER zur
KOPF-HERKUNFT
Erinnern wir uns nun an diese Grundwahrheit, die wir in diesen Tagen im einzelnen etwas weiter ausgeführt haben, daß der Mensch im wesentlichen eine Doppelnatur genannt werden kann, und daß schon sein Äußeres zeigt, daß er eine Doppelnatur ist, indem der Kopf, das Haupt des Menschen, man möchte sagen, von einem ganz anderen Gesichtspunkte aus gebaut ist als der übrige Organismus. Wenn wir das Haupt eines Menschen betrachten, wie er es heute hat, so ist es im wesentlichen das Ergebnis dessen, was aus dem Leibe der vorhergehenden Inkarnation geworden ist. Und aus unserem jetzigen Leibe, mit Ausschluß des Hauptes, wird, wenn wir durchgegangen sein werden durch den Zeitraum zwischen Tod und neuer Geburt, unser Haupt der nächsten Inkarnation.
Dornach, 7.Aug.1916/MO
aus «GA 170»; S.94
[...] Was nicht Kopf im vorhergehenden Erdenleben war, das formt sich in seinen Kräfteverhältnissen um, wird Kopf, wird Haupt in dem nachfolgenden Erdenleben. Daß es dann mit physischer Erdenmaterie ausgefüllt wird, ist selbstverständlich. Das habe ich schon oftmals erklärt, daß man natürlich nicht den blödsinnigen Einwand machen darf, der physische Leib ist ganz zugrunde gegangen, wie kann daraus ein Kopf werden. [...] Aber es handelt sich nicht um die physische Ausfüllung, sondern um den Kräftezusammenhang, der durch die geistige Welt hindurchgeht.
Der Kräftezusammenhang, der heute in unserem ganzen physischen Organismus, Beinorganismus und so weiter ist, ob die Kräfte vertikal oder horizontal sind, zusammenhalten oder auseinanderstreben, rundet sich, wird Kräftezusammenhang für unser Haupt im nächsten Erdenleben. Da aber arbeiten alle höheren Hierarchien mit, wenn diese Umwandelung, die Metamorphose von Beinen, Füßen und so weiter in das Haupt des Menschen geschieht. Da arbeiten die ganzen Himmelsgeister mit. Kein Wunder, daß zunächst das Haupt diejenige Form trägt, durch die es als das Abbild des weiten Raumes erscheint, der sich rund über uns wölbt, daß dann das Nächste erscheint als das Abbild der um die Erde herumkreisenden Atmosphäre und atmosphärischen Kräfte. Man möchte sagen, im oberen Teil des Hauptes hat man das getreue Abbild des Himmels, im mittleren Teil des Hauptes hat man schon die Anpassung des Hauptes an die Brust, an dasjenige, was an all das angepaßt ist, was die Erde umkreist. In unserer Brust brauchen wir die die Erde umkreisende Luft, brauchen wir das die Erde umwebende Licht und so weiter. Wie aber unser ganzer Organismus in keinem Formzusammenhang steht - nur in einem Stoffzusammenhang - mit der oberen Wölbung des Hauptes, so steht unsere Brust nun schon in einer Beziehung zur Nasenbildung, zu alledem, was der mittlere Teil des Hauptes ist.
Und kommen wir zum Mund herunter, so steht der Mund bereits zum dritten Gliede in der menschlichen Dreigliederung in Beziehung, zu dem Verdauungs-, zu dem Ernährungs-, zu dem Bewegungsorganismus. Wir sehen, wie sich dasjenige, was durch die Himmel durchgegangen ist, um auf der Erde aus der früheren hauptlosen Leibesbildung Haupt zu werden, in seiner majestätischen Wölbung oben noch an die Himmel anpaßt, wie es sich aber schon im mittleren Teil an dasjenige anpaßt, was der Mensch ist durch den Erdenumkreis, und wie es an das angepaßt ist, was der Mensch durchaus als Erdenmensch ist durch Schwerkraft, durch die irdischen Stoffe, in der Mundbildung.
Dornach, 1.Jun.1923/VE
aus «GA 276»; S.38f