zum IMPRESSUM
Zitatensammlung
Teil 1
Zitat von Rudolf STEINER zu
FURCHT und KRIEG
Wie oft habe ich die okkultistische Wahrheit betont, daß Dinge, die in der physischen Welt so sind, in der geistigen den entgegengesetzten Charakter zeigen. Einige unserer Freunde werden sich auch erinnern, wie oft ich davon gesprochen habe, daß der Krieg in der geistigen Luft hänge und eigentlich nur durch etwas zurückgehalten werde, was auch im physischen Leben einen geistigen Impuls bedeutet: die Furcht. Die Furchtkräfte haben ihn zurückgehalten, solange er astralisch war. Furcht hat ihn zurückgehalten, daß er nicht früher zum Ausbruch kam. Nun, äußerlich geht ja der Krieg von dem Attentat von Sarajewo aus. Das hat ja auch seine bedeutungsvolle Seite. Das ist das Erschütternde an der Sache. Und da wir ja hier unter uns zusammen sind, muß es auch möglich sein, solche Dinge auszusprechen. Die Individualität, welche damals hingemordet worden ist und dann durch die Pforte des Todes ging, zeigte nachher einen Anblick, wie ich ihn vorher weder selber gesehen, noch ihn von anderen habe schildern hören. Ich habe verschiedentlich geschildert, wie Seelen aussehen, wenn sie durch die Pforte des Todes gehen. Diese Seele aber zeigte etwas Merkwürdiges. Sie war wie ein Kristallisationszentrum, um das sich bis zum Ausbruch des Krieges alles wie herumkristallisierte, was Furchtelemente waren. Nachher zeigte sie sich als etwas ganz anderes. War sie vorher eine große kosmische Kraft, die alle Furcht anzog, so ist sie jetzt etwas Entgegengesetztes. Die Furcht, die hier auf dem physischen Plan gewaltet hatte, hielt alle zurück. Nachdem aber dann diese Seele in den geistigen Plan hinaufgekommen war, wirkte sie in entgegengesetzter Weise und brachte den Krieg.
Berlin, 31.Okt.1914/SA
aus «GA 157»; S.47f