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Zitatensammlung
Teil 1
Zitat von Rudolf STEINER zur
HOFFNUNG
Und dann kommt der letzte große Zeitraum, in dem eine Spiegelung hineinwerfen wird in die menschliche Ich-Seele das, was wir Hoffnung nennen. Dann aber werden die Menschen gestärkt durch die Kraft, die von dem Mysterium von Golgatha und vom moralischen Zeitalter ausgeht, in sich ihre Hoffnungskräfte hereinnehmen: das Bedeutsamste, was sie brauchen, um über die Katastrophe hinüberzukommen, um jenseits derselben in ähnlicher Weise ein neues Leben zu beginnen, wie die nachatlantische Zeit ein neues Leben gebracht hat.
Da, wenn im letzten nachatlantischen Zeitalter zwar die äußere Kultur, die rein kombinatorische Kultur auf ein höchstes gestiegen ist, aber die Menschen stark fühlen werden das Unbefriedigende dieser Kultur, wenn die Menschen dieser Kultur gegenüber so dastehen werden, daß, wenn sie nicht in sich entwickelt hätten das Spirituelle, sie wahrhaft trostlos dieser Kultur gegenüberstehen würden, da wird von der Spiritualität her die Hoffnung aufgepflanzt sein, die sich erfüllen wird in dem nächsten Zeitraum der menschlichen Entwickelung. [...]
Kurz, Trostlosigkeit und Öde würde durch die äußere Kultur über den Erdkreis gebreitet sein. Aber im letzten Kulturzeitraum wird die Seele wie auf den Trümmern des äußeren Kulturlebens reich geworden sein, da sie aufgenommen hat das spirituelle Leben. Und daß Sie dieses spirituelle Leben nicht umsonst aufgenommen haben, dafür wird Ihnen bürgen, was als starke Kräfte der Hoffnung in Ihnen leben wird, daß nach einer großen Katastrophe ein neues Menschenalter kommen wird, in dem heraufkommen wird auch im äußeren Leben in einer neuen Menschheitsbildung dasjenige, was innerlich spirituell in den Seelen vorbereitet worden ist.
Nürnberg, 3.Dez.1911/SO
aus «GA 130»; S.199ff