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Zitatensammlung
Teil 1
Zitat von Rudolf STEINER zu
WÄRME und MITGEFÜHL
Wärme wird in Mitgefühl verwandelt in der Erdenmission!
Das ist der Sinn des Erdprozesses, der vollzogen wird, indem der Mensch als physischer Organismus diesem Erdenprozeß eingelagert ist, dadurch, daß sich alle physischen Prozesse zuletzt zusammenfinden in der Krone der menschlichen Organisation, daß sich alles, was in der menschlichen Organisation ist, auch wie ein Mikrokosmos aller irdischen Prozesse sich wieder aufschließt zu einer neuen Blüte. Und indem sich diese umwandelt in der menschlichen Seele, erreicht so der Erdenorganismus, durch das Interesse und lebendige Mitgefühl des Menschen für alle Wesenheiten, dasjenige, wozu die Wärme verwertet worden ist in dem Organismus, der uns als Erdenmenschen zugeteilt ist. Was wir durch lebendiges Interesse aufnehmen in unserer Seele, und wodurch wir immer mehr und mehr unser Seelenleben erweitern, das werden wir mitnehmen, wenn wir durch viele Organisationen gegangen sind, durch die wir ganz ausgenutzt haben, was uns von der Erde gegeben werden kann als Erwärmung, als Heizwärme, als Verbrennungswärme für den Geist. Und wenn wir durch die verschiedensten Inkarnationen diese ganze Heizwärme in uns aufgenommen haben werden, dann wird die Erde ihr Ziel, ihren Zweck erreicht haben, dann wird sie als ein großer Leichnam unter uns versinken in den unbestimmten Weltenraum, und aufsteigen wird aus dem Erdenleichnam die Gesamtheit aller jener Erdenmenschheitsseelen, die verwertet haben die Heizwärme der Erdenorganismen durch die verschiedenen irdischen Inkarnationen zur Umwandlung in lebendiges Mitgefühl und Interesse in das, was darauf aufgebaut werden kann. Und wie sich die einzelne Seele, wenn der Mensch durch die Pforte des Todes geht, erhebt zu einer geistigen Welt und den Leichnam den Kräften der Erde übergibt, so wird den Weltenkräften einst übergeben werden der Erdenleichnam, wenn er uns überliefert hat die Heizwärme für unser Mitleid, das der Grundstein gewesen ist für alle unsere höhere Seelentätigkeit.
Prag, 28.Mär.1911/SO
aus «GA 128»; S.180f
[Die Physik beschreibt die Folge des thermischen Gleichgewichtes eines abgeschlossenen Systems als Wärmetod. Denn ein abgeschlossenes System enthält gemäss dem 2.Hauptsatz der Thermodynamik ein höchstmögliches Mass an Entropie, welche gleichbleiben oder zunehmen kann, niemals jedoch abnehmen. Sind alle möglichen Prozesse durchlaufen, ist somit die Temperatur überall gleich und eine maximale Entropie erreicht, dann endet jegliches makroskopische Geschehen im System - vgl. MblB.E: Anm.78. Ob die Erde oder gar das Universum als abgeschlossenes System zu betrachten sei, bleibt allerdings offen.]