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Zitatensammlung
Teil 1
Zitate von Rudolf STEINER zum
P H A N T O M L E I B
In diesem Wechselspiel zwischen den Feuergeistern und den Saturnwärmekörpern werden die Keime der menschlichen Sinnesorgane der Entwickelung einverleibt. Die Organe, durch welche der Mensch gegenwärtig die physische Welt wahrnimmt, leuchten auf in ihren ersten feinen ätherischen Anlagen. Menschen-Phantome, welche an sich noch nichts anderes zeigen als die Licht-Urbilder der Sinnesorgane, werden innerhalb des Saturn dem hellseherischen Wahrnehmungsvermögen erkennbar.
aus «Die Geheimwissenschaft im Umriß»; S.165f
Je mehr sich aber in unserer Zeit des Menschen Hellsichtigkeit entwickelt, desto mehr wird er sich über eines klar werden: daß das, was mit dem physischen Leibe abgelegt wird als die physischen Stoffe und Kräfte, doch nicht der ganze physische Leib ist, daß das gar nicht einmal die ganze Gestalt des physischen Leibes gäbe. Sondern zu diesen Stoffen und Kräften gehört noch etwas anderes, das wir nennen müssen, wenn wir sachgemäß sprechen, das «Phantom» des Menschen. Dieses Phantom ist die Formgestalt des Menschen, welche als ein Geistgewebe die physischen Stoffe und Kräfte verarbeitet, so daß sie in die Form hineinkommen, die uns als der Mensch auf dem physischen Plane entgegentritt. [...] Was der plastische Künstler einprägt seinem Stoffe, das wird den Stoffen der Erde, die wir nach dem Tode dem Grabe oder dem Feuer übergeben sehen, eingeprägt als Phantom des physischen Leibes. Das Phantom gehört zum physischen Leibe dazu, es ist der übrige Teil des physischen Leibes, ist wichtiger als die äußeren Stoffe; denn die äußeren Stoffe sind im Grunde genommen nichts anderes als etwas, was hineingeladen wird in das Netz der menschlichen Form, wie man Äpfel auf einen Wagen lädt. [...]
[...] Wir wissen, daß den Grundstein, sozusagen den Keim zu diesem Phantom des physischen Leibes, die Throne während der Saturnzeit gelegt haben, daß weiter daran gearbeitet haben die Geister der Weisheit während der Sonnenzeit, die Geister der Bewegung während der Mondenzeit und die Geister der Form während der Erdenzeit. Und dadurch erst ist das, was der physische Leib ist, zum Phantom geworden. Daher nennen wir sie die Geister der Form, weil sie eigentlich in dem leben, was wir das Phantom des physischen Leibes nennen. So müssen wir schon, um den physischen Leib zu verstehen, zum Phantom desselben zurückgehen.
Karlsruhe, 10.Okt.1911/MA
aus «GA 131»; S.150f
Wäre kein luziferischer Einfluß geschehen, dann hätte der Mensch im Beginne des Erdendaseins in voller Kraft dieses Phantom mit seinem physischen Leibe bekommen. Nun aber drangen in die menschliche Organisation, insofern sie besteht aus physischem Leib, Ätherleib und Astralleib, die luziferischen Einflüsse ein, und die Folge davon war die Zerstörung des Phantoms des physischen Leibes. Das ist es, wie wir sehen werden, was uns in der Bibel symbolisch mit dem Sündenfall ausgedrückt wird, daß auf den Sündenfall der Tod folgte. Der Tod war eben die Zerstörung des Phantoms des physischen Leibes. Und die Folge davon war, daß der Mensch zerfallen sehen muß seinen physischen Leib, wenn er durch die Pforte des Todes schreitet. Diesen zerfallenden physischen Leib, dem die Kraft des Phantoms mangelt, hat der Mensch überhaupt sein ganzes Erdenleben hindurch, von der Geburt bis zum Tode. [...] Denn wenn nicht in gleicher Art, wie die Zerstörung des Phantoms vor sich geht, durch Aufbauprozesse diesem Abbauen entgegengetreten wird, kommt es schließlich zu dem, was wir den Tod nennen.
S.164
Da trat das Mysterium von Golgatha ein, trat so ein, wie wir es charakterisiert haben, und durch dieses Mysterium von Golgatha ist in der Tat dasjenige geschehen, was so schwierig zu begreifen ist für jenen Verstand, der nur gebunden ist an den überwiegend mit den zerstörenden Kräften behafteten physischen Leib. Es ist eingetreten, daß dieser eine Mensch, der der Träger des Christus war, einen solchen Tod durchgemacht hat, daß nach drei Tagen dasjenige, was am Menschen das eigentlich Sterbliche des physischen Leibes ist, verschwinden mußte und aus dem Grabe sich erhob jener Leib, der der Kräfteträger der physisch-materiellen Teile ist. Das, was eigentlich dem Menschen zugedacht war von den Beherrschern von Saturn, Sonne und Mond, das hat sich erhoben aus dem Grabe: das reine Phantom des physischen Leibes, mit allen Eigenschaften des physischen Leibes. Dadurch war die Möglichkeit gegeben jenes spirituellen Stammbaumes, von dem wir gesprochen haben. Denken wir uns den aus dem Grabe erstandenen Leib des Christus, so können wir uns vorstellen: ebenso wie von dem Leibe des Adam abstammen die Leiber der Erdenmenschen, insofern sie den zerfalllenden Leib haben, so stammen ab von dem, was aus dem Grabe auferstand, die geistigen Leiber, die Phantome für alle Menschen. Und es ist möglich, jene Beziehung zu dem Christus herzustellen, durch welche der Erdenmensch seinem sonst zerfallenden physischen Leib einfügt dieses Phantom, das aus dem Grabe von Golgatha auferstanden ist. Es ist möglich, daß der Mensch in seiner Organisation jene Kräfte, die damals auferstanden sind, so erhält, wie er durch seine physische Organisation im Erdenanfang infolge der luziferischen Kräfte die Adamorganisation erhalten hat.
S.167
Karlsruhe, 11.Okt.1911/ME
aus «GA 131»
Es ist schon ausgedrückt in der Legende, daß aus dem Grabe Adams der verholzte Paradiesesbaum herauswächst. Aber das, was da in der Erde lebt, lebte vor dem Mysterium von Golgatha in dem luziferisch infizierten Ätherleib. Das war gerade das Element, wo hinein erlösend der Leib des Jesus von Nazareth sich begab, als Phantom, wie ich einmal durch die Karlsruher Vorträge angedeutet hatte. Also nun stellen Sie sich das Grab Adams vor: Adam als physischer Leib den Elementen der Erde übergeben, aus dem Grabe Adams heraus den verholzten Ätherleib, der der Repräsentant desjenigen ist, was am Menschen luziferisch infiziert ist und übrigbleibt nach dem Tode. Das ist zu gleicher Zeit das Holz, an dem der Mensch gekreuzigt werden kann. Und es entsteht diese Kreuzigung in dem Zurückbleiben des Phantoms von dem Jesus von Nazareth nach dem Mysterium von Golgatha, das sich gerade mit dessen Hilfe mit der Erde verbindet. Das ist ausgedrückt in der Legende, indem gesagt wird: Dieses Holz ging von Generation zu Generation und es bildete wiederum das Holz des Kreuzes von Golgatha. Dieses Bild ist das Bild, das einer wirklichen Tatsache entspricht, nämlich das, daß durch die Kreuzigung das Phantom des Jesus von Nazareth sich vereinigte mit dem, was in der Erde ätherisch lebte von all den luziferisch infizierten Ätherleibern, die natürlich ausgestreut waren und sich verdünnt und aufgelöst hatten, aber eben in ihren Kräften da waren.
Dornach, 28.Dez.1915/MA
aus «GA 165»; S.75
Wenn Sie sich dieses einfach ordentlich vorstellen, was ich hier als Einfluß auf den physischen Leib bezeichne, so werden Sie doch nicht mehr sehr weit davon entfernt sein, sich auch vorstellen zu können, daß am Ganzen der physischen Organisation dieses Ich arbeitet, eine Art Gerüste ausdehnt. Es ist wirklich unserem physischen Leib etwas eingegliedert wie ein feines Gerüste. Dieses feine Gerüste, welches dem physischen Leib eingegliedert ist, das wie eine Art Phantom des Menschen angesehen werden kann, ist fortwährend im Menschen da. Der Mensch trägt ein ihm einfach durch seine Ich-Organisation eingeprägtes Gerüste mit sich herum, ein sehr feines Gerüste, welches allerdings aus den Kräften des Ätherleibes heraus dem physischen Leib einorganisiert ist. Aber der Mensch verliert eben im Laufe seines Lebens allmählich die Kraft, das bewußt einzugliedern, und so halbbewußt, träumerisch, bleibt es eben beim phantasievollen Schaffen noch vorhanden.
Nun werden Sie leicht einsehen können, daß dieses Gerüste, das das Ich da in den menschlichen Organismus hineinzimmert, eigentlich in einem gewissen Grade ein Fremdkörper ist. Es ist in gewissem Grade ein Fremdkörper. Der menschliche Organismus hat auch fortwährend die Tendenz, gegen dieses Gerüste sich zu wehren. Und er bestrebt sich namentlich jede Nacht beim Schlafen, dieses Gerüste zu ruinieren. Nun, wenn wir auch im gewöhnlichen Leben wenig von diesem Gerüste wahrnehmen, so darf doch nicht vergessen werden, daß dieses Gerüste fortwährend die Tendenz hat, im Organismus gewissermaßen zu zerfallen, sich zu zersplittern, und daß es dadurch fortdauernd die geheimnisvolle Ursache von Entzündungen im Organismus wird.
Dornach, 3.Apr.1920/SA
aus «GA 312»; S.264f