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Zitatensammlung
Teil 1
Zitate von Rudolf STEINER zur
AKASHA-CHRONIK
Von der vergänglichen Geschichte dringt er [der schauende Mensch] zu einer unvergänglichen vor. Diese Geschichte ist allerdings mit andern Buchstaben geschrieben als die gewöhnliche. Sie wird in der Gnosis, in der Theosophie die «Akasha-Chronik» genannt. Nur eine schwache Vorstellung kann man in unserer Sprache von dieser Chronik geben. Denn unsere Sprache ist auf die Sinnenwelt berechnet. Und was man mit ihr bezeichnet, erhält sogleich den Charakter dieser Sinnenwelt. Man macht daher leicht auf den Uneingeweihten, der sich von der Tatsächlichkeit einer besonderen Geisteswelt noch nicht durch eigene Erfahrung überzeugen kann, den Eindruck eines Phantasten, wenn nicht einen noch schlimmeren. - Wer sich die Fähigkeit errungen hat, in der geistigen Welt wahrzunehmen, der erkennt da die verflossenen Vorgänge in ihrem ewigen Charakter. Sie stehen vor ihm nicht wie die toten Zeugnisse der Geschichte, sondern in vollem Leben. Es spielt sich vor ihm in einer gewissen Weise ab, was geschehen ist. - Die in das Lesen solcher lebenden Schrift eingeweiht sind, können in eine weit fernere Vergangenheit zurückblicken als in diejenige, welche die äußere Geschichte darstellt; und sie können auch - aus unmittelbarer geistiger Wahrnehmung - die Dinge, von denen die Geschichte berichtet, in einer weit zuverlässigeren Weise schildern, als es dieser möglich ist. Um einem möglichen Irrtum vorzubeugen, sei hier gleich gesagt, daß auch der geistigen Anschauung keine Unfehlbarkeit innewohnt.
aus «GA 11»; S.22f
Die kosmischen Ereignisse - solche Umwandlungen wie die von Atlantis - stehen nun noch höher, nicht mehr im Äther, sondern im eigentlichen Akasha. Das ist die Akasha-Chronik. Diese hängt aber in gewisser Weise trotzdem mit den untersten Angelegenheiten der Menschen zusammen. Denn der Mensch steht in Verbindung mit den großen Ereignissen des Kosmos. Jeder einzelne Mensch ist mit allgemeinen Strichen in der Akasha-Chronik zu finden. Was dort ist, setzt sich fort und fungiert hinein in den Äther und in das Astrallicht.
Berlin, 5.Okt.1905/JU
aus «GA 93a»; S.79f
Es ist wahr, für die geistige Forschung, wenn sie sich auf die Ereignisse der Vergangenheit erstreckt, gibt es nur eine Quelle. Diese Quelle liegt nicht in äußeren Urkunden. Nicht Steine, die wir aus der Erde graben, nicht Dokumente, die in den Archiven aufbewahrt sind, nicht das, was die Geschichtsschreiber geschrieben haben, ob inspiriert oder nicht inspiriert, sind die Quellen der Geisteswissenschaft. Was wir zu lesen vermögen in der unvergänglichen Chronik, in der Akasha-Chronik, das ist für uns die Quelle für die geistige Forschung. Es gibt die Möglichkeit, das, was sich zugetragen hat, ohne äußere Urkunde zu erkennen.
[...]
Diese Chronik lernt der Mensch, der sich in die übersinnlichen Welten erhebt, allmählich lesen. Das ist nicht eine gewöhnliche Schrift. Denken Sie sich den Lauf der Ereignisse, wie sie sich abgespielt haben, vor Ihr geistiges Auge gestellt. Denken Sie sich den Kaiser Augustus mit all seinen Taten wie in einem Nebelbild vor Ihren Augen dastehen. Alles, was sich damals zugetragen hat, steht da vor Ihrem geistigen Auge. So steht es vor dem Geistesforscher, und er kann es jede Stunde aufs Neue erfahren. Er braucht keine äußeren Zeugnisse. Er braucht nur seinen Blick hinzurichten auf einen bestimmten Punkt des Welten- oder des Menschheitsgeschehens, und es werden sich ihm in einem geistigen Bilde die Ereignisse vor Augen stellen, die geschehen sind. So kann der geistige Blick schweifen durch die Zeiten der Vergangenheit. Was er da erschaut, das wird verzeichnet als Ergebnis der Geistesforschung.
Basel, 15.Sep.1909/ME
aus «GA 114»; S.21f
So daß sie daraus entnehmen können, daß die Vergangenheit für den Geistesschüler sich hinstellt wie etwas, was räumlich sich nebeneinander hinstellt. Und es ist dann tatsächlich, wenn diese Form des Gedächtnisses errungen ist, das Forschen in der Vergangenheit wie ein Ablesen der stehengebliebenen Ereignisse. Man nennt dieses Ablesen der stehengebliebenen Ereignisse das Lesen in der Akasha-Chronik, weil man geradeso, wie man unsere Welt als physische Welt bezeichnet, diejenige Welt, in der man sich dann bewegt, als die Akasha-Welt zu bezeichnen hat - diejenige Welt, in der die Zeit zum Raum geworden ist.
Wien, 30.Mär.1910/ME
aus «GA 119»; S.229
Da trifft er wirklich auf seinem Wege durch die Mondenregion jene Wesenheiten, die, wie ich gestern auseinandersetzte, früher einmal die Urlehrer der Menschheit waren. Ihnen begegnet er im Weltenall, bevor er zum irdischen Dasein heruntersteigt, und sie sind es, die in jene feine Substanz, welche die orientalischen Weisen im Gegensatz zu den irdischen Substanzen Akasha nennen, alles dasjenige einschreiben, was im Menschenleben zwischen Menschen durchgemacht wird. [...] Das wird beobachtet und wird nicht in jener abstrakten Schrift, wie es die unsre ist, sondern in lebendiger Gestalt eingetragen in die Akasha-Substanz.
Prag, 30.Mär.1924/SO
aus «GA 239»; S.26
Zitate anderer dazu
Die ätherische Welt ist nicht unbedingt identisch mit der Akasha-Chronik, auch nicht identisch mit dem Allwissen. Das Allwissen und die Akasha-Chronik sind Geschwister. Die Akasha-Chronik ist das Archiv des Allwissens.
Verena Staël v.Holstein
aus «Flensburger Heft Nr.105»; S. 10
Die Akasha-Chronik ist ja kein Buch, welches einen physischen Bestand hat. Es ist zwar keine schräge Vorstellung, sich die Akasha-Chronik wie eine Art Register vorzustellen; wenn Du aber die Akasha-Chronik aufsuchst, wirst Du feststellen, daß sie keine Physis hat. Da sie nichts Physisches hat, unterliegt sie nicht dem Prozeß des Todes. Die Akasha-Chronik macht also gar nicht den Übergang in euren physischen dreidimensionalen Raum. Die Akasha-Chronik ist also niemals in der Dreidimensionalität. Alles, was aus dem dreidimensionalen Raum als Geschehnisse in der Akasha-Chronik aufgezeichnet wird, was im dreidimensionalen Raum der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unterliegt, ist in der Akasha-Chronik gleichzeitig.
Etschewit
aus «Flensburger Sonderheft Nr.29»; S. 152