zum IMPRESSUM
Zitatensammlung
Teil 2a: aus dem NT
PAULUS: Römer 3, 19-22
3,19
<oídamen dè hóti hósa ho nómos légei toĩs en tõ nómo laleĩ, ína pãn stóma phragê kaì hypódikos génetai pãs ho kósmos tõ theõ:>
VULGATA: Scimus autem quoniam quæcumque lex loquitur, iis, qui in lege sunt, loquitur: ut omne os obstruatur, et subditus fiat omnis mundus Deo:
Wir wissen, was das Gesetz spricht, das spricht es zu denen, die der Gesetzesströmung angehören. Der Sinn seines Sprechens aber ist, daß jeder Mund davor verstummen und die ganze Welt sich vor Gott im Unrecht fühlen soll.
(Wir wissen aber, daß alles, was das Gesetz sagt, denen gilt, die unter dem Gesetz stehen. So soll jeder Mund verstummen und die ganze Welt vor Gott schuldig sein.)
3,20
<dióti ex érgon nómu u dikaiothésetai pãsa sàrx enópion autũ: dià gàr nómu epígnosis hamartías.>
VULGATA: quia ex operibus legis nun iustificabitur omnis caro coram illo. Per legem enim cognitio peccati.
Daraus ergibt sich, daß durch die Werke der Gesetzesbefolgung »kein irdisch verkörperter Mensch vor Gott zum wahren Sein gelangen kann«. Durch das Gesetz entsteht nur das Bewußtsein von der Sünde.
(Denn auf Grund von Gesetzeswerken wird kein Fleisch vor ihm gerecht; lernt man doch erst durch das Gesetz die Sünde kennen.)
3,21
<Nynì dè chorìs nómu dikaiosýne theũ pephanérotai, martyruméne hypò tũ nómu kaì tõn prophetõn,>
VULGATA: Nun autem sine lege iustitia Dei manifestata est: testificata a lege et Prophetis.
Nun ist aber außerhalb des Gesetzes das wahre Sein, die Gottesgerechtigkeit, in Erscheinung getreten, wie sie bereits durch das Gesetz und die Propheten vorherbezeugt worden ist:
(Jetzt aber ist unabhängig vom Gesetz Gottes Gerechtigkeit, die vom Gesetz und den Propheten bezeugt wird, offenbar geworden,)
3,22
<dikaiosýne dè theũ dià písteos Christũ, eis pántas tùs pisteúontas: u gár estin diastolé:>
VULGATA: Iustitia autem Dei per fidem Iesu Christi in omnes, qui credunt in eum: non enim est distinctio.
das wahre göttliche Sein, zu dem der Mensch gelangt, wenn er sich im Glauben mit Christus verbindet. Darin gibt es keinen Unterschied:
(Gottes Gerechtigkeit aber aus dem Glauben an Jesus Christus für alle Glaubenden; es gibt ja keinen Unterschied.)
aus «Novum testamentum»; S.397
übersetzt von Emil BOCK
(im Vergleich zur «Die Bibel (Jerusalemer)»)
[siehe auch G.SCHOLEM zu Pauli Auslegung der Schrift]