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Zitatensammlung
Teil 2
Zitat von Iris PAXINO zur
VERFLUCHUNG
Mit der Wirkung von Flüchen wird ein Bereich betreten, der in unserem aktuellen Kulturraum weniger bekannt ist. Wir denken die Begriffe der Verfluchung und Verwünschung in uralte Zeiten zurück, und sie bilden tatsächlich auch eine Praxis, die bis in früheste Kulturen zurückreicht. Hierzulande begegnen wir diesem Phänomen eher selten im Vergleich zu anderen Erdteilen der Welt, in denen Flüche oder Verhexungen noch stärker zur jeweiligen Volkstradition gehören. Doch in der Arbeit mit Verstorbenen und vor allem bei der Aufarbeitung karmischer Blockaden hat man auch im mitteleuropäischen Raum damit zu tun.
Flüche und Verwünschungen sind astralische Impulse, die negativen Seelenregungen entspringen. Ein Fluch ist also eine gedankliche und emotionale Sendung, die Unheil über einen Menschen bringen soll. Somit bindet die Verfluchung negative, zerstörerische Energien, die den betreffenden Menschen in einer bestimmten Weise belegen und seine Befindlichkeit oder Entwicklung zu seinem Nachteil beeinflussen sollen. Hinter diesem Impuls stehen Seelenregungen wie Wut, Hass, Eigensucht, Machtgier, Neid, Missgunst, Eifersucht, Rachegelüste oder auch Ohnmachtsgefühle. Auf diese Weise erzeugte Energien werden stets von Widersachermächten begleitet, das bedeutet, dass hier dunkle Wesenheiten und Dämonen unterschiedlicher Couleur mit am Werk sind.
Flüche können bewusst oder auch beiläufig ausgesprochen [oder gedacht] werden, ihre Wirkung kann sehr einschneidend oder auch weniger stark sein. Sie sind mit einer Lanze vergleichbar, die man auf jemanden wirft. Diese kann mehr oder weniger gefährlich treffen, je nachdem wie gezielt und geschickt sie abgeworfen wurde. Die innere Haltung des potenziellen Opfers spielt dabei eine maßgebliche Rolle: Der Angegriffene kann voller Angst erstarren und die volle Wirkung des Wurfs abkriegen. Er kann aber auch den Wurf beispielsweise mit einem Schild abwehren.[a] Wenn der Verfluchte sich also dem Fluch gegenüber als ohnmächtig und ausgeliefert empfindet, so lässt er die Energie, die auf ihn einwirkt, zu und bietet Angriffsflächen, die ihn verletzlich machen. Reagiert er mit Empörung oder Wut, so gewinnt die negative Energie sogar an Kraft und wird noch machtvoller. Wenn er sich jedoch in seinem Ich verankert und ein Bewusstsein davon bildet, dass er in seinem geistigen Kern unantastbar ist, erzeugt er ein geistiges Schutzschild, das ihn energetisch abschirmt.
aus «Brücken zwischen Leben und Tod»; S.117f
a] In diesem Fall kehrt der Fluch zum Urheber zurück.