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Zitatensammlung
Teil 2
Zitat von Karsten MASSEI zur
ÜBERSINNLICHEN FORSCHUNG
Es liegt in der Natur übersinnlicher Forschungsresultate, dass sie vom Forscher nicht mit der Erwartung verbunden sind, dass man sie vorbehaltlos annimmt. Sie sollen vielmehr als Anregungen zu eigenen Überlegungen und eigenem Forschen verstanden werden. Übersinnliche Forschungsergebnisse sollen praktisch wirksam werden können. Das bedeutet aber, dass sie nicht als absolute Wahrheiten behandelt werden dürfen [genauso wenig wie die sinnlich-naturwissenschaftlichen]. In der Praxis können sie sich nur bewähren, wenn sie von den Menschen, die sich mit ihnen vertraut machen wollen, geprüft werden.
[...] Das Hinschauen auf die Phänomene der sinnlichen Welt offenbart dem Beobachter nur einen Teil der Lebenswirklichkeit. Ein wesentlicher Teil der Wirklichkeit bleibt der sinnlichen Wahrnehmung verborgen. Die Begegnung mit den Sinnestatsachen führt den Betrachtenden an eine Grenze. Er erlebt, dass die Dinge, die er wahrnimmt, an einem bestimmten Punkt der Begegnung gewissermaßen verstummen. Er fühlt sich unfähig, sich selbst so zurückzuhalten, so aus dem Spiel zu nehmen, dass die Dinge und Wesen selber sprechen können. Er erlebt sich selbst als das größte Hindernis, um zu einer Wesenserkenntnis zu erlangen. Hat man diesen Punkt erreicht und erlebt, bietet sich erst die Möglichkeit, sinnvoll weiterzuschreiten. Es lässt sich nun die überraschende Erfahrung machen, dass das Wesentliche gar nicht hinter den Erscheinungen verborgen bleibt. Es offenbart sich vielmehr durch das, was uns die Sinne vermitteln. Indem man das eingehend beobachtet, was man durch die Sinne erfahren kann, erkennt man, dass das durch sie Wahrgenommene zu einem Feld der Offenbarung werden kann. Man muss die Dinge nur ernsthaft und geduldig betrachten. Die genaue Betrachtung der sinnlichen Tatsachen, die sich in den Pflanzen, den Tieren, Mineralien, aber auch in den Landschaften und selbst durch den Menschen zeigen, ist der erste und wesentliche Schritt zum Gewahrwerden von Wesensoffenbarungen. Farben, Formen, Bewegungen, Gebärden sind Buchstaben einer Sprache der Dinge selbst. Der Sinn dieser Buchstaben lässt sich erahnen, wenn man die einzelnen Beobachtungen in einer innerlichen Bewegung oder Gebärde der eigenen Seele übergibt. Die Seele des Menschen kann in den Phänomenen lesen. Ihr ist es möglich, den Sinnzusammenhang, von dem die einzelnen Beobachtungen jeweils nur Teilaspekte sind, zu erahnen und schließlich zu erkennen. Die sinnlichen Phänomene mit Geduld und Ausdauer zu betrachten und sie in der Seele erklingen zu lassen, führt mit der Zeit dahin, die geistigen Geheimnisse, von denen die Sinnestatsachen durch ihr Dasein sprechen, zu ergründen.
Der Mensch kann lernen, sich so als seelisches und denkendes Wesen in die Beobachtung hineinzugeben, dass die Dinge zu sprechen beginnen. Es allerdings notwendig, dass man die Wahrnehmungen, die man macht, mit dem Bewusstsein so intensiv wie möglich begleitet. Die Grundlage der im Folgenden geschilderten übersinnlichen Beobachtungen ist ein Erkenntnisweg, der durch die Verfeinerung der sinnlichen Wahrnehmungsfähigkeit zu Wahrnehmungen übersinnlicher Phänomene führt. Wenn man diesen Weg geht, erlangt man zuerst die Fähigkeit, diejenigen geistigen Wesen wahrzunehmen, die man die Wesen der elementaren Welt nennt. Sie leben in unmittelbarem Zusammenhang mit der sinnlichen Welt. Sie sind in diese verzaubert.
Der weitere Weg in der Entwicklung übersinnlicher Fähigkeiten führt schließlich dahin, geistige Wesenheiten wahrzunehmen, die sich nicht unmittelbar in der sinnlichen Welt offenbaren, wie die Elementarwesen. Diese Wesen sind höherer Natur und stehen über den Elementarwesen. Um sie wahrzunehmen, sind höhere Seelenfähigkeiten nötig. Man bezeichnet sie als Wesen, die dem astralen [von den Sternen regierten] Reich angehören, während Elementarwesen im Ätherreich beheimatet sind. Indem man in das Reich der astralen Wesenheiten eintritt, wird man der Gruppenseelen der Tiere gewahr. Sie leben in der astralen Welt, so wie wir Menschen mit unserem Ich in der physischen Welt leben.
aus «Die Gaben der Bienen»; S.14ff