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Zitatensammlung
Teil 2
Zitate von M.SCALIGERO zu
ZEIT und RAUM
Die Zeit ist außerhalb der Quantität. Sie ist nicht meßbar. Meßbar ist ihr Gespenst. Sie selbst ist nicht die Aufeinanderfolge, sondern das, was die Aufeinanderfolge beherrscht.
Die Aufeinanderfolge ist nicht die Zeit, sondern ihr Fall in die Verzauberung des Raums.
In jedem Augenblick der verlorenen Zeit kann die Zeit wiedergefunden die Illusion der Erinnerung erkannt, das in Wahrheit nichtvergangene Vergangene erschaut und der Geist, der die wirkliche Zeit ist, wiederentdeckt werden.
Das ist möglich in der Kontemplation. Daher ist im Zugleich des Denkens die Diskontinuität der endlichen Welten überwunden; wir sehen die Zeit wieder in ihrer wahren Perspektive.
Das ist die Erinnerung, die der Geist vollzieht, wenn er sich von den Körperbeziehungen befreit: nach dem Tode oder auch - kraft eines Übens - während des Lebens: oder in jenen seltenen Momenten, in denen der Tod uns streift, wo sich für Augenblicke der Lebensleib - der ätherische Leib- aus seiner physischen Umhüllung löst und sich als eine Synthese aller Lebensereignisse zeigt. Als ein Zeitpanorama, augenblickshaft, das von außer der Zeit her auftaucht.
So ist der wahre Raum vom Menschen erfahrbar.
Die Hilfe der Zeit ist: in Jahre, Monate, Tage, Stunden, Augenblicke das zu unterteilen, was der Mensch niemals auf der physischen Erde als Überzeitlichkeit des Geistes verwirklichen könnte: diese drängt im Menschsein und äußert sich als Kontinuität der Ereignisabläufe und als Fähigkeit, Gemütszustände und die in der Zeit ablaufenden Gedanken zu synthetisieren.
Die wahre Zeit vergeht nicht: sie ist das Gehen selbst und zeigt damit ein Wesen, dessen Strömen sich nicht erfassen läßt. Wo man das Strömen durch sinnliche Zeichen festhalten will, verliert sich die Zeit.
aus «Segreti dello spatio e del tiempo»; div