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Zitatensammlung
Teil 2
Zitate von Georg KNIEBE zur
WOLKENBILDUNG
Die Wolkenbildung ist deutlich geprägt durch den Übergang von Wasser und Dampf. Dampf ist ja nicht, wie man oft fälschlich sagt, der weiße Nebel, den man mit Augen sehen kann. Dieser Nebel und auch die Wolken sind vielmehr kleine Wassertropfen (gelegentlich auch Eiskristalle). Der eigentliche Dampf ist dagegen eine unsichtbare Beimischung der Luft, die wir nicht wahrnehmen können - es sei denn durch unsere Haut, die durchaus spürt, ob die Luft trocken oder feucht ist. In jeder Wolke also ist der Dampf bereits wieder in den wässrigen Zustand zurückgekehrt. Dabei hat er die Wärme, die er bei seiner Entstehung aus der Umgebung aufnahm, wieder an die Luft abgegeben, die also bei der Wolkenbildung wärmer wird. Dadurch kann sie (mit der Wolke) höher steigen. So formen sich an warmen Sommertagen die Gewittertürme; der Antrieb zu ihrer Formung kommt aus dem Verdunsten und Kondensieren des Wassers.
S.34f
[...] In den Wolken wird der Wind Bild,[a] weil sich die Lufthülle Bestandteile der Wasserwelt ausleiht.
Wenig Rhythmus werden wir noch gewahr, wenn die Wolken niedrig über uns hinjagen. Je höher sie aber über uns segeln, um so mehr zeigen sie Gliederung und Regel. In günstigen Fällen kann ein Wolkenstreifen in deutlichen Wellen gegliedert sein, die sich dem Auge zeigen. Oder das ganze Feld des Himmels ist durch «Schäfchenwolken» [Cirrocumuli] als regelmäßiges Muster geordnet, das, in zeitlicher Folge, mit zarten Vorboten beginnt, sich allmählich verdichtet und schließlich in eine einheitliche Wolkendecke [Nimbus] verfließt. Dann ist vom Erdenstandpunkt aus nicht mehr viel vom Wolkenrhythmus wahrzunehmen. Von oberhalb aber, aus dem Flugzeug, weisen auch solche Wolkendecken noch eine rhythmisch gegliederte, wellenartige Oberfläche auf. Und was wir unten nur noch als Unwetter oder Sturm wahrnehmen können, zeigt sich dem weit entfernten Beobachter aus dem Weltenraum (für uns heute durch Fotos nachvollziehbar) als ein schöner, spiralig gestalteter Wirbel mit einem Zentrum, das über die Erde hinzieht. Könnten wir die Bildung dieser Zyklonen [b], ihr Wachsen und Nachlassen unbeteiligt von außen wahrnehmen, wir wären wohl geneigt, diese Wettergebilde als Lebewesen mit so etwas wie einer Biographie gelten zu lassen. Die Meteorologen geben ihnen sogar eigene Namen.
S.65f
aus «Die vier Elemente»
a] vgl. Sur. 15,22
b] Tiefdruckgebiete, die von oben her gesehen in der Nordhemisphäre gegen den (up), in der Südhemisphäre im Uhrzeigersinn (down) drehen (vgl »TzN Jun.2011«)
dazu Zitate vom Luftwesen WALLINIJU
Die Schafe sind schon durchgezogen. Vor dem Teppich her. Das ist aber diesmal Altostratus opacus. Sie zeigen ein länger andauerndes Schlechtwetter an. Sie gehören zur Wetterphase aufkommender Wetterumschwung bzw. Wetterumschlag. Wenn diese Schicht sich verdoppelt, wird es noch schlechter. Warum nennt ihr eigentlich solches Wetter schlechtes Wetter?
[...]
Vor allem, weil ihr das Wetter mit euren Gedanken und Seelenregungen selber bestimmt.
S.36f
Am besten sind Kaltfronten zu sehen, aber auch bei der Okklusion [Vermischung von Kalt- und Warmluft] kann man Bewölkungswechsel beobachten. Sie sehen aus wie Rührspuren in einer Farbmischung. Alles ist lauwarm, aber man sieht noch die Spuren der Durchmischung.
Die verschiedenen Wolkenwesen haben enge Beziehungen zu diesen Fronten. Kaltfronten kündigen sich durch die hohen, feinen Federwolken an. Warmfronten erscheinen eher mit dem Verschwinden von Wolken. Deswegen sind sie schwerer zu beobachten. Bildhaft sind Warm- und Kaltfront sozusagen die Kiefer des Wetterwesens, während die Okklusion den Schluckvorgang darstellt. Es ist sogar ein realer Schluckvorgang: Die warme Luft wird von dem Luftwirbel hineingesaugt, also nach unten geführt. Die Meteorologen haben dafür den Ausdruck geprägt: „Das Tief füllt auf”, d.h. es wird satt.
S.45
Hochliegender Dunst besteht aus feinen Eiskristallen. Es ist feuchter Dunst. Trockener Dunst besteht aus Staub u.ä.
Aus dem aktuellen Dunst entstehen häufig Cumuluswolken. Diese Haufenwolken gibt es als tiefe, mittelhohe und hohe Wolken. Es gibt sie in jeder Etage. Eine der typischen Haufenwolken ist die Cumulus humilis. Das sind jene Wolken, welche unten platt sind. Eure aktuellen Wolken sind inzwischen Cumulonimbus capillatus. Bei keiner Wolkenart gibt es so viele Sonderformen.
Im Regelfall verdichten sich die Cumulonimbus zu [artenlosen] Nimbostratus, aus denen es dann wieder regnet. Das ist der Lauf der Dinge, wenn eine Front aufzieht. Es regnet zwar nicht bei jeder Front, es kann aber regnen.
S.56
in «Mühlengespräche IV»