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Zitatensammlung
Teil 2a: aus dem AT
GENESIS / IM ANFANG בראשית
Kap.49, Vers 1-28
49,1
Dann rief Jakob seine Söhne und sprach: „Versammelt euch! Ich will euch künden, was euch in künftigen Tagen begegnen wird.
Jaakob berief seine Söhne und sprach:
Gesellt euch zueinander,
daß ich melde,
was euch begegnet in der Folge der Tage.
49,2
Kommt zusammen! Hört, ihr Söhne Jakobs,
hört auf Israel, euren Vater!
Tretet zuhauf
und hört, Söhne Jaakobs,
hört auf Jiſsrael, euren Vater!
49,3
Ruben, mein Erstgeborener, du meine Stärke, der Erstling meiner Manneskraft! Erster an Hoheit und erster an Macht.
Ruben,
mein Erstling bist du,
meine Kraft, meiner Mächtigkeit Anfang!
Ragende Würde, ragender Trotz!
49,4
Du schäumtest über wie Wasser. Nicht sollst du fürder der erste sein, weil du das Lager deines Vaters bestiegen hast. Du hast mein Lager entweiht, gegen mich.
Überschwall wie Wassers - ragest nimmer!
Denn du erstiegst das Bett deines Vaters,
damals gabst du ihn preis, der mein Lager erstieg.
49,5
Simeon und Levi, leibliche Brüder, sie haben die Gewalt ihrer Hinterlisten vollgemacht.
Schimon und Lewi
die Brüder,
Geräte der Unbill ihrer Karste!
49,6
In ihrem Rate weile ich nicht, an ihrem Kreis will ich keinen Anteil haben. Denn in ihrem Zorn haben sie Männer gemordet und in ihrem Übermut Stiere gelähmt.
Nimmer komme in ihren Rat meine Seele,
nimmer eine, meine Ehre, dich ihrer Versammlung!
Denn in ihrem Zorn erwürgen sie Männer,
in ihrem Mutwill lähmen sie Stiere.
49,7
Verflucht sei ihr Zorn, denn er war heftig, und ihr Grimm, denn er war grausam. Verteilen will ich sie in Jakob, zerstreuen will ich sie in Israel.
Fluch ihrem Zorn, daß er trotzt,
ihrem Grimm, daß er so hart ist!
Ich zerteile sie in Jaakob,
ich zerstreue sie in Jiſsrael.
49,8
Juda, dich werden deine Brüder loben, deine Hand wird auf dem Nacken deiner Feinde ruhen. Vor dir werden sich die Söhne deines Vaters neigen.
Jehuda, du,
dir danken deine Brüder.
Deine Hand deinen Feinden im Nacken!
Deines Vaters Söhne neigen sich dir.
49,9
Ein junger Löwe ist Juda, von der Beute erhebst du dich, mein Sohn. Dann streckt er sich hin, liegt wie ein Löwe da, wie eine Löwin. Wer darf ihn reizen?
Ein Löwenjunges Jehuda -
vom Zerfleischen, mein Sohn, steigst du empor!
Er kauert, er lagert,
wie der Leu,
wie die Löwin,
wer reizt ihn auf!
49,10
Nicht wird das Zeichen von Juda weichen, noch der Herrscherstab von seinen Füßen, bis daß Tribut ihm entrichtet wird und die Völker ihm gehorchen.
Nicht weicht von Jehuda das Szepter,
nicht zwischen seinen Füßen der Richtstab,
bis daß kommt Dems-zusteht, -
ihm der Völker Botmäßigkeit!
49,11
An den Weinstock bindet er sein Füllen und an die Rebe das Junge seiner Eselin. Er wäscht im Weine sein Gewand, sein Kleid im Blute der Reben.
An die Rebe bindet sein Füllen er,
an die Purpurranke sein Eslein,
wäscht im Wein sein Gewand,
seinen Umhang im Blut der Trauben,
49,12
Seine Augen sind dunkel wie Wein, seine Zähne weiß wie Milch.
die Augen funkelnd von Wein,
die Zähne weißschimmernd von Milch.
49,13
Sebulun wohnt am Gestade des Meeres, Steuermann ist er auf den Schiffen, seinen Rücken wendet er Sidon zu.
Sbulun,
am Gestade des Meers wohnt er,
an der Schiffe Gestad,
den Rücken an Sidon gelehnt.
49,14
Issachar ist wie ein knochiger Esel, der zwischen Hürden sich lagert.
Jiſsachar,
ein knochiger Esel,
lagernd zwischen den Hürden -
49,15
Da er sah, daß die Ruhe schön sei und lieblich das Land, beugte er seinen Rücken zum Lasttragen und wurde ein Fronknecht.
er sah Ruhe, daß sie ein Gut,
das Land, daß es freundlich war,
zum Lasttragen neigte er seine Schulter
und wurde ein Fronknecht.
49,16
Dan schafft seinem Volke Recht wie irgendeiner der Stämme Israels.
Dan
dient um Recht seinem Volk,
wie nur einer von Jiſsraels Zweigen.
49,17
Dan sei wie eine Schlange am Wege, wie eine Viper am Pfad, die dem Roß in die Fesseln sticht, so daß sein Reiter rücklings fällt.
Eine Schlange wird Dan am Weg,
eine Hornotter am Pfad,
die beißt die Fersen des Rosses,
und rückwärts stürzt sein Reiter.
49,18
Auf dein Heil harre ich, o Jahwe!
Zu deiner Freiheit streck ich mich, DU!
49,19
Gad, Räuberscharen bedrängen ihn; doch er drängt ihnen nach auf der Ferse.
Gad,
Gedräng der Räuberschar umdrängt ihn,
doch schon drängt auf der Ferse er nach.
49,20
Aser besitzt Brot in Fülle und liefert königliche Leckerbissen.
Ascher,
seine Nahrung ist Fettigkeit,
Königsleckerein gibt er her.
49,21
Naphtali ist wie eine flüchtige Hindin, die liebliche Hirschkälber gibt.
Naftali,
eine losgelassene Hindin,
er der Wohllaut-Sprüche ausgibt.
49,22
Joseph ist ein junger Fruchtbaum an der Quelle; seine Zweige ranken sich über die Mauer.
Sprossender Fruchtstock
Joſsef,
sprossender Fruchstock am Quell,
Tochtergesproß schwingt sich mauerhinan ...
49,23
Bitterkeiten bereiteten ihm Pfeilschützen, sie zielten auf ihn und befehdeten ihn.
Wider ihn erbittert beschießen,
befehden die Pfeilmeister ihn,
49,24
Aber ihr Bogen wurde zerbrochen von einem Starken, die Sehnen ihrer Arme wurden zerrissen von den Händen des Starken Jakobs, vom Namen des Steines Israels,
doch im Urstand bleibt sein Bogen,
seine Hände Arme schnellen:
von den Händen des Recken Jaakobs her,
von dort her,
dem Hirten vom Jiſsraels-Stein.
49,25
von dem Gott deines Vaters, der dir Hilfe sendet, von El Schaddai, der dich segnet mit der Segensfülle des Himmels droben und mit der Segensfülle der Tiefe, die unten sich lagert, mit der Segensfülle aus Brust und Mutterschoß,
Vom Gott deines Vaters -
er helfe dir,
von dem Gewaltigen -
er segne dich:
Segnungen des Himmels von droben,
Segnungen des Wirbels, der drunten lagert,
Segnungen von Brüsten und Schoß!
49,26
mit der Segensfülle der Ähren und Blüten, mit der Segensfülle der ewigen Berge, der Pracht der uralten Hügel. Sie mögen kommen auf Josephs Haupt, auf den Scheitel des Geweihten unter seinen Brüdern.
Die Segnungen deines Vaters wuchsen
an die Segnungen der ewigen Berge,
an die Lust der Weltzeit-Höhn -
sie mögen sich senken auf Joſsefs Haupt,
auf den Scheitel des Geweihten unter seinen Brüdern.
49,27
Benjamin ist ein reißender Wolf. Raub verzehrt er am Morgen, Beute verteilt er am Abend.”
Binjamin,
ein Wolf, der zerfleischt,
am Morgen noch frißt er den Raub,
am Abend verteilt er schon Beute.
49,28
Alle diese sind die zwölf Stämme Israels, und dies ist es, was ihnen ihr Vater sagte, als er sie segnete. Jedem von ihnen gab er seinen entsprechenden Segen.
All diese sind Jiſsraels Zweige, zwölf,
und das ist, was ihr Vater redete zu ihnen;
er segnete sie,
jeden mit dem, was ihm als Segen gehörte, segnete er sie.
aus «Die Bibel (Jerusalemer)»; S.74ff
im Vergleich zu «Die Schrift 1: Die fünf Bücher der Weisung»