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Zitatensammlung
Teil 2a: aus dem AT
GENESIS i.e. בראשית (IM ANFANG)
Kap.4, Vers 1-16
zu den hebräischen Begriffen siehe Hebraica
4,1
Der Mensch [אדם] erkannte [ידע] sein Weib Eva [חוה]. Sie empfing [תהר] und gebar [תלד] Kain [קין]. Da sprach sie: „Einen Mann habe ich durch Jahwe erhalten.”[a]
Der Mensch erkannte Chawwa sein Weib,
sie wurde schwanger, und sie gebar den Kajin.
Da sprach sie:
Kaniti -
Erworben habe ich
mit IHM einen Mann.
4,2
Und sie gebar nochmals, seinen Bruder Abel [הבל]. Abel wurde ein Schafhirt [רעה צאן], Kain aber wurde ein Ackerbauer [עבד אדמה].
Sie fuhr fort zu gebären, seinen Bruder, den Habel.
Habel wurde ein Schafhirt, Kajin wurde ein Diener des Ackers.
4,3
Nach geraumer Zeit geschah es nun, daß Kain von den Früchten des Feldes Jahwe [יהוה] ein Opfer [מנחה] darbrachte.
Nach Verlauf der Tage wars,
Kajin brachte von der Frucht des Ackers IHM eine Spende,
4,4
Auch Abel brachte ein Opfer dar von den Erstlingen seiner Herde, und zwar von ihrem Fett. Und Jahwe schaute gnädig auf Abel und sein Opfer.
und auch Habel brachte von der Erstlingen seiner Schafe, von ihrem Fett.
ER achtete auf Habel und seine Spende,
4,5
Auf Kain und sein Opfer aber schaute er nicht. Deshalb wurde Kain sehr zornig und senkte sein Angesicht [פניו].
auf Kajin und seine Spende achtete er nicht.
Das entflammte Kajin sehr, und sein Antlitz fiel.
4,6
Da sprach Jahwe zu Kain: „Warum bist du zornig und senkst du dein Angesicht?
ER sprach zu Kajin:
Warum entflammt es dich? warum ist dein Antlitz gefallen?
4,7
Wenn du recht handelst, erhebst du nicht das Haupt? Wenn du aber nicht recht handelst, ist dann nicht die Sünde an der Tür, ein lauerndes Tier, das nach dir verlangt und das du beherrschen sollst?”
Ists nicht so:
meinst du Gutes, trags hoch,
meinst du nicht Gutes aber:
vorm Einlaß Sünde, ein Lagerer,
nach dir seine Begier -
du aber walte ihm ob.
4,8
Indessen sprach Kain zu seinem Bruder Abel: „Laßt uns aufs Feld gehen!” Als sie aber auf dem Feld waren, erhob sich Kain wider seinen Bruder Abel und schlug ihn tot.
Kajin sprach zu Habel, seinem Bruder.
Aber dann wars, als sie auf dem Felde waren:
Kajin stand auf wider seinen Bruder und tötete ihn.
4,9
Da sagte Jahwe zu Kain: „Wo ist dein Bruder Abel?” Er antwortete: „Ich weiß es nicht. Bin ich denn der Hüter meines Bruders?”
ER sprach zu Kajin:
Wo ist Habel dein Bruder?
Er sprach:
Ich weiß nicht. Bin ich meines Bruders Hüter?
4,10
Darauf sprach er: „Was hast du getan! Höre, das Blut deines Bruders schreit zu mir von der Erde.
ER aber sprach:
Was hast du getan!
die Stimme des Geblüts deines Bruders schreit zu mir aus dem Acker.
4,11
Und nun: Verflucht seist du, verbannt von dem Ackerboden, der seinen Mund aufgetan hat, um das Blut deines Bruders von deiner Hand aufzunehmen.
Und nun,
verflucht seist du hinweg vom Acker,
der seinen Mund aufmachte, das Geblüt deines Bruders aus deiner Hand zu empfangen.
4,12
Wenn du den Ackerboden bebaust, soll er dir fortan keinen Ertrag mehr geben. Unstet und flüchtig sollst du auf Erden sein.”
Wenn du den Acker bedienen willst,
nicht gibt er dir fortan seine Kraft.
Schwank und schweifend mußt du auf Erden sein.
4,13
Da sprach Kain zu Jahwe: „Zu groß ist meine Strafe, als daß ich sie tragen könnte.
Kajin sprach zu IHM:
Allzu groß zum Tragen ist meine Verfehlung.
4,14
Siehe, du treibst mich heute vom Ackerboden weg, und vor deinem Angesicht muß ich mich verbergen. Ich muß unstet und flüchtig auf Erden sein, und jeder, der mich findet, wird mich töten.”
Da, du vertreibst mich heute vom Antlitz des Ackers,
vor deinem Antlitz muß ich mich bergen,
schwank und schweifend muß ich sein auf Erden, -
so muß es sein:
allwer mich findet, tötet mich!
4,15
Jahwe aber sprach zu ihm: „Keineswegs! Jeder, der Kain tötet, an dem soll man es siebenfach rächen.” Und Jahwe machte an Kain ein Zeichen, damit ihn nicht jeder töte, der ihn fände.
ER sprach zu ihm:
So denn,
allwer Kajin tötete, siebenfach würde es geahndet.
Und ER legte Kajin ein Zeichen an,
daß ihn unerschlagen lasse, allewer ihn fände.
4,16
Kain aber ging von dem Angesicht Jahwes hinweg und ließ sich im Lande Nod [ארץ־נוד] östlich von Eden nieder.
Kajin zog von SEINEM Antlitz hinweg
und wurde erst seßhaft im Lande Nod, Schweife, östlich von Eden.
aus «Die Bibel (Jerusalemer)»; S.16f
im Vergleich zu «Die Schrift 1: Die fünf Bücher der Weisung»

a] auch „Zum Mann erworben habe ich mir JHWH!”