zum IMPRESSUM
Zitatensammlung
Teil 3: Lexikon
(altägypt. , mittelbabylon. Ria) wurden in Ägypten sowohl die Sonne, als auch der offenbare Sonnengott genannt. Schon früh war ihm zu On (griech. Heliópolis ~ Sonnenstadt) eine Kultstätte geweiht. Er wurde mit Harachte verquickt, von dem er zur menschlichen Gestalt den Falkenkopf erhielt. In seiner Verbindung mit Atum gilt er als Schöpfer der Götter und der Welt. Zudem wurde er Amun und dem Krokodilgott Suchos gleichgesetzt. In seiner Barke überquert der Sonnengott und Weltenlenker den Himmelsozean, begleitet von seinem Wesir Thot und seiner Tochter Maat, der Verkörperung der kosmischen Ordnung. Auf seiner Fahrt durchs Nachtreich (die Unterwelt) wird er von der Apophisschlange bedroht, jedoch von Seth beschützt; auch Mehen (~ Ringler), die sich über dem Barkendach windende Schlange, dient der Abwehr böser Mächte. Das Sonnengestirn galt als der sichtbare Leib des Himmelsherrn, insbesondere als sein Auge. Seit der IIII.Dynastie bezeichneten sich der jeweilige Pharao als „Sohn des Re”, womit er nicht mehr der Gerichtsbarkeit des Osiris unterstand. Res Kultsstein ist der Obelisk, dessen (häufig vergoldete) Spitze morgens von den ersten Sonnenstrahlen getroffen wurde (Isisblitz), abends von den letzten (Nephthysglanz).
nach «Lexikon der Götter und Dämonen»
und «Geschichte der religiösen Ideen Bd.1»; S.90