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Zitatensammlung
Teil 3: Lexikon
Mot
Mot (semit. mõt, מות ~ Tod), ein Sohn des El, ist ein semitischer Gott der Dürre und der Unfruchtbarkeit, vor allem aber die einzige Personifikation des Todes im Vorderen Orient. Als Herr der Unterwelt hütet er das „Leichenhaus der Erde”. Als Gegenspieler des Fruchtbarkeitsgottes Baal, welcher Jamm getötet hatte, rief er diesen zu sich in die Unterwelt. Auf die Klage „Baal ist tot!” fuhr die Göttin Anat zu Mot hinab, ergriff ihn und „mit einer Klinge schneidet sie ihn, mit der Schwinge worfelt sie ihn, mit dem Feuer brät sie ihn, mit der Handmühle mahlt sie ihn, in die Felder sät sie ihn, und die Vögel fressen ihn”, was dann die Wiederauferstehung und -herrschaft Baals zur Folge hatte.
Wahrscheinlich meint Philon von Byblos Mot, wenn er von einem Gott Muth spricht, den die Phönizier thánathos (~ Tod) nennen.
nach «Lexikon der Götter und Dämonen»
und «Geschichte der religiösen Ideen Bd.1»; S.150ff