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Zitatensammlung
Teil 3: Lexikon
Mithras

Mithras war urprünglich Mithra, eine altpersische Lichtgottheit, welche mit Arjaman (~ Arierschutz) und Bhaga (~ Teil) in Verbindung stand. Im «Rigveda» ist jenem nur ein Hymnus (III,59) gewidmet. Zum Lieblingsgott der Soldaten und Seefahrer im I. und II. nachchristlichen Jahrhundert wurde Mithras im gesamten Imperium Romanum als Gott der Bekämpfung des Bösen, der Treue, ja der Wahrheit, dessen Mysterien Frauen ausschlossen. Diese wurden nächtlich in unterirdischen Räumen (Mithräen) vollzogen, indem in Nachfolge des Gottes ein Stier (vgl. Apis) rituell getötet wurde, um Kraft und Fruchtbarkeit zu spenden. Später steigerte sich dies zum Kult des Sol invictus (~ unbesiegbare Sonne), mit dem zusammen das himmlische Mahl (Brot und Wein) eingenommen werden konnte. Neben Mithras, der den Beinamen Nabarzes (~ Unüberwindlicher) trägt, erscheinen oft Cautes und Cautopates. Die spätantike Universalität des Gottes zeigt sich in verschiedenen Symbiosen mit anderen Göttern (Mercurius, Serapis oder gar Zeus).

ABGEBIILDET ist er entweder geboren aus einem Felsen oder den Stier opfernd.
Seine ATTRIBUTE sind die Mithra (~ Bischofsmütze), die Fackel und das Ährenbündel.
nach «Lexikon der Götter und Dämonen»
und «Geschichte der religiösen Ideen Bd.1»; S.191f