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Zitatensammlung
Teil 3: Lexikon
Kabiren
Kabiren (ηἱ Κάβειροι) waren ursprünglich wohl kleinasiatische Erd- und Vegetationsgottheiten. Über die Ägäis kam ihr Kult nach Griechenland, wo er vor allem auf den Inseln Lémnos und Samothráke gepflegt wurde; auf letzterer fanden Ἄξιερος (Áxieros), Ἀξιοκήρσα (Axiokérsa) und Ἀξιοκήρσος (Axiokérsos) ihre eigentliche Heimstatt. Unter dem Einfluss orphischer Mysterien wurden sie mancherorts μεγάλοί ϑεοί (megáloi theoí ~ Grosse Götter) gerufen, besonders von Seeleuten in Not. Den Söhnen der Kabiren, Tochter des Próteus, standen eigene Mysterien zu. Auf Lémnos nannte man sie auch Ήφαίστοι (Hephaístoi ~ Hephaistossöhne, Schmiede), die den mehr unterweltlichen Τελχϊνες (Telchïnes) auf Rhódos nahestanden, welche die ersten Götterbilder schufen.
Mit Bezug auf die Szene „Felsbuchten des ägäischen Meers” in «Faust II» sprach Steiner am 25.I.1919 von den Kabiren als Repräsentanten der drei unteren Wesensglieder.
ABGEBILDET waren im samothrákischen Initiationsraum nur zwei als phallische Hermen - der dritte, „Liebling der grossen Mutter”, blieb verborgen.
nach «Lexikon der Götter und Dämonen»
und «Die Mythologie der Griechen»; S.86ff