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Zitatensammlung
Teil 3: Lexikon
Anubis
Anubis (vermutlich von inpu ~ Hündchen) ist als Sohn der Nephthys der ägyptische Totengott (Memphis nannte Bastet seine Mutter). Schon in den Pyramidentexten wurde er im westlichen Totenland vorgestellt, wo er „die Herzen zählt”. In der Gegend von Assiut trug er den Beinamen „Herr der Höhlenöffnung” (des Nekropolen-Eingangs). Damit ist er „Herr der Gotteshalle und der Reinigungsstätte” und leitet das Mumifizieren an, übernimmt also die rituelle Vorbereitung des Leichnams und seine Verklärung. Aus alten Texten kennt man die Vorstellung „Anubis auf seinem Sockel”; in Neuen Reich wird er als Wachhund auf einem Kasten (Sarg bzw. Eingeweidekasten) dargestellt. Mit der wachsenden Bedeutung des Osiris als neuer Totenherrscher gerät er zu dessen Untergebenen; als solcher leitet er das Wiegen der Herzen beim Totengericht. Wichtige seiner Kultorte wurden von den Griechen Κυνόπολις (Kynópolis ~ Hundestadt) genannt. In der interpretatio græca wird er dem Seelengeleiter Έρμης (Hermēs) gleichgesetzt.
ABGEBILDET ist er in Gestalt eines Hundes oder Schakals, auch in Menschengestalt mit Hundekopf.
Sein ATTRIBUT ist gelegentlich ein Schlüssel, oder er hält das anch des Verstorbenen.
nach «Lexikon der Götter und Dämonen»