zum IMPRESSUM
Zitatensammlung
Teil 3: Lexikon
Ahura Mazda
Ahura Mazda (altiran. ~ Grosse Aura, Herr der Weisheit; mittelpers. Ôhrmazd) wurde im vorzarathuštrischen Iran als höchster Gott verehrt, als Herr der Himmel und Vater unzähliger Wesen, sodass er den Beinamen „der Weitblickende” erhielt. Das sternenübersäte Firmament galt als sein Mantel. Im altindischen Mythos entspricht ihm Waruna.
Zarathuschtra verkündete ihn als den wahren Gott. Er habe den Gegensatz von Spenta Mainju und Angra Mainju (Ahriman) über das Zwillingspaar ascha (~ Recht) und drug (~ Trug) eingeleitet. Durch Ihn werde das Licht sichtbar und diene Seinem Lobpreis. Ihm gelte es nachzueifern, wobei sich das Gute vom Bösen mithilfe des Feuers unterscheiden liesse.
Das oberste Licht, die Sonne, wurde später als Gottesgestalt aufgefasst; im Awesta werden Sonne und Mond Augen des A.M. genannt, dessen Bedeutung mit der des Spenta Mainju zusammenfiel. Der von ihm erschaffenen Welt der Wahrheit und des Lichtes stünde die Welt der Blendung und Finsternis gegenüber. Bei König Darius d.Gr. ist Ahuramazda der „oberste der Götter”, neben dem alle andren Götter zurücktreten. Die Parther nannten ihn Oromasdes. Im Manichäismus findet man seine Spur in Ohrmizd.
ABGEBILDET ist er auf assyrischen und von dort übernommenen achämenidischen Siegeln in einem geflügelten Ring, manchmal auch darüber hinausragend; auf sassanidischen Reliefs zu Pferde mit einer Zinnenkrone oder eines chwarnah (~ Krone der Herrlichkeit, Glorie).
nach «Lexikon der Götter und Dämonen»
und «Geschichte der religiösen Ideen Bd.1»; S.285ff
und «Die Durchlichtung der Welt»; S.46ff+100ff