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Gedichtsammlung
Schön und Erhaben
Stolz und herrlich erscheint das Erhab'ne, mit göttlicher Großkraft,
Und der bewundernde Geist staune mit heiliger Furcht.
Doch mit stiller Gewalt, in süßer, lieblicher Anmut,
Naht sich das Schöne; es schlägt, selig begeistert, das Herz.
Wenn das Erhab'ne sinkt, dann, stolz und groß noch im Falle,
Stürzt es durch göttliche Macht, und es erzittert die Welt.
Aber das Schöne bleibt, es kann nicht verblühn und versinken,
Und in der liebenden Brust strahlt es mit ewiger Glut.
Theodor Körner
aus «Sämtliche Werke»; S.79