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Neudenken:
Schlaf
Für das Verhältnis des physischen und Ätherleibes zu den höheren Wesensgliedern [a] sind der Schlaf und das Traumleben ein Ausdruck. Zum Schlaf kommt es dadurch, daß der Astralleib seine Verbindung mit dem Nerven-Sinnessystem löst und nur noch durch das Stoffwechselsystem (also unbewußt) in den Organismus hineinwirkt. Der Astralleib wechselt also die Richtung seiner Tätigkeit: im wachen Zustand hat er die Tendenz von oben nach unten, im Schlaf von unten nach oben; tagsüber dient er dem Bewußtseinsprozeß,[b] nachts dem Stoffwechselaufbauprozeß. Das Erwachen besteht darin, daß sich der Astralleib mit dem Nerven-Sinnessystem verbindet. Damit zieht aber auch das Ich, die Individualität des Menschen, in den Organismus ein. Das Ich zentriert das durch den Astralleib vermittelte Bewußtsein zum Ichbewußtsein.
Von großer Bedeutung ist die Art des Schlafvorganges: leichtes oder schweres Einschlafen, rasches oder mühsames Erwachen weisen auf das Verhältnis hin, das der Mensch zu physischer und geistiger Welt hat. Bedeutsam sind dabei die Zwischenzustände, d. h. das Traumleben. Es können z. B. Organträume vorliegen, in denen ein Mensch die Bildekräfte, die einem Organ zugrunde liegen, als Bild erlebt, weil das betreffende Organ nicht richtig ergriffen wird von den Wesensgliedern und deshalb die Bildekräfte frei werden können. Oder es kann sich darum handeln, daß Astralleib und Ich von sich aus zu wenig Tendenz haben, in die unteren Wesensglieder hineinzuwirken. Dann wird der Zustand vor dem Aufwachen, wenn also der Astralleib den Ätherleib erst berührt, längere Zeit festgehalten, so daß sich Vorgänge im Astralleib am Ätherleib „spiegeln” können und bildhaft erscheinen. Das liegt auch dem Vorgang zugrunde, daß manche Menschen mit der Lösung eines Problems aufwachen. Für manche Menschen besteht hier die grundsätzliche Schwierigkeit, am Morgen wieder „zu sich” zu kommen, weil entweder die Aufbauprozesse zu lange nachwirken [...] oder eine mangelnde Inkarnationstendenz liegt vor [...].[c]
S.290f
[...] Nicht die Dauer des Schlafes allein ist entscheidend; diese kann außerordentlich verschieden sein. Mancher Mensch empfindet sich als schlaflos, ist es aber in Wirklichkeit nicht, da er eben mit weniger Schlaf auskommt. Wichtiger ist die Feststellung, ob die Schlafdauer, besser gesagt: Ruhezeit für die Regeneration ausreicht. So kann auch ein „schlechter” Schlaf für einen Menschen durchaus positiv sein, wenn er die Erlebnisse der Zwischenzustände zu nutzen versteht. Dies kann durchaus im Schicksal des Menschen begründet sein, [...]
S.320
Friedrich Husemann/Otto Wolff
aus «Das Bild des Menschen II»
Auch die Schlafgewohnheiten wandeln sich. Im ersten Lebensjahr schlafen die Kinder vormittags und nachmittags - auch draußen oder am offenen Fenster -, im zweiten nur noch am Nachmittag. Da wird dann wichtig, daß sie vor oder nach dem Mittagsschlaf an die Sonne kommen und nicht gerade die allerschönste Zeit verschlafen. Am offenen Fenster oder unter blauem Himmel finden die Kinder jetzt oft keine Ruhe mehr. Abends schlafen sie natürlich um so besser ein, je früher der Mittagsschlaf gehalten wurde. Je pünktlicher und selbstverständlicher man die Essens- und Schlafenszeiten einhält, um so weniger wird das Kind mit Launen, Quengeligkeit und Leerlauf reagieren. Kleine Kinder lieben nichts mehr als feste Gewohnheiten. Das Erleben einer regelmäßig wiederkehrenden Abfolge von Tätigkeiten stärkt nicht nur die Selbsterfahrung im Wiedererkennen, es ist auch die beste Grundlage für die Willenserziehung.[d]
Wolfgang Goebel/Michaela Glöckler
aus «Kindersprechstunde»; S.243
Unsere Anmerkungen
a] vgl. Mbl.5
b] und damit einem Abbauprozess
c] vgl. »TzN Okt.2009«
d] Der menschliche Wille wird gerade durch die fremdbestimmte Lebensweise aktueller Zivilisationen empfindlich beeinträchtigt, was von Konzentrations- bis zu Immunsystemschwächen führen kann. Ein selbst gestalteter und bewusst eingehaltener Schlaf-Wach-Rhythmus kann hier Abhilfe schaffen.