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Archiv: 2014
Jahresmittel:
22,7 / 12,6
Improvisationen zur AnthropoSophie heute
D e z e m b e r
FR
, 19. 19h-20h55
SA, 20. 17h-20h45
in IX., Liechtensteinstr.43 (Holzeingang)
Minuten werden Stunden
Meditation als Zeitberuhiger
Zeiteinheiten lassen sich dehnen oder zusammenziehen, nicht dem Chronometer nach, wohl aber dem Erleben. Insbesondere wenn sich der Mensch in sein Inneres zurückzieht, erweist er sich als Meister seiner Zeit. Im Ertasten der Leere verschwinden Sekunden, Minuten werden zu Stunden wie auch umgekehrt. Wenn nichts mehr den Strom treibt, breitet er sich zum See aus. Eigentlich ist Meditation angewandte Langeweile. [siehe auch zugehörigen »TzN«]
21 / 11
N o v e m b e r
FR
, 21. 19h-20h54
SA, 22. 17h-20h48
in IX., Liechtensteinstr.41/1.Stock: Top 21
Zurück ins Vergangene
Der Übergang ins Nachtodliche
Wer einmal geboren worden ist, hat gelernt, der Zukunft entgegenzuschauen, vielleicht sogar, aus der Vergangenheit zu lernen. Ist's genug, so wird gestorben. Dann aber wird der Zeitstrom umgekehrt erfahren, vom Todespunkt an wird "zurückgelebt". Unvorbereitet kann das zu Schwierigkeiten führen, weil es dabei rein gar nichts mehr zu steuern gibt. Vorbereitet ist freilich nur, wer alles Bindende mutig losgelassen hat. [siehe auch zugehörigen »TzN«]
22 / 10
O k t o b e r
FR
, 17. 19h-20h57
SA, 18. 17h-20h33
in IX., Liechtensteinstr.41/1.Stock: Top 21
Jahr, Tag und Monat
Sternrhythmen als Himmelszeiger
Knapp 30 Erdenjahre braucht der Saturn, um einmal die Sonne zu umkreisen, knapp 12 der Jupiter; weit über 1 Erdenjahr der Mars, unter einem die Venus. Der Merkur trudelt in kaum 88 Tagen rundherum. Alle Planeten drehen sich dabei wie die Erde um sich selber. Diese Rhythmen haben sich aus der Entstehung des Sonnensystems ergeben und werden unsrem Planeten über den Mond vermittelt. So zeigen sie Lebensläufe an. [siehe auch zugehörigen »TzN«]
19 / 12
S e p t e m b e r
FR
, 19. 19h-20h54
SA, 20. 17h-20h35
in IX., Liechtensteinstr.41/1.Stock: Top 21
Zeitgenossenschaft
Vom Sinn, hier und jetzt zu leben
Jede Generation findet sich aufs Neue bestimmten Umständen ausgesetzt, geographischen wie geschichtlichen, natürlichen wie kultürlichen. Das dazugehörige Menschenwesen muss sich diesen stellen. Mit einigen kommt es besser voran, mit andren weniger gut, und viele lassen es ganz einfach unbeteiligt. Wie findet es darunter seine mitgebrachte Aufgabe und setzt sie um? Denn das ist der tiefe Sinn seines Hereintretens. [siehe auch zugehörigen »TzN«]
24 / 16
A u g u s t
DO
, 14. - SO, 17.
in Ottenstein
Umwölkte Schöne
Klimakraft und Wetterseele
Gleicht unsere Erde nicht einer leicht und lebhaft Verschleierten? Ebenso zart wie großartig offenbart sich ihre Schönheit denen, die sie umkreisen; was auf dem Boden geschieht, sehen sie kaum. Zierende Wolkenbänder zeigen mächtige Strömungen und Verwirbelungen an. Immer wieder aber geben sie den Blick frei auf blaue Wasser- oder braungrüne Landmassen. Dort empfinden, fühlen und verstehen Menschen. Und das wirkt auf unsere schwungvolle, sterngetragene Planetendame zurück. Von Klima spricht man und rührt an den alt gewordenen Ausdruck ihrer Lebendigkeit. Witterung hingegen offenbart ihr stetes Eingehen auf das Seelenleben ihrer Kinder. Diese Letztgeborenen führen das Gespräch jedoch an und verantworten seine Auswirkungen.
12
Unser Haiku
vom 25.VI.2014
Nachts weisen Sterne,
tags Blumen die Zeit und die
Augen der Kinder.
nach W.Held
J u n i
FR
, 20. 19h-20h56
SA, 21. 17h-20h40
in IX., Liechtensteinstr.39: Raum 1
Prüfe dich, Mensch
Vom Ernst der Selbstbetrachtung
Was weiss der heutige Kulturmensch von sich? Was er zu wissen meint, zählt kaum, vielmehr was er wirklich erkannt hat. Jedes Wissen setzt insofern Selbstbetrachtung voraus, als es in Bezug zum eigenen Leben gesetzt wird. Doch im Unterschied zur modernen Ichbezogenheit, um nicht Selbstverliebtheit zu sagen, bedarf jene der ehrlichen Prüfung, um Illusionen so gering wie möglich zu halten. Das geht weder ruckzuck, noch macht es Spass. [siehe auch zugehörigen »TzN«]
18 / 15
M a i
FR
, 16. 19h-20h59
SA, 17. 14h30-16h Eurythmie in IIII., Tilgnerstr.3
danach 17h-20h44
in IX., Liechtensteinstr.39: Raum 1
Alles bewegt sich
Dynamik in Natur, Mensch und Kosmos
Nichteinmal der Tod steht still. Alles und jedes wird vom Schwung des Werdens erfasst, nichts existiert, ohne stets vorangetrieben zu werden. Sogar ein scheinbar starres Formgebilde kann als Moment einer Bewegung begriffen werden, die es aus Urbildern entstehen und wieder vergehen lässt. So kommen Stein, Pflanze und Tier zu ihrem Werdegang, der Mensch zu seinem Lebensweg, das Weltall zur Entfaltung. Dýnamis nannten die Griechen diesen Lauf. [siehe auch zugehörigen »TzN«]
19 / 9 - 10
Unser Haiku
vom 24.IIII.2014
Auch im Garten wächst
Hiesiges mit Exoten
friedlich zusammen.
ElMU
A p r i l
FR
, 11. 19h-20h54
SA, 12. 17h-20h30
in IX., Liechtensteinstr.39: Raum 1
Sonntag unter Palmen
Den entschiedenen Weg antreten
"Unter Palmen" lässt unsereins an Urlaub denken. Der Rabbi, der auf dem Eselsfüllen nach Jerusalem geritten kam, dachte an etwas andres. Obergewänder wurden zwar vor ihm ausgebreitet, Hochrufe erschollen ringsum, doch er weinte, als er das Schicksal der altberühmten Stadt schaute. Trotzdem hatte er seinen letzten Weg angetreten. - Wer seine eigene Entscheidung durchführt, betritt den mühsamen Pfad zu sich selbst. [siehe auch zugehörigen »TzN«]
23 / 14
M ä r z
FR
, 14. 19h-20h55
SA, 15. 17h-20h48
in IX., Liechtensteinstr.39: Raum 1
Religion oder Konfession
Glaubensmut gegen Bekenntnisdruck
Im vergangenen Jahrzehnt wurden die unterschiedlichsten Konflikte meist als religiös motiviert dargestellt. Jene "irrationale Stimmungsmache" entspringt jedoch keineswegs der Religion, sondern der Konfession, also dem Sich-Bekennen zu einer bestimmten religiösen Anschauung, woraus allzuoft das Bedürfnis wächst, dem Anderen das Eigene aufzunötigen. Mutiges Suchen nach Wiederverbindung mit dem Göttlich-Geistigen führt hingegen zu keinerlei Streit. [siehe auch zugehörigen »TzN«]
23 / 13
F e b r u a r
FR
, 14. 19h-20h56
SA, 15. 17h-20h46
in IX., Liechtensteinstr.39: Raum 1
Erkenntnis im Du
Aufwachen in der Begegnung
Wer ist dieses andere Wesen, das mir begegnet? Fremd, stößt es mich ab, vertraut, zieht es mich an, ohne sich deswegen gleich zu offenbaren. Meine Rolle im Zusammenleben, mein Sosein auf der Erde, ja nichteinmal meine Persönlichkeit können mich darüber aufklären, im Gegenteil, ich muss das alles vergessen, wenn es überhaupt zu einer Begegnung kommen soll. Und siehe da, immer wieder neu erkenne ich mich im Du. [siehe auch zugehörigen »TzN«]
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Unser Haiku
vom 19.I.2014
Kälte, die ausfällt,
putzt nicht die müden Flügel -
das Sprechen wird rauh.
JMKL
J ä n n e r
FR
, 17. 19h-20h57
SA, 18. 17h-20h45
in IX., Liechtensteinstr.39: Raum 1
Kentaur und Einhorn
Die Bedeutung von Fabelwesen
Ein halber Mann auf halbem Pferd, antikes Bild der Menschenweisheit, und ein Pferd mit speerartigem Horn, im Mittelalter Bild der keuschen Tugend - beide verbindet das Ross, welches den Menschen seit über sechs Jahrtausenden begleitet, wovon viele Mythen berichten. Ein Fabelwesen jedoch nur symbolisch oder allegorisch zu deuten, wäre etwas kurz gegriffen. Denn Imagination erschliesst uns noch andere Welten als die irdische. [siehe auch zugehörigen »TzN«]
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