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Archiv: 2010
Jahresmittel:
28,5 / 14,1
Improvisationen zur AnthropoSophie heute
Unser aktuelles Haiku
mit 18.XII.
Gefallenes Weiß
verkommt zertrampelt und glatt
zur braunen Gefahr.
JMKL
D e z e m b e r
FR
, 17. 19h-20h54
SA
, 18. 17h-20h40
Das Kalb, das goldene
Wenn die Sonne unverstanden bleibt
Wo immer eine Religion sich zur Sonne wendet, wird sie das Gold verehren, denn darin wird sie das Produkt von Prozessen erkennen können, die gleicherart im menschlichen Herzen spielen. Verliert sich die Anschauung aber ausschliesslich im Metall, dann geht die Verbindung zum Liebesorgan verloren. Wie heiss um ein goldenes Kalb auch getanzt werden mag, in die Herzen ziehen dadurch Ideen ein, die es mit den Jahren erkalten lassen. [siehe auch zugehörigen »TzN«]
27 / 11
N o v e m b e r
FR
, 19. 19h-20h52
SA
, 20. 17h-20h41
Sarg, Urne, Tisch ...
Vom Hinterlassen des Leibes
Die Frage, was nach dem Tod aus dem eigenen physischen Leib werden soll, bewegt zunehmend mehr Menschen. Begraben, verbrennen oder "der Wissenschaft vermachen"? Und längst ist nicht mehr das Friedhofsgrab der einzig vorstellbare Ort einer "letzten Ruhe". Um jedoch zu einer befriedigenden Antwort zu finden, braucht der Mensch eine konkrete Vorstellung von Herkunft und Bildung des Körpers, den er einmal unerbittlich zu verlassen hat. [siehe auch zugehörigen »TzN«]
31 / 22
Unser aktuelles Haiku
mit 24.X.
Gelb entfällt dem Grün,
gleitet gelassen durchs Blau
auf dunkelndes Rot.
JMKL
O k t o b e r
FR
, 22. 19h-20h57
SA
, 23. 17h-20h48
Materie und Geist
Zusammenspiel von Gegensätzen
Regieren allein Materie und Stoff die Welt, wie die meisten Naturwissenschaftler dogmatisch unterstellen? Bei genauem physikalischem Untersuchen stellt sich die Materie als Mischung zweier gegenläufiger Drehimpulse heraus. Dabei erhebt sich die Frage, wer hier was mischt. Die Wirkung des Geistes wiederum kann in seinem Wesensausdruck begriffen werden, beim Menschen in seiner Persönlichkeit. Aber kann es denn persönliche Materie geben? [siehe auch zugehörigen »TzN«]
30 / 13
S e p t e m b e r
FR
, 17. 19h-20h52
SA
, 18. 17h-20h40
Weihe schützt nicht
Wenn Priester/innen fehlen und fallen
Macht die Weihe einen besseren Menschen aus dir, mir? Über Jahrhunderte gewachsene und allmählich verkrustete Hierarchien festigen diesen Eindruck. So manch eine glaubt, so manch einer hofft, als Pastorin oder Priester eher gegen Anfechtungen gefeit zu sein. Doch die Geisteswissenschaft vermag von keiner gedeihlichen Schutzweihe zu berichten, die den Menschen seiner Freiheit enthebt, mithin seiner notwendigen Verantwortung. [siehe auch zugehörigen »TzN«]
19 / 11
A u g u s t
FR
, 20. - SO, 22.
SOMMERSEMINAR IN OTTENSTEIN
Von Stern zu Stern
Was Erdenbürger schauen können
Die Erde ist ein Planet, sternkundlich wie geisteswissenschaftlich. Gleichwohl besteht sie aus Sternenstoff und wohnt ihr Sternenwärme inne. Um sich entwickeln zu können, nimmt der Mensch von ihrem Stoff und ihrer Wärme. So wird der Sternen- zu einem Erdenbürger. Wenn er nun als solcher um sich blickt, sieht er den Ausdruck des Lebens rings um ihn. Wenn er hinausblickt, leuchten ihm die Sterne entgegen und er schaut die Wirksamkeit der Wesen um ihn her. Religiös gesprochen, schaut der Mensch in den Sternen das Antlitz der Götter, Diener des Einen. Dadurch erst erweist er sich als Krone der Schöpfung und damit als Gesprächspartner der Gottheit. Was bedeutet dies und wie wird's geübt?
Unter Verwendung von »TzN Dez.2008«, "Sternwirklichkeit" und MblB.E: Abs.252}-255}
12
J u n i
FR
, 18. 19h-20h56
SA
, 19. 17h-20h32
Gebt mir Zeit!
Vom Umgang mit der Lebensspanne
Manche erleben die Zeit als Strom, dem sie unterworfen sind. Andere nehmen sie als Gut, das ihnen zur Verfügung steht - doch wieviel davon? Beim Versuch, sie immer genauer zu bemessen, stirbt die Zeit dem Menschen weg. Geht er hingegen sorgsam mit ihr um, wird sie ihm von Tag zu Tag lebendiger. Auf besondere Art offenbart sie ihre Qualität in der fruchtbaren Frage, wieviel Zeit für den Mitmenschen erübrigt wird, mittelbar oder unmittelbar. [siehe auch zugehörigen »TzN«]
28 / 10
M a i
FR
, 21. 19h-20h54
SA
, 22. 14h-15h25 im TMW 17h-20h52
Spüre deine Energie!
Physikalisches oder lebendiges Wirken
Mit Energie als Grösse (E; Einheit Joule) wird die Fähigkeit benannt, Arbeit zu verrichten. Durch das Einwirken von Kraft (F; Einheit Newton) wird Arbeit verrichtet, was wiederum Energiezustände verändert. So weit, so physikalisch. Wie aber verhält sich die Energie des Menschen zu seiner Lebenskraft? Denn der Mensch erfährt seine Kraft beileibe nicht nur als irgendeinen durch bestimmte Gene freigesetzten Energieschub oder -strom. [siehe auch zugehörigen »TzN«]
29 / 20 - 16
Unser aktuelles Haiku
mit 17.IIII.
Vogelgezwitscher
weckt meine Sinne erneut
zu wachem Gebrauch.
BrBA
A p r i l
FR
, 16. 19h-20h54
SA, 17. 17h-20h37
Im Zeichen des Mondes
Was gefährdet der Islam?
In der letzten Dekade haben die Lebenszeichen des Islam stark zugenommen. Vor zwei Generationen noch ein religiöses Bekenntnis im Südosten Europas, ist diese Variante des Monotheismus längst auf dem ganzen Kontinent heimisch geworden. Für und wider prallen die Meinungen darüber aufeinander, wes Geistes Offenbarung der Islam nun sei. Und Europa könnte seinen Auftrag verfehlen ähnlich Apollo 13, deren Mondlandung vor gerade vierzig Jahren gescheitert war. [siehe auch zugehörigen »TzN«]
22 / 13
M ä r z
FR
, 19. 19h-20h52
SA, 20. 17h-20h48
Ecce homo novus
Die Suche nach Verwandlung
Wie oft wurde schon ein neues Zeitalter ausgerufen, eine neue Welt- oder Wirtschaftsordnung, der neue Mensch sogar! Hinter diesem Wunschgeschrei steckt meist der Druck zur Veränderung, die Sehnsucht nach Verwandlung. Verwandlung, wie sie zum Beispiel um die neunte Stunde vollzogen worden war (Mt.27,46; Mk.15,34; Lk.23,44). Zur Erinnerung: um das neunte Lebensjahr eines jeden von uns waren entscheidende Weichen gestellt worden. [siehe auch zugehörigen »TzN«]
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F e b r u a r
FR
, 19. 19h-20h55
SA, 20. 17h-20h35
Vielfalt an Göttinnen
Ausdrucksformen der Weisheit
Sarasvati in Indien, Inanna in Sumer, Isis in Ägypten, Kybele in Kleinasien und wie sie sonst noch angerufen wurden, etwa in Griechenland, Rom oder Germanien! Alle Göttinnen, erhaben oder wild, waren Ausdruck der kosmischen Weisheit. Deren vielfältige Erscheinungsweisen flossen zum Teil in der christlichen Maria zusammen. Anders wirkt sie im pfingstlichen Heiligen Geist. Heute kommt es darauf an, sie im Menschen zu finden, als Sophia im Anthropos. [siehe auch zugehörigen »TzN«]
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J ä n n e r
FR
, 22. 19h-20h56
SA, 23. 17h-20h32
Scha'ul wird Paulus
Was auf eine Einweihung folgt
Der Weg eines Menschen, der eine Einweihungserfahrung durchgemacht hat, ist notwendigerweise revolutionär. Das bedeutet nicht unbedingt gewalttätig umstürzlerisch, wie das heutzutage oft verstanden wird. Wenn eine Revolution nämlich zum Fortschritt führen soll, muss sie das Altgewordene aufnehmen und wenden. "Damaskus" ist also kein Terroristennest, vielmehr ist es der Ort, von dem das Verwandelte seinen Lauf nimmt. [siehe auch zugehörigen »TzN«]
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