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Archiv: 2005
Jahresmittel:
37,9 / 25,4
Improvisationen zur Anthroposophie heute
D e z e m b e r
FR, 16.
SA
, 17.
Schauen und Bewahren
Beobachten als Weg zur inneren Ruhe
Weit um Erde, Mond und Sonne beschliesst Saturn den Reigen der klassischen Planeten. Einst herrschender Gott wurde er im Menschheitsbewusstsein zum bekränzten Pilger, welcher aus fernem Dunkel auf den Weltenlauf schaut. In einer Zeit greller Hektik wird innere Ruhe zum drängenden, ja existenziellen Bedürfnis. Unnötige Bleischwere loslassen und still atmend beobachten, was geschieht, mag zu weisen Einsichten führen und zu neuem Beginnen.
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N o v e m b e r
FR, 18.
SA
, 19.
Stern auf der Stirn
Recht als Labyrinth zur Gerechtigkeit
Ohne gross zu fragen, von wo es sich eigentlich herleitet, pocht der Zeitgenosse auf sein "Recht". Von göttlichem zu staatlichem Recht spannt sich der Bogen und von öffentlichem zu privatem, also geraubtem. Ob Jupiter, Kaiser oder Volk als Gesetzgeber anerkannt werden, stets gilt Gesatztes nur innerhalb von Gruppen. Die Rechtsentwicklung lässt sich als zinnernes Wegnetz zur Gerechtigkeit begreifen, gewunden und oft irreführend, aber unvermeidbar.
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O k t o b e r
S0, 16.
«Das Wegkind»
Gespräch über eine Diplomarbeit
Mitgliederveranstaltung
Gespräch mit Leseproben über die hermetische Dichtung «Das Wegkind»
21
O k t o b e r
FR
, 14.
SA
, 15.
Ringen um Selbständigkeit
Wenn Mut im Auge funkelt
Vom "Kampf ums Dasein" wird uns immer wieder erzählt, von notwendiger Konkurrenz und vom Nutzen des Ehrgeiz'. Kriege um irrwitziger Ziele willen werden heute so erklärt und hingenommen. Und wirklich streben wir oft so eigenwillig, dass wir mit unserer natürlichen und sozialen Umwelt in Konflikt geraten. Denn mit Marskräften begabt ringt ein jedes eisern um seine Selbständigkeit. Allerdings geschieht dies um schenken zu können.
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S e p t e m b e r
FR, 16.
SA
, 17.
Helle dein Antlitz
Sonnenstrahlen und Herzenswärme
Wenn erste Blätter fallen, beginnen wir vielleicht zu prüfen, was wir an Licht und Wärme aufgenommen haben. Doch nicht nur, dass wir etwas Farbe bekommen haben, zeigt die Wirkung des Sommers auf unser Wesen. Ein warmer Glanz, der aus dem Antlitz leuchtet, macht sichtbar, ob und wie das Herz die Strahlen der Sonne hereingenommen und verwandelt hat. Dieser goldene Prozess trägt wesentlich zum Menschheitsfortschritt bei.
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A u g u s t
FR, 19. -
SO, 21.
FÜNFTES SOMMERSEMINAR IN OTTENSTEIN
Sturmflut und Dürre
Wie die Erde um Verständnis ringt
Verstärkt wird von ungewohnten Bedingungen auf unserem Planeten berichtet. Überflutungen auf der einen Seite, Trockenperioden auf der anderen machen den Menschen das Leben schwer, wie graubraune Luft das Atmen erschwert. Neben dem wirtschaftlichen Druck spüren sie zunehmend den existenziellen. Kaum jemand wird noch bewusst leugnen, dass es dabei um mehr geht als ein paar Verschlechterungen. Paradox verdeutlicht die Erde ihr Anliegen, allen Lebewesen als Heimstätte zu dienen, und ringt darum, vom Menschen hierin unterstützt zu werden.
18
J u l i
SO, 24. -
SO, 31.
ERSTER SOMMERKURS IN HÖRBRANZ
Zeitgestalten Raumergreifen
Zusammenwirken von Erde und Mensch
Zeitlos irgendwo im Raum schwebt die Erde nicht, und der Mensch wird nicht irgendwann auf einem Punkt ihrer Oberfläche geboren. Im Gegenteil, wir sprechen von Geschichte. Deren Sinn offenbart sich im Geschehen selbst: In steter Beziehung zueinander gestalten Erdenwesen und Mensch die Zeit zu Jahren, Tagen und Stunden, den Raum zur Formenvielfalt. Mit Hilfe von Natur- und Engelwesen schaffen sie aus der gewordenen Welt fortwährend werdende von geologischen Prozessen bis hin zu Kultur, Kunst und Künstlichkeit. So behaupten sie sich wachsend bewusst im Weltall. Der geisteswissenschaftliche Ansatz erlaubt, die verwirrende Vielfalt als intelligenten Entwicklungsablauf zu erkennen. - siehe Bericht
13
J u n i
FR, 24.
SA
, 25. Ausflug nach Eisenstadt und Rohrau
Klangfarbenspiel
Vom Zusammenspiel der Lebenskräfte
Ein lebendiges Thema: das einer Abendstimmung, ein musikalisches: das aus dem Andante eines Streichquartetts von Joseph Haydn - beide führen auf unterschiedliche Weise zur Frage nach dem Harmonischen. Wie kommt es, dass Lebenskräfte zusammenspielen? Im Reich der Klänge offenbaren sich die wandelbaren Gesetzmässigkeiten des Ineinanderwirkens gegenläufiger Ströme. Daraus entsteht fortwährend eine höhere Einheit: die Grundlage des Lebens, auch der Musik.
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M a i
FR, 20.
SA
, 21.
Windsbraut und Regenmacher
Moralität im Wettergeschehen
"Hoppheissa, bei Regen und Wind!" lässt Shakespeare den Narren zu Ende von «Was Ihr Wollt» singen. Sauwetter, herrlicher Tag - meteorologische Phänomene werden gerne bewertet. Doch die Witterung erweist sich als überaus komplexes Geschehen, ganz wie das Leben. Und im lebendigen Feld wechselwirken Erde und Mensch. Da kommt Moral ins Spiel: je bewusster nämlich der Mensch, umso stärker sein Einfluss auf die erdumspannenden Lebensbewegungen.
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A p r i l
FR, 15.
SA, 16.
Nicht sehen und doch glauben
Begreifen oder Vertrauen?
"Weil du mich gesehen hast, hast du geglaubt. Selig, die nicht sehen und doch glauben." (Jh.20,29) Die Auferstehung scheint unfassbar. Jede Generation stellt die Frage nach deren Glaubwürdigkeit auf ihre Weise. In der Neuzeit wurde naiver Glaube durch immer umfassenderes Begreifen abgelöst. Das gilt für die Geisteswissenschaft generell. Auf welche Aussagen darf ein Thomas heute vertrauen? Warum sollte er?
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M ä r z
FR, 18.
SA
, 19.
Das Geschlecht gegenüber
Vom Zufall Frau oder Mann zu sein
Seit einigen Jahren gilt es wieder als schick, das Rätsel des anderen Geschlechts aus soziobiologischer Sicht zu deuten. "Natürliche" Erklärungen wie Hormone, Hirnbeschaffenheit oder Überlebensstrategien werden dazu aufgeboten. Doch zeigen sich auch unerklärte Befindlichkeiten und daraus Verhaltensweisen. Denn die Entscheidung, wie geboren wird, fällt dem Menschen schon vor der Zeugung zu - sie wirkt aus den Sternen ins Sublunare.
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F e b r u a r
FR, 18.
SA
, 19.
Epochen und Kulturen
Wie sich die Menschheit offenbart
Unabhängig von den Überlegungen der Evolutionstheorie hat die Geistesforschung erkannt, dass sich die Menschheit zyklisch entwickelt. In grossen Epochen und Kulturströmungen offenbart sich ihr Streben nach Einheit und endlich Wiedervereinigung mit ihrem geistig-kosmischen Ursprung. Dabei ging und geht es dramatisch zu: immer wieder bricht Chaos in errungene Ordnungen, Voraussetzung um ein neues, höheres Gleichgewicht zu gewinnen.
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J ä n n e r
FR
, 21.
SA
, 22.
Milliarden Jahre ...
Phasen der Erdenentwicklung
Der berühmte Geologe Lyell dekretierte 1830, die Erde entwickle sich gleichförmig; Darwin, Haeckel und andere übernahmen seine Doktrin kritiklos. Seither gilt als korrekt, dass etwa Berge in Jahrmillionen aufgetürmt worden wären oder Dinosaurier lang vor den Menschen gelebt hätten. Übergangene sowie missdeutete Funde in aller Welt und nicht zuletzt die Geisteswissenschaft lassen andere Vorstellungen aufkommen. - Vorher wurde »TzN Jän.2005« besprochen.
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