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Archiv: 2004
Jahresmittel:
36,4 / 24,1
Improvisationen zur Anthroposophie heute
D e z e m b e r
FR, 17.
SA
, 18.
Die Schwesterseele Adams
Vom Wesensgeheimnis Jesu
Dem religiösen Bewusstsein stellt sich immer wieder die Frage, wer Jesus sei. Prophet, Rabbi, Menschen- oder Gottessohn? Christusträger? Die Antworten fallen je nach Erkenntnisstand recht unterschiedlich aus. Ein Überlieferungsstrom bringt den Sohn Marias mit dem noch ungeteilten ersten Menschen in Verbindung, welcher aus Adamah (roter Erde) geformt erscheint. Die Geisteswissenschaft erkennt in Jesus den geistig-seelischen Begleiter der Menschheit bis zum Haus des Brotes (Beth-Lehem).
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N o v e m b e r
FR, 19.
SA
, 20.
Abrahams Kinder
Ismael, Israel und die Folgen
Die verfeindeten Völker Palästinas berufen sich beide auf denselben Ahnherrn: die einen über Ismael ("Gott hat gehört"), Ibrahims Sohn durch die Ägypterin Hagar (Gen.16), die anderen über Jakob, Abrahams Enkel, der Israel ("Gott möge sich stark erweisen") genannt worden war (Gen.32,29). Der Nahostkrieg ist aktueller Ausdruck einer uralten Auseinandersetzung, in die sich Europa und Amerika vor allem im XX. Jahrhundert mutwillig verstrickt haben - eine Menschheitsverantwortung. - vgl. »TzN Nov.2004«
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O k t o b e r
S0, 17.
)Jussuf Ben-Joah(
Gespräch über eine Sinndichtung
Zu Frühlingsbeginn des Jahres haben wir im Rahmen der alljährlichen Mitgliederveranstaltung "Aus meiner Werkstatt" )Jussuf Ben-Joah( kennengelernt. Der Erzählbogen wölbt sich vom Inkarnationsweg und seinem kosmischen Hintergrund über die Geist-Seele-Beziehung bis zum irdischen Schicksalslauf im Spannungsfeld jüdisch-arabischer und abendländischer Bilder. Auf mehrfachen Wunsch boten wir nun unseren Mitgliedern ein Arbeitsgespräch über jene nicht einfache Sinndichtung an.
22
O k t o b e r
FR
, 15.
SA
, 16.
Macht der Bilder
Wie Bilder entstehen und wirken
Ob augenfällig oder traumhaft, Bilder dringen schier ununterbrochen in den Menschen ein, aus ihm heraus. Ruhend oder bewegt regen sie sein Gefühls- und Gedankenleben an, meist bis ins Wollen hinein. Bilder werden vom Menschen erzeugt und vielfach auch in die Welt gesetzt, sodass gar Urheberrechte aufkommen. Obwohl Bildern weder plakativ, noch virtuell Wirklichkeit zukommt, wirken sie. Denn im Seelischen drücken sich geistige Zusammenhänge aus, oft bis ins Physisch-Sinnliche.
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S e p t e m b e r
FR, 17.
SA
, 18.
Name, Geburtstag und -ort
Die geistige Dimension von Daten
"Füllen Sie dieses Formular wahrheitsgetreu aus." Wird dieser manchmal durch "bitte" erträglicher gemachten Aufforderung Folge geleistet, so werden (persönliche) Daten gespeichert, ein oft notwendiger Abtötungsvorgang. Geistig betrachtet drücken sich in Namen, Zeitpunkten und Ortsangaben, letztlich in Zahlen Wesen aus. Datenbanken, steinerne, papierene oder magnetische, erweisen sich als deren Stauraum. Was wird vom Menschen dabei gebunden, was gelöst?
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A u g u s t
FR, 20. -
SO, 22.
VIERTES SOMMERSEMINAR IN OTTENSTEIN
Erdenmensch im Wandel
Wie aus Wiederholung Neues entsteht
Im Erdenaltern zeigen Jahresläufe ein anderes Zeitprofil als in der Menschengeschichte. Denn das Menschenleben dauert kaum, und so werden grössere Entwicklungen nur standbildartig erlebt. Sowohl die Erde, als auch der Mensch machen jedoch vielgestaltige Wiederholungen durch und bilden ein lebendiges Gedächtnis. In den Wiederholungskräften werden Impulse zu neuem Schaffen angeregt; aus dem Gedächtnishumus können solche dann wirksam werden. Denkend und übend können diese Zusammenhänge immer wieder neu erfasst werden. Dadurch wird der Wandel bewusst mitvollzogen: plötzliche Sprünge überraschen nicht mehr.
21
J u n i
FR, 18.
SA
, 19. Ausflug nach Neudörfl und Sauerbrunn
Aufbruch aus der Innenwelt
Eine Kindheit im Süden Wiens
Jedes Kind drängt in die Welt. Wie ist es Rudolf Steiner dabei ergangen? 1861 als Sohn einer einfachen Eisenbahnerfamilie in Kraljevec (heute Kroatien) geboren, wuchs er bis 1879 in Neudörfl auf, südöstlich von Wr.Neustadt. Dort bot sich ihm das Begegnen von Natur und Technik dar, die verschiedensprachigen Leute, das Landleben. In dieser Zeit erfuhr er, wie sehr seine inneren Erlebnisse im Widerspruch zur Aussenwelt standen ...
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M a i
FR, 14.
SA
, 15.
Zupacken - Loslassen
Vom Umgang mit dem eigenen Lebenslauf
Rückblickend erscheint ein menschliches Leben als Bilanz von Tun und Lassen. Schon als Kind sucht der Mensch nur bestimmte Dinge und Umstände zu ergreifen; nicht alles wird nachgeahmt. Nach Durchgang durch die Pubertät zur Eigenverantwortlichkeit genötigt, seh'ich mich immer wieder vor die Entscheidung gestellt, zuzupacken oder loszulassen. Was mir auch zufällt, an mir liegt, ob es aufgehoben wird oder liegen bleibt. Gibt es Muster im Lebenslauf, deren Kenntnis mir helfen kann?
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A p r i l
FR, 16.
SA, 17.
Wanderschaft, Wissenschaft
Von der Suche nach der göttlichen Heimat
Wandernde Völker, fahrende Ritter, immer wieder Pilger, reisende Forscher - über Ozeane, Kontinente und schliesslich in den Weltraum zog und zieht es den Menschen. Im Drang hinaus wurden und werden weder Kosten, noch Mühen gescheut, ganz wie im Wissensdurst. Und augenscheinlich regt alles, was erreicht wird, zu weiterem Aufbruch an. Der Mensch sei ein Nomade, wird behauptet. Das hieße, dass nur Wandernde im eigentlichen Sinn Menschen wären. Das sind dann Heimatlose.
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M ä r z
FR, 19.
SA
, 20.
Schalenstein
Der Mythos vom Gral
Seit dem Mittelalter begleitet der Mythos vom Kelch, in dem das Blut Christi aufgefangen worden sei, die erwachende Menschheit. Chrestien de Troyes, Wolfram von Eschenbach und andere waren die Vorläufer einer mittlerweile unübersichtlichen Literatur, die den Gral der jeweiligen Zeit entsprechend deutet. Allerlei Verschwörungstheorien ranken sich auch noch um ihn. Was sagt uns der Stein, der eine Schale bildet, heute, nachdem das XX.Jahrhundert abgelaufen ist?
32 / 18
F e b r u a r
FR, 20.
SA
, 21.
Abgrund und Finsternis
Hindernisse als Herausforderung
Wo die Seele- wenn möglich ohne grossen Aufwand - erfassen kann, nimmt sie wahr, wo nicht, schaudert sie vor der Undurchdringlichkeit zurück und erlebt sie als Finsternis. Armut, Krankheit und Tod zum Beispiel können ihr sinnlos erscheinen, sodass sie verdrängt werden. Doch der Fortschritt beginnt am Abgrund. Denn überwunden wird dieser damit, dass ich ein Hindernis als ein zu mir Gehörendes begreife. Daran kann sich der Mut entzünden, die Herausforderung anzunehmen.
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J ä n n e r
FR
, 16.
SA
, 17.
Fremdes Licht, eigenes Licht
Wie sich das Geistige im Alltag offenbart
Sonnenlicht erhellt uns die Welt der Dinge, sodass wir sie erkennen können. Nimmt es ab, dann "machen wir Licht", fremdes. Ein Schalter wird betätigt, gelegentlich eine Kerze angezündet, und die Farben ändern sich. Viel Energie wenden wir dafür auf, dem Dunkel mit verschiedenen Lichtern zu begegnen. Eigenes Licht erhellt mir die Welt der Seelen, sodass ich die Kreatur und den Mitmenschen erkennen kann. Nimmt es ab, dann mach'ich ... was? Welche Kraft steht mir dabei zur Verfügung?
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