signum akadémeias
SCRIPTVM ⁜ XXIIII
ασW
Die Schale der Selbstheit durchbrechen
Zur Wandlung von Wille, Widerstand und Wirklichkeitserleben
auf dem imaginativen Erkenntnisweg
von Eva-Maria BEGEER-KLARE
Der anthroposophische Schulungsweg wird von Rudolf Steiner als ein dreistufiger Weg beschrieben, als Erscheinen einer neuen Wirklichkeit zunächst in den Bildern der Imagination, die sich dann in der Inspiration in ihrer Bedeutung zu erhellen und auszusprechen beginnen und zuletzt in der Intuition zur Begegnung mit bestimmten, sehr verschieden gearteten Wesen und ihren Intentionen führt. Diese drei Stufen erweisen sich jedoch nicht unbedingt als ein Nacheinander, sondern ebenso als ein Ineinander. Schon bei der ersten Stufe der Imagination zeigt sich, wie diese eine Dreifaltigkeit ist, indem auch Inspiration und Intuition in einer bestimmten Form in sie hineinwirken.
Geschlossene Wirklichkeit
Schon bei den ersten Schritten des anthroposophischen Schulungsweges sieht sich der heutige Mensch mit ganz erheblichen Schwierigkeiten konfrontiert, da er es nicht gewohnt ist, auf nichts Materielles bezogene Gedanken als eine inhaltsvolle, in sich gegründete Wirklichkeit zu sehen. Dadurch können in der Meditation die eigenen Erwartungen enttäuschende und diesen widersprechende, unerwartete und ungewollte Erfahrungen auftreten, die darauf hinweisen, dass sich das vom gewöhnlichen Leben her vertraute Verhältnis von Wille, Widerstand und Wirklichkeitserleben grundlegend zu ändern beginnt.
Jede Epoche der Menschheitsentwicklung erweist sich im Vergleich mit anderen als getragen von einer ihr zugehörigen, ganz spezifischen Form des Wirklichkeitserlebens. Für den Menschen unserer Zeit ist das Bewusstsein von der Außenwelt her bestimmt, er will nur die materielle Welt als eine Wirklichkeit gelten lassen. Warum? Sie drängt sich ihm bei allem auf, was er tut, denn sie bietet der Bewegung des eigenen Willens Widerstand. Nur da, wo er auf irgendeine Weise Widerständigkeit erlebt, ist der heutige Mensch bereit, eine Wirklichkeit anzuerkennen. Dieses Wirklichkeitserleben tritt ein, wenn der Wille auf Widerstand stößt. Das ist nicht nur da der Fall, wo dieser Widerstand in leiblichem Sinne ertastbar ist. Es gibt viele verschiedene Arten von Widerständigkeit, so z.B. auch die, bei der sich uns im Umgang mit der Materie deren Eigenheiten aufdrängen und wir uns ihrem »Willen« anbequemen müssen, wenn wir mit ihr etwas erreichen oder sie uns gefügig machen wollen. Das zeigt sich auch schon beim bloßen Feststellen der physischen Gesetzmäßigkeiten.[a] Naturgesetze können nicht willkürlich verändert werden, es liegt in ihnen ein gewisser Zwang, den wir aber gar nicht als solchen erleben – im Gegenteil, wir suchen ihn sogar auf, weil er uns Sicherheit im Erkennen und Handeln verspricht: Unter gewissen Umständen muss etwas notwendigerweise so oder so sein. Damit lässt sich etwas machen. Da fühlen wir festen Boden unter den Füssen.
Ein anderes starkes, unumstößliches Erleben von Wirklichkeit tritt auf, wo der eigene Wille auf den Willen eines anderen Menschen trifft. Jedoch muss der andere schon einen gewissen Druck auf mich ausüben, mir »Eindruck« machen, will ich ihn nicht nur als vorüberhuschendes Bild am Rande meiner Netzhaut erleben. Erst in der Auseinandersetzung des eigenen mit dem fremden Willen wird der andere eine »ertastbare« Wirklichkeit, vor allem auch da, wo sein Wille den meinen durchkreuzt oder hindern will.
Der heutige Mensch fühlt sich in dieser widerständigen Wirklichkeit zu Hause. Er hat sich ihre Gesetze zu eigen gemacht und sie zu beherrschen gelernt. Er weiß sie zu seinem und des anderen Nutzen – oder auch Schaden – zu gebrauchen. Im Kampf ums Dasein greift der eigene Wille, sich selbst behauptend, formend in diese ein. Darin erlebt der Mensch heutzutage die Wirksamkeit seines Eigenwillens; er erlebt seine Stärken und Schwächen durch Siege und Niederlagen.
Innerhalb dieser eindimensionalen Welt hat sich jedoch immer mehr eine Art Zweiteilung herausgebildet. Da der das Wirklichkeitserleben garantierende Druck auf den Menschen im Berufsleben durch seine Kanalisierung in automatisierte Abläufe immer stärker einen erdrückenden Charakter angenommen hat, entwickelt der Wille den Drang, zeitweilig alle Zwänge abzuwerfen und sich dem ungezügeltem Ausleben seiner eigenen Triebhaftigkeit zu ergeben. So entsteht ein verhängnisvolles Pendeln des individuellen Willens zwischen der ihm von außen auferlegten starren Form und der ihm eigenen, inneren Tendenz, alle Form zu zersprengen. Die Lebensflamme des Willens, seine Entwickelungspotenz und vorwärtsdrängende Kraft, wird entweder gefesselt oder verzehrt sich in sinnlosem Aufflammen.
Heranschwirrende Gedanken
In dieser Lage bedeutet der Entschluss zu meditieren einen eingreifenden Schritt, der dem Willen eine ganz neue Richtung geben und einen inneren Lebensraum eröffnen soll. Doch erweist sich dieser Raum zunächst keineswegs als Freiraum, sondern als gut besetzt. Es treten in der Regel gleich zu Beginn Störungen auf, z.B. indem sich alle möglichen Gedanken ins Bewusstsein hineindrängen. Die Mitglieder der Esoterischen Schule kamen immer wieder mit Klagen über das Misslingen der Konzentration zu Rudolf Steiner, weil sie von »heranschwirrenden Gedanken« belästigt wurden. Was für Gedanken sind das?
Es sind Vorstellungsbilder, die aus dem Strom der Erinnerung auftauchen und immer mit der eigenen Person zu tun haben, mit kürzer oder länger zurückliegenden Lebenssituationen, mit dem, was der eigene Wille zum Dasein von den niedrigsten Trieben bis zu den höchsten Idealen in der Auseinandersetzung mit der Welt im Laufe des Lebens erlebt, erlitten und errungen hat. Gemeinsam ist ihnen allen, dass sie Vorstellungen sind, die durch astrale Triebkräfte in Bewegung gesetzt werden. Sie weisen auf die Begierdennatur des Menschen. Im Zusammenhang mit diesem Sich-Hineindrängen des eigenen Ego in die Meditation gibt Steiner eine ganz überraschende Charakterisierung der Erinnerung: »Alle Erinnerung ist flüssig gewordener Egoismus. Wir erinnern uns an das, was unsere Begierde einst erregt hat. Je stärker die Begierde war, je besser ist die Erinnerung.« Und weiter: »In der Meditation erregt nichts unsere Begierde, darum revoltiert die Begierdennatur, die gestreichelt werden will und es in der Meditation nicht wird.«¹ Das heißt, weil jetzt ein Wille da ist, der die Meditation will, also nicht auf das Ego, sondern auf den Inhalt der Meditation gerichtet ist, tritt eine Trennung von zwei Formen von Wille auf: Der begehrende Wille, der den Strom der Erinnerung trägt, steht dem Meditierenden nun gegenüber und kann wahrgenommenen werden. Das ist, so Steiner, eine ganz entscheidendes Erlebnis und keineswegs ein Grund zum Klagen, denn wir haben dadurch zum ersten Mal die Möglichkeit gewahr zu werden, was als Wirkung der luziferischen und ahrimanischen Wesenheiten [b] in uns lebt:
1 Rudolf Steiner: ›Aus den Inhalten der esoterischen Stunden‹ (GA 266/3), Dornach 1998, S. 216.
Das ist eigentlich ein Zeichen des Fortschritts, dass man diese Gedanken spürt; es beweist, dass wir Luzifer und Ahriman nicht mehr nur in uns selber haben, sondern dass wir anfangen, sie als Mächte außer uns wahrzunehmen, denn solche heraufziehenden Gedanken sind ganz von Luzifer und Ahriman.²
2 A.a.O., S. 147.
Der Mensch denkt den ganzen Tag lang, fast ununterbrochen, wie jeder mit einem Blick ins eigene Innere feststellen kann. Der darin wirkende Wille des Astralleibes [c] mit seinem Eigenleben wird sich zunächst vielfach als stärker erweisen als der Wille des Ich zur Konzentration. Und indem der Meditierende sich einfach nicht mehr um dieses Eigenleben kümmert, sondern den eigenen Willenseinsatz verstärkt und bei der Sache bleibt, kann eine erste Scheidung von leibgebundenem und leibfreiem Willen im Bereich des Astralleibes auftreten. Und das ist eben durchaus als Fortschritt zu verzeichnen.
Verblassende Gedanken
Wille ist Bewegung und Leben und beide werden in der Meditation dem Gedanken als nährende Substanz angeboten, als Stoff, in dem er sich selbst zur Lebendigkeit erwecken kann. Doch diese Hingabe ist ein ganz ungewohnter, der Eigenliebe widersprechender Umgang mit dem Willen, und es sind dabei noch weitere Widerstände zu überwinden. Hätten wir auch nur so viel Interesse für den Gedanken wie für das, was der Nachbar tut, so Steiner, wir kämen schnell vorwärts.³ Eine Schwierigkeit ist auch damit verbunden, dass als Meditationsinhalte geeignete Gedanken immer weite, oft kosmische Dimensionen haben. Dadurch bieten sie nirgends Halt und erregen das Gefühl, sich in ein Unbestimmtes hinein zu verlieren. Die in der Meditation erstrebte Konzentration aller Kräfte auf einen Punkt widerspricht dadurch geradezu der Hingabe an ihren peripherischen Inhalt. Statt lebendig zu werden, haben diese Gedanken darum eher die Neigung, immer mehr zu verblassen – ganz so, wie sich das Bewusstsein beim Einschlafen weitet und das Bild der Welt langsam verschwimmt. Dann entsteht ganz von selbst die Neigung »um die Sache herumzudenken«, sie wieder durch Hinzuziehung von allerlei anderen Gedanken interessant und inhaltsvoll machen zu wollen. Aber damit fällt das Ruhen auf dem einen Gedanken wieder in das gewöhnliche Aneinanderreihen von vielen Gedanken zurück, wie wir dies bei sachbezogenem, abstraktem Denken im Alltag gewöhnt sind. Da wird das Ganze des Denkens analytisch in einzelne scharf abgegrenzte Teile zergliedert und dann wieder zu Systemen und Theorien zusammengesetzt. Diese gehirngestützte Denkaktivität ist dem Wissenschaftler und Philosophen vertraut und gehört zur Basis des gewöhnlichen, widerständigen Wirklichkeitserlebens.
3 Vgl. a.a.O., S. 212.
Wenn ein solcher Rückfall geschieht, erweist sich der Ätherleib [c] mit seinen Gewohnheiten stärker als der Wille des Ich zu Hingabe und Konzentration. Er ist voll von an äußeren Gegenständen gebildeten Gedankenformen und ist zwar gewöhnt, diese als abstrakte Begriffe aneinanderzureihen, nicht aber diese Formen selbst in Bewegung und zum Leben zu bringen. In der Meditation muss darum auch diese Art von Denken aufgegeben werden. Der Wille, der die Meditation will, muss Ahriman abgerungen werden, der ihn als sein Eigentum betrachtet. Erst wenn wir dem Willen Ahrimans Widerstand bieten und das gehirngestützte Selbst-denken-Wollen zum Stillstand bringen, können die Gedanken in der Meditation lebendig werden und sich ihrem eigenen Wesen gemäß zu bewegen beginnen.
Doch ist auch das Bemerken dieses Widerstandes, der aus dem eigenen Ätherleib kommt, ein erstes wichtiges Resultat der Meditation. Damit ist ein weiterer Schritt in Richtung einer Trennung von leibgebundem und leibfreiem Willen vollzogen, diesmal mehr im Bereich des Ätherleibes.
Der Strom von Blut und Nerven
In diesen beiden Formen von Störungen kann der Meditierende zwei verschiedene Arten von Gedankenformen entdecken, in denen sich Denken und Wille auf jeweils spezifische Weise verbunden haben: Im Erinnerungsstrom willensgetragene Gedankenbilder, welche die Identität des irdischen Ego betreffen, und im gewöhnlichen begrifflichen Denken in feste Gedankenformen eingebundener Wille, der mit der objektiven Außenwelt zu tun hat. Indem diese beiden Formen des Denkens als von Luzifer und Ahriman stammend erkannt werden, sieht sich der Meditierende mit einer möglicherweise zunächst unerwünschten und unerwarteten Selbsterkenntnis konfrontiert, in der das eigene Wesen sich als etwas ganz anderes entpuppt als er bisher angenommen hat. Er erlebt: Ich bin in meinem gewöhnlichen Bewusstsein nicht allein, sondern lebe und denke in Begleitung von Luzifer und Ahriman. Das kann das irdische Ich nur wie einen vernichtenden Schlag empfinden, als ein Verbrennen seines üblichen Selbstbewusstseins. Es geht dabei durch eine Art Feuerprobe in Bezug auf die eigene Identität.
Gelingt es nun, alle Arten von störenden Einflüssen zur Seite zu schieben, kann das Ruhen auf dem Meditationsinhalt beginnen, was so lange und so intensiv wie möglich durchzuhalten ist. Danach soll das Bewusstsein ganz leer gemacht werden, so dass seine Öffnung zur geistigen Welt hin geschieht. Aber statt dass sich jetzt sofort geistige Wahrnehmungen ankündigen, ist in der dann eintretenden Stille oftmals nichts weiter zu vernehmen als das Pochen des eigenen Blutes und das Zirpen der Nerven. Auch darüber hörte Steiner oftmals enttäuschte Klagen. Doch wies er darauf hin, dass auf diese Weise ein wahrnehmender Abstand gegenüber dem physischen Leib auftritt, was wiederum im Fortgang der meditativen Anstrengungen wichtig ist. Der Strom von Nerven und Blut muss überschritten werden, wenn in die imaginative Welt eingetreten werden soll.
Blut und Nerven weisen zurück in die alten Zeiten des lemurischen und atlantischen Kontinents, in denen der geistige Mensch seine erste irdische Verkörperung suchte. In ihnen haben sich Ich und Astralleib ihre leiblichen Instrumente geschaffen, und es wirken in der Erde wie im Menschen die untersinnlichen Kräfte von Magnetismus und Elektrizität; beide sind in derselben Periode der Menschheitsevolution entstanden, in der die luziferischen und ahrimanischen Wesen in diese eingegriffen haben und sie dienen diesen seitdem als Ort ihres Verbleibens im menschlichen Körper. Da der Mensch in der Meditation danach strebt, sich von diesen Mächten – wenn auch nur für kurze Zeit – zu lösen, und seinen unschuldigen Ursprungszustand wieder herzustellen, muss er dabei notwendigerweise auf den Widerstand von Blut und Nerven stoßen.
Was nach Überschreiten des Stromes vom anderen Ufer kommt, ist zudem oft anders als erwartet. Statt der erhofften geistigen Wahrnehmungen bemerkt der Meditierende zunächst vielfach nur das Auftreten einer anderen Art von Gedanken als bisher, während er irgendeiner alltäglichen Beschäftigung nachgeht: »Es kann auch sein, dass wir solche Gedanken, die wir erleben, die wir ganz und gar selbst werden, nicht nach der Meditation, sondern in anderen Momenten – oft ganz unerwartet – in uns finden. Dieses Erleben ist von viel größerer Bedeutung, als das eindeutige Sehen von Visionen, was ohnehin von selbst erfolgt«; es ist »ein Begnadigt-Werden durch die geistigen Welten.«⁴
4 A.a.O., S. 63 und 43.
Wenn solche von den Göttern geschenkte Gedanken auftreten, kann an ihnen etwas Entscheidendes bemerkt werden. Sie sind nicht aufdringlich, sondern haben eher die Neigung, gleich wieder zu verschwinden. Doch liegt das nicht in ihrem eigenen Wesen, sondern an der sofort vollzogenen Änderung der von Luzifer und Ahriman eingesetzten Strategie. Während sie vorher den Meditierenden mit dessen »abgelegten« Gedanken bestürmten, sich von außen in seinen Bewusstseinsraum hineindrängten, tun sie jetzt genau das Umgekehrte, indem sie ihm das Neue fast unbemerkt sofort wieder entziehen. Das muss vom Meditanten bemerkt und überwunden werden, indem er die ihm zufließenden Gedanken entschlossenen ergreift und festzuhalten lernt.
Am Tor des Todes
Rudolf Steiners Vortrag über ›Die drei Entscheidungen des imaginativen Erkenntnisweges‹⁵ kann nun noch ein weiteres Licht auf den Prozess des sich Losmachens von den Leibesgliedern und die Verwandlung des Denkens in Imaginationen werfen, sowie die Rolle der luziferischen und ahrimanischen Mächte dabei. Steiner beschreibt diesen Weg als in drei entscheidenden Phasen verlaufend, die in der Mysterientradition alter Zeiten das Tor des Todes, das Tor der Elemente und das Tor der Sonne genannt wurden. Die Auseinandersetzung mit den oben beschriebenen zwei Arten von Denken vollzieht sich am Tor des Todes. Vor dem Aufgeben dieser gewöhnlichen Formen des Denkens hat der Mensch eine heillose Furcht. Denn dies wird erlebt als ein völliges Auslöschen der eigenen Identität. Da das Selbstbewusstsein des Menschen an sein Denken gebunden ist, bedeutet nicht mehr zu denken, das Fundament dieses Selbstbewusstseins aufzugeben. Das ist, so Steiner, eine Art geistiges Todeserlebnis, das einschneidender und intensiver erlebt wird als der leibliche Tod, da dem Menschen jetzt nicht nur der Leib, sondern sein ganzes geistiges Wesen genommen zu werden scheint. Durch dieses Tor des Todes muss der Meditierende nun hindurch, und das gelingt nur, wenn er die oben angedeutete gegenläufige Bewegung zu vollziehen vermag: eine immer stärkere Konzentration seines Willens auf einen Punkt bei gleichzeitigem Sich-Weiten des Bewusstseins auf den Flügeln des umfassenden kosmischen Inhalts der Meditation.
5 Vgl. Vortrag vom 2. März 1915 in ders.: ›Menschenschicksale und Völkerschicksale‹ (GA 157), Dornach 1981.
Dann kann der Gedanke sich zu regen und zu leben beginnen, was jedoch, so Steiner, nur sehr schwierig und unter Anspannung aller Kräfte zu erreichen ist, denn die Seele schreckt instinktiv zurück vor der Bedrohung des Ausgelöschtwerdens. Dann wächst der Gedanke ins Unbestimmte hinaus und erscheint in der Imagination eines geflügelten Engelskopfes, der sich wie von außen in das eigene Haupt hinein erstreckt.⁶ Damit ist die Schwelle zur geistigen Welt erreicht.
6 Vgl. a.a.O., S. 171.
Doch Ahriman will dies verhindern, er tut alles, dass wir dieses Bild des Engelskopfes nicht sehen. Warum erscheint der zum Leben erwachte Gedanke als ein geflügelter Engels- oder auch Menschenkopf? Auch auf dem alten Mond hatte der Mensch ein imaginatives Bewusstsein, doch hatte er noch keinen eigenen Willen, sein Engel wollte in ihm.[d] Das Engelshaupt scheint mir darauf zu verweisen, dass wir hier an der Schwelle voll bewusst durch Hingabe des eigenen Willens unseren Engel wiederfinden, ganz im Sinne des bekannten Engel-Vortrags, der den Weg des Denkens über den Abgrund zum Geiste beschreibt.⁷ Ahriman aber will dem Menschen diese Erfahrung wegnehmen, der Mensch soll kein Engel werden, sondern festgehalten werden in der Tierheit – als das »Tier mit der Fähigkeit der Abstraktion«.⁸ So kann der Meditant durch die Imagination des Engelskopfes den Trost erleben, dass es möglich ist, die Verbindung mit dem eigenen Engel und den Ursprung seiner selbst im Geiste durch eigene Anstrengung bewusst wiederzufinden.
7 Vgl. Vortrag vom 9. Oktober 1918 in ders.: ›Der Tod als Lebenswandlung‹ (GA 182), Dornach 1976.
8 Ders.: ›Die soziale Grundforderung unserer Zeit. In geänderter Zeitlage‹ (GA 186) Dornach 1979, S. 157.
Der in sich gespaltene Wille
Kopf und Gehirn sind die vollkommensten Organe des Menschen, doch zugleich die, aus denen das volle, saftige Leben des Stoffwechsels und der Fortpflanzungskräfte am meisten gewichen ist. Deshalb besteht hier die beste Möglichkeit, zu Imaginationen zu kommen, ohne von den Lebenskräften des eigenen Leibes betäubt und überwältigt zu werden. Die entstehenden Imaginationen, so Steiner, sind darum aber zunächst nur blass und schattenhaft, denn beim Kopf wurden die Farben aus den Weiten des Kosmos als Bildekräfte zum Aufbau von Schädel und Gehirn verwendet.⁹ Erst allmählich geht das Erleben von flüchtigen Wahrnehmungen in das Erleben von Wesen der elementarischen Welt über, die in konturierten farbigen und tönenden Bildern erscheinen. Das wird erreicht, wenn es gelingt, den Meditationsinhalt selbstlos aus dem allgemeinen Lebensquell des Kosmos, der Ätherwelt, zu beleben. Doch muss hier eine Klippe überwunden werden. Denn es ist viel naheliegender und einfacher, das Beleben des Gedankens nicht aus den Weiten des planetarischen Kosmos, sondern durch mystisches »Aufpeitschen des Gefühls« aus den individualisierten Kräften des eigenen Ätherleibes zu vollziehen. Da dieser aber den eigenen Leib aufgebaut hat und unterhält, ist er auf dessen Erhaltung ausgerichtet, und es entsteht beim Meditieren ein innerer Konflikt: Zwei einander entgegengesetzte und sich widerstrebende Willensströme prallen aufeinander. Der bewusste Wille des Ich, der sich hingeben will an den Geist, kämpft mit dem unbewussten Willenskräften des Leibes, der nur sich selber will. Das kann zu dem Erlebnis führen: Ich will, was ich nicht will. Diesen Punkt schildert Steiner so: »Vieles, vieles widerstrebt nun dem Menschen; im Menschen selbst widerstrebt vieles dem Menschen, was zur richtigen Empfindung führen kann von diesem innerlichen Beleben des Gedankens.«¹° Daraus kann verständlich werden, warum es nicht vorwärts geht und Ahriman leichtes Spiel hat, das Sichtbarwerden des Engelskopfes zu verhindern.
9 Vgl. GA 157, S. 183.
10 A.a.O., S. 170.
Der Löwe und das Tor der Elemente
Wenn der Ausgangspunkt des imaginativen Erkenntnisweges beim Tor des Todes genommen wird, werden die besten Voraussetzungen dafür geschaffen, den Kampf mit den widerwilligen, selbstsüchtigen Kräften des eigenen Leibes auch an den anderen beiden Toren siegreich zu bestehen. Wenn das der Fall ist, kündigt sich dies durch das Erscheinen von zwei weiteren Imaginationen an. Beginnen die Gedanken lebendig zu werden und sich wie eigenständige Wesen aus sich selbst heraus zu bewegen, einander aufzusuchen, abzustoßen, parallel zu laufen, zu überlagern usw., dann wird der Meditierende von ihnen wie in einen wirbelnden, sich fortwährend wandelnden Strom hineingerissen und fortgetrieben, ohne Widerstand leisten oder die Richtung des Schwimmens bestimmen zu können. Er droht von den Wirbeln und Wellen der elementaren Gedankenwesen im inneren Zeitstrom überwältigt zu werden und darin unterzugehen. Hier erlebt der Meditierende eine Art Wasserprobe innerhalb der Imagination und es wird der Wille des Ich, der hingebungsvolle Wille, der die Meditation will, vor eine weitere Herausforderung gestellt. Sie erscheint dem Meditierenden im Bild eines Löwen, der sein riesenhaftes Maul gegen ihn aufsperrt und ihn verschlingen will. Steiner beschreibt dies wie folgt:

Ischtar-Löwe © GNU
Löwe am Ischtar-Tor

Jene Willenskraft, die man anwenden will in der geistigen Welt, sie droht einen eigentlich zu verschlingen. Man ist fortwährend von dem Gefühl beherrscht: du sollst wollen, du musst etwas tun, musst dieses oder jenes ergreifen. Aber von all diesen Elementen des Wollens, in die man da hineingeht, hat man das Gefühl: wenn du es ergreifst, verschlingt es dich, löscht dich aus in der Welt. Das ist das Verschlingen durch den Löwen.¹¹
11 A.a.O., S. 177.
An anderer Stelle ist die Rede von Raubtieren, die unsere Gedanken hin- und herzerren und sie uns wegreißen wollen.¹²
12 Vgl. GA 266/3, S. 63.
Wenn der Löwe erscheint, ist dies das Zeichen dafür, dass wieder ein entscheidender Schritt gelungen ist. Was erst als Denken nur sein Innenerlebnis war, tritt dem Meditierenden im Löwen als selbstständiges Wesen gegenüber. Hierin liegt ein inspiratives Element in der Imagination, denn »durch Inspiration tritt die Möglichkeit ein, ein Bewusstsein zu erlangen von einer geistig-seelischen Außenwelt, einer geistig-seelischen Objektivität«.¹³ Während Ahriman die Imagination des Engelskopfes beim Menschen nicht aufkommen lassen will, flößt Luzifer ihm eine heillose Furcht vor der Begegnung mit dem Löwen ein, die sich mannigfaltig maskieren und kaschieren kann. Doch statt sich davon lähmen zu lassen, muss der Meditierende nun darauf vertrauen, dass er sich im Verlieren wiederfinden wird. Man muss sich, so Steiner, »auf den Rücken des Löwen schwingen und diese Willenselemente ergreifen, muss von sich aus zum Handeln sie benützen. Das ist es, worauf es ankommt.«¹⁴
13 Vortrag vom 3. September 1921 in ders. ›Anthroposophie, ihr Erkenntniswurzeln und Lebensfrüchte‹ (GA 78), Dornach 1986, S. 123.
14 GA 157, S. 177.
Was an diesem Punkt gefordert wird, ist also, nun selbst aktiv zu vollbringen, was davor Luzifer und Ahriman taten. Statt der Eigenbewegung der Gedanken ausgeliefert zu sein, die von selbst ins Bewusstsein einbrechen oder aus diesem wieder verschwinden, muss der Meditierende sie nun selbst ins Bewusstsein rufen oder wieder wegschicken, muss die Fähigkeit entwickeln, selbst einen bestimmten Erkundungsgang in dieser Welt der lebendigen Gedankenwesen zu unternehmen.
Der Drache und das Tor der Sonne
Vor die dritte Entscheidung sieht sich der Meditierende bei der Begegnung mit dem Drachen [e] am Tor der Sonne gestellt. Im wilden Drachen erkennen wir etwas, das »im Grunde genommen das allermeiste mit uns selbst zu tun hat, denn er ist gewoben aus unseren Trieben und Empfindungen, die sich im Grunde auf das, was wir [...] unsere niederste Natur nennen, beziehen«.¹⁵ Die den eigenen Leib aufbauenden und unterhaltenden ätherischen Kräfte haben ihren stärksten Angriffspunkt im Stoffwechsel und in den Fortpflanzungskräften, die mit der Sonnenwirkung im Menschen zusammenhängen. In den sexuellen Kräften ist ein bis ins Physische hineinwirkendes, schöpferisches Leben wirksam, das sogar einen neuen Leib hervorzubringen vermag. Zu diesem Bereich ist es am schwierigsten, ein neues Verhältnis zu gewinnen. Da Lebenswille und Vitalität direkt den Sexualkräften entspringen, liegt hier die stärkste Quelle der Identifikation mit dem eigenen Leib und des körpergebundenen Selbsterlebens. Luzifer und Ahriman ist es darum ein Leichtes, jetzt mit vereinten Kräften das unbewusste Seelenleben des Menschen so zu beeinflussen, dass ihm der Drache unsichtbar bleibt.
15 A.a.O., S. 181.

Mušhuššu © GNU
Drachenschlange am Ischtar-Tor

Soll er sichtbar werden, muss der Meditierende nun bewusst in den dramatischen Kampf zwischen den oben schon genannten, sich widerstreitenden zwei Arten des Willens eintreten. Die in Stoffwechsel und Fortpflanzungskräften wirksame Form des Willens ist an physischen Leib und Ätherleib gebunden und steht in Verbindung mit den nicht individualisierten Teilen von Astralleib und Ich, die auch während des Schlafes mit dem physischen Leib und Ätherleib verbunden bleiben und durch Intensivierung ihres Wirkens in der Nacht für das Auffrischen der tagsüber verbrauchten Lebenskräfte sorgen. Die andere Art des Willens entspringt den individualisierten Kräften von Astralleib und Ich-Organisation, die in der Nacht in die weite Sternenwelt eintauchen und in Imaginationen die Tätigkeit der schöpferischen Hierarchien miterleben. Dieser Kampf spielt sich im Menschen immer beim Wechsel von Tag und Nacht ab. Der »Erdenwille« der unteren Ich- und Astralorganisation wird sich nur dann nicht gegen ein harmonisches Einfügen in die Weltordnung auflehnen, wenn er bereit ist, sich unter die Leitung des »Sternenwillens« zu stellen. Gewinnt der untere Wille die Überhand, entsteht, wie Steiner im Zusammenhang mit dem Löwen anmerkt, immer die »Gefahr, aus dem menschlichen Egoismus heraus die Welt beherrschen zu wollen.«¹⁶
16 A.a.O., S. 178.
Ungewollte Berührung mit der elementarischen Welt
Der Meditierende sucht durch den imaginativen Erkenntnisweg den bewussten Zugang zur elementarischen Welt, der Welt von Entstehen und Vergehen, von Leben und Tod, einer Welt, die fördernd oder schädigend in die eigene seelische und leibliche Befindlichkeit eingreift. Die ätherische Welt ist, wie Steiner im Zusammenhang mit der zweiten Nebenübung beschreibt, u.a. eine Welt voll »von zahllosen Elementarwesen, die sich durch Stechen, Stoßen, Brennen bemerkbar machen.«¹⁷ In dieser Welt muss sich der Wille nun durch Bewegungen Raum verschaffen, ausgeführt »mit dem vollen Bewusstsein, dass man es aus seinem eigensten Wesen heraus will«. Da geht es offensichtlich um etwas Ähnliches wie bei der Überwindung des Löwen und der Auflösung der festen Gewohnheiten des Ätherleibes.
17 Rudolf Steiner, GA 266/3, S. 242.
Das Gegenteil davon ist bei der Beherrschung des Astralleibes gefordert. Dessen primäre Reaktionen, wie sie auch störend als Erinnerungsbilder während der Meditation auftreten, müssen zurückgehalten werden und im Sinne der dritten Nebenübung, der Gelassenheit, gerade völlig zur Ruhe gebracht werden: »Dann erst fühlen wir die äußere astrale Welt an unsere innere astrale Welt stoßen.«¹⁸ Diese Berührung ist für das Ego zunächst alles andere als angenehm, sie wird von der Seele erlebt als zerreißender Schmerz, den sie durch Schreien zu betäuben versucht, bevor sie ihn zulassen kann: »Bevor der Astralleib so weit ist, betäubt er sich durch den Schrei.«¹⁹
18 A.a.O., S. 243.
19 Ebd.
Ungewollt kommt aber heute jeder Mensch mehr oder weniger bewusst mit der elementaren Welt in Berührung – was auch der Meditierende bei seiner Schulung zu berücksichtigen hat. Durch den unbewussten Schwellenübergang, in dem die ganze Menschheit steht, wird für viele Menschen die seelische Zerrissenheit zwischen den zwei gegenläufigen Strömen des Willens spürbar – z.B. als Hypersensibilität, Angst, Wut, Konzentrationsschwäche, Desorientierung, Depressionen oder biografischen Krisen. Dies spielt auch bei einer Reihe von körperlichen Beschwerden eine Rolle, möglicherweise verbunden mit chronischen Schmerzen. Es kommen heute öfter »stechende«, »drückende« oder »brennende« Schmerzen ohne nachweisbare Ursachen vor. Der Arzt spricht von »somatoformen Störungen«, wenn er keine ausreichenden äußeren, organischen oder psychischen Ursachen und Erklärungen hierfür finden kann. In der Heileurythmie-Praxis meines Mannes [f] zum Beispiel ist immer wieder die Rede von mangelnder Vitalität, einem »Waschmaschinengefühl« am Morgen, sich wie verbrannt anfühlenden Körperstellen, an denen aber nichts zu entdecken ist, Muskelschmerzen wie nach einem Treppensturz, aber auch Herzbeklemmungen, Druck auf der Brust, Atemproblemen, Stoffwechselstörungen usw. – jedes Mal aber ohne physische oder seelische Ursachen.
Meines Erachtens kann ein Teil solcher Beschwerden auf das Zerbrechen der schützenden Schale der Selbstheit und der direkten Einwirkung von Elementarwesen zurückgeführt werden, wie sie Steiner im Kontext der Nebenübungen, oder auch als »Elementarwesen von Geburt und Tod« im Zusammenhang mit dem Sturz der Geister der Finsternis beschreibt, die heute zusammen mit den Geistern des Lichtes in Blut und Nerven des Menschen sowohl mit- als auch gegeneinander wirken.²°
20 Vgl. Vortrag vom 28. Oktober 1917 in ders.: ›Die spirituellen Hintergründe der äußeren Welt. Der Sturz der Geister der Finsternis‹ (GA 177), Dornach 1985, S. 235.
Karma – ein Wille höherer Ordnung
Die Kraft um mit solchen ungewollten Störungen im Leben, aber auch mit Löwe und Drache zurechtzukommen, liegt nun in einer Entscheidung, die mit Erkenntnis in erster Instanz gar nichts zu tun zu haben scheint: Sie liegt in der Bereitschaft, vorbehaltlos das eigene Schicksal [g] zu akzeptieren. Was dem Meditanten in der Imagination des Löwen und noch mehr in der des Drachens entgegentritt, ist die hässliche Gestalt des eigenen Doppelgängers, mit allem, was unausgeglichenes und noch auszugleichendes Karma ist und in die kosmische Ordnung störend hineinwirkt, jedoch langsam wiederhergestellt und geheilt wird, wenn der Mensch bereit ist, alles, was ihm karmisch entgegentritt als durch ihn selbst verursacht anzunehmen. Im Arbeiten daran liegt wohl die stärkte Entfaltung dessen, was Aufgabe der vierten Nebenübung ist: das Entwickeln von Positivität.
Karma bildende und leibbildende Kräfte sind zunächst unbewusste Willenstätigkeit. Hierin liegt ein intuitives Element, aus dessen Bereich auch die vielen impulsiven, ganz spontanen Antriebe des Sprechens und Handelns kommen, bei denen Luzifer und Ahriman mit in die Karmabildung hineinwirken. Um dieses intuitive Element imaginativ zu erfassen ist ein blitzschnelles Durchschauen der Herkunft dieser Impulse nötig, der Intentionen, die in den Bildern liegen, so dass das Ich den eigenen Willen ihnen gegenüber aufrechterhalten kann. Darin liegt meines Erachtens eine Art Luftprobe innerhalb der Imagination.
Wird das Willenselement in der Meditation vom Ich ergriffen, eröffnet sich der bewusste Anschluss an diesen Willen, der im Karma als ein Wille höherer Ordnung wirkt. In ihm liegen auch jene Kräfte, welche dem Drachen abgerungen sind und die zunächst blassen Imaginationen der Kopfpoles aus den Weiten des Kosmos konturieren und mit Farbe füllen:
Dem, was zuerst als geflügelter Engelskopf heraufkam, müssen wir ja nachziehen den anderen Teil, und da handelt es sich darum dass wir nicht nachziehen nur die Kräfte, die zur Verdauung dienen, sondern auch diejenigen, die höherer Art sind; das sind diejenigen, die in unserem Karma, unserem Schicksal liegen.²¹
21 GA 157, S. 185.
Auf diese Weise erreicht der Mensch auf dem imaginativen Erkenntnisweg letztendlich ein Erkennen gleich dem seines Engels – leibfrei. Bisher, im gewöhnlichen Erkennen, hat die kosmische Logik der Organe unser Denken geregelt – jetzt sind wir immer mehr aufgerufen, dies selbst zu tun.²²
22 Vgl. Vortrag vom 8. Juli 1921 in ders.: ›Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist‹ (GA 205), Dornach 1987, S. 146.
in »die Drei« 1-2/2019; S.25-38
ADNOTATIONES
a] den Tatsachen (vgl. »TzN Jän.2004«: Anm.b)
b] vgl. Mbl.16
c] vgl. Mbl.5
d] vgl. R.STEINER zu Engel und Mensch
e] vgl. H.-W.SCHROEDER zu Drache und Schlange
f] Lennard Begeer in Alkmaar NL
g] vgl. Mbl.9