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Merkblatt 26:
Golgatha
Leiden, Tod und Auferstehung
  Mt.(1) Mk.(1) Lk.(1) Jh.(1)

Einzug in Jerusalem

21,1-11

11,1-11

19,28-40

12,12-19

Verdichten der Einsamkeit -
Jesu übervolle Liebesschale (2) quillt über.
αʹ Fusswaschung       13,1-20
Hohepriesterliches Gebet       17,1-26

Gespräch mit dem Vater -
Jesu schmerzbereite Mutterschale weitet sich.
Gebet in Gethsemane 26,30-46 14,26-42 22,39-46  

Gefahr des Scheiterns -
Jesus, die "Menschenschale", droht zusammenzubrechen.
βʹ Geisselung 27,26 15,15   19,1
γʹ Dornenkrönung 27,27-31 15,16-19   19,2-5
δʹ Kreuzigung 27,33-44 15,22-32 23,32-43 19,17-27

Ausbreiten der geschundenen Hülle (2) -
der leibgebundene Christus erreicht den Inkarnationstiefpunkt (3).
Sterbestunde 27,45-56 15,33-41 23,44-49 19,28-37
Ausdörren der verblutenden Hülle -
der leibentsagende Christus verbindet sich mit der Erde.
εʹ mystischer Tod        
ςʹ Grablegung 27,57-66 15,42-47 23,50-56 19,38-42

Aufnahme der gepeinigten Hülle -
der leibfrei gewordene Christus verlässt den physischen Plan.
ςʹ Auferstehung 28,1-15 16,1-8 24,1-12 20,1-18

Erwachen der reinen Form (4) -
der Christus erscheint auf dem physischen Plan.
ζʹ Himmelfahrt/Auffahrt
(vgl.Apg.1,4-12)
  16,19 24,50-51  
Anmerkungen
1) vgl. Evangelienkonkordanz
2) Die entsprechende Realimagination zeigt den über einen Y-artigen Pfahl zum Kreuz ausgebreiteten Leib. Schale und Hülle, beide Gefäss (vgl. C.G.Jung über Freud, Gnosis und Gefäß), sind Formbegriffe, welche Daseinsgesten des Leiblich-Seelischen (das Verhältnis der Wesensglieder zum ICh) beschreiben; nicht auf Schale oder Hülle als solche kommt es an, sondern auf das, was jene bergen. Die Wesensglieder können als Schalen aufgefasst werden, insofern sie den göttlichen Funken (den Aufblitz des Selbst in seiner Tätigkeit) tragen, als Hüllen, insofern sie das Dasein dieses Funkens schützen, aber auch bedingen (vgl. Mbl.5 und MblB.2: Anm.t).
3) Damit löst Er sich jedoch von Jesus, was dessen Tod bewirkt - statt Sonnenwerdens waltet nun in dem dreifach Erschöpften Erdendasein, dem das Geheimnis des Todes innewohnt. Im Unterschied zu ELI ELI LAMA SABACHTANI (Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?) gibt ELOI ELOI LAMA SCHEWACHTANI (Mein Gott, mein Gott, wie hast du mich verherrlicht!) das wirkliche Geschehen wieder, denn dies eröffnete ihm den Rückweg zum Weltengrund (vgl. Bild zum GWG-Karfreitagsgespräch).
4) Bis zur „Himmelfahrt (Auffahrt)” ist durch Ihn der physische Leib Jesu seiner immateriellen Formidee (Phantom) nach, also stoffrei erneuert worden. Darauf ging Er in die erdnahe Kraftsphäre (vgl. Mbl.9) ein, wodurch Er Herr des Karma wurde.
αʹ-ζʹ: die sieben Stufen des christlichen Einweihungsweges im Unterschied zum Rosenkreuzerweg (vgl. Mbl.17 u. GA 96; S.32)
Literatur
siehe auch Stichwort-Register
STEINER, R.: «Das Christentum als mystische Tatsache»
STEINER, R.: Vortrag vom 26.V.1908 in «GA 103»
STEINER, R.: Vortrag vom 11.IIII.1909 in «GA 109»
STEINER, R.: Vortrag vom 22.IX.1912 in «GA 139»
STEINER, R.: «GA 148»
BOCK, E.: «Die drei Jahre»
HALLE, J.v. et al.: «Und wäre Er nicht auferstanden ...»