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Merkblatt 0:
Über die Merkblätter
Die Idee, in dieser Art Merkblätter zu geisteswissenschaftlichen Themen zu gestalten, ist in Bregenz (1) aufgekommen. Ab Februar 1993 bot der dort ansässige COLUMBAN(1)-Zweig der Anthroposophischen Gesellschaft einen Kurs an, der in Epochen zu je sieben Einheiten bestimmte Fragen aus geisteswissenschaftlicher Sicht einführend beleuchten sollte. Bis Ostern 1994 sind durch unseren Referenten schließlich fünf solcher Epochen und sieben Einzeleinheiten gehalten worden. Freilich konnten sie bei weitem nicht alle Ansätze behandeln - sie waren ja nur als ein erstes Begegnen gedacht. Dennoch brachten die jeweils montags in Bregenz gehaltenen Abende (2) konkrete, recht selbständig aufgebaute Einblicke in das anthroposophische Weltbild.
Jener Kurs wurde von Herbst 1994 bis Frühjahr 1996 in einer Wiener Volkshochschule wochenendweise wiederholt. Auf dieser Grundlage wurde dann eine weiterführende Seminararbeit aufgebaut, woraus wiederum Merkblätter entstanden sind.
Die vorliegende Sammlung umfasst, leicht überarbeitet, die ursprünglichen 28 Blätter mit 2 Zusatzblättern. Zu vertiefendem Studium finden sich am Ende jeden Merkblatts ein paar Literaturangaben. Die Form dieser Zusammenstellung des Geistesgutes ist freihändig entworfen bei erklärtem anthropozentrischen Ansatz. Selbstverständlich gab, gibt und wird es andere Weisen geben, solche Inhalte darzustellen. Wie jede Kulturgemeinschaft die ihr zuträgliche Erkenntnisform neu entwickeln muss, so muss letztlich auch jedes Individuum gegebene Erfahrungen neu greifen und umwandeln, wenn es sie sich aneignen will, setzt doch jegliches Fruchtbringen Aneignung durch Verwandlung voraus.(3)
Da die Merkblätter als begleitende Erinnerungsstützen zu Vorträgen entworfen worden sind, können sie kaum von Menschen begriffen werden, die den Stoff nicht wenigstens in den Grundzügen kennen. Wer allerdings über entsprechende Grundlagen verfügt und gelernt hat, sich ein eigenes Urteil zu bilden und dieses bei Bedarf auch wieder zu lösen, um es nicht zum Vorurteil gerinnen zu lassen, der wird in diesen Blättern so manche Anregung finden, wird sich vielleicht auch zum Widerspruch herausgefordert sehen: Beginn eines Gespräches.
Die Merkblätter zur Anthroposophie lagen vorerst als begrenzter Ausdruck vor; nun stehen sie im Internet zur freien Verfügung. Sie mögen Studierenden dienen, sich mit der ihnen anvertrauten Form geisteswissenschaftlicher Begriffe und Gedanken auseinanderzusetzen, um sich dem Erkennen und Erfahren geistiger Welten auf andere, letztlich ihre Weise zu nähern. Das wiederum mag Menschen dahin begleiten, ihr Kugelbewußtsein (4) mehr und mehr zur Schale zu öffnen, in welcher geistige Kräfte quellen können, um aus ihr in die Menschheit zu fliessen, wie das in den Merkblättern 26 bis 28 als Quintessenz der Darstellungen beschrieben wird.
Im September 2004
Anmerkungen
1) In Bregenz, dem alten Brigantium am Südostufer des Bodensee (lacus Brigantinus), hatte der irische Wanderabt Columban (Taube) mit seinem Begleiter Gallus (Hahn) und elf anderen Mönchen zwischen 610 und 612 gewirkt.
2) Zu Beginn eines solchen Einführungsabends wurde ein Merkblatt ausgegeben, anhand dessen der Inhalt des vorangegangenen etwa 25 Minuten lang aufgefrischt wurde. Nach einer kurzen Pause, wurde dann über 50 Minuten das eigentliche Abendthema ohne Unterlage vorgetragen. Woche für Woche entstand daraus so ein Blatt. Dank dem aufmerksamen Publikumsinteresse konnte sich der Prozess im Lauf der Arbeit bis zu komplexen Formen steigern, wo das Wesentliche vom Ergänzenden deutlich getrennt wurde (Fussnotenkonzept), sodass einige Blätter kaum noch kognitiv, sondern nur mehr meditativ voll erfasst werden können, wie das zum Beispiel für Merkblatt 15 der Fall ist.
3) Form kann als überstark abgebremste (abgekühlte) Bewegung begriffen werden; Fortschritt beruht auf Formumwandlung (Metamorphose).
4) vgl. Mbl.8
Übersicht
Merkblatt 1: Rudolf Steiner und das anbrechende XX.Jahrhundert
Merkblatt 2: Chronologischer Lebensabriss Rudolf Steiners
Merkblatt 3: Vom Wort Anthroposophie, einem Welt- und Menschenbild
Merkblatt 4: Wie sich Anthroposophie in der Welt zeigt
mit weiterführenden Verweisen
Merkblatt 5: Wesensglieder des Menschen
Merkblatt 5a: Das Vaterunser
Merkblatt 6: Weltentwicklung
Merkblatt 7: Erden- und Menschenentwicklung
Merkblatt 8: Sterben und Wiedergeborenwerden
Merkblatt 9: Gesichtspunkte zur Karmafrage
Merkblatt 10: Überblick über die Hierarchien
Merkblatt 11: Hierarchische Entwicklungsübersicht
Merkblatt 12: Von der dritten Hierarchie
Merkblatt 13: Michael, Erzengel und Zeitgeist
Merkblatt 14: Von zweiter und erster Hierarchie
Merkblatt 15: Gesichtspunkte zur Trinität
Merkblatt 16: Gegenmächte
Merkblatt 17: Schulungswege einst und heute
Merkblatt 17a: Über Sinne und Lebensprozesse
Merkblatt 18: Von Seelenorganen und deren Tätigkeit
Merkblatt 19: Vom anthroposophischen Schulungsweg
Merkblatt 20: Von Erleuchtung und Einweihung
Merkblatt 21: Von den Nebenübungen
Merkblatt 22: Schwarz und Weiss
Merkblatt 23: Sein und Werden, Sohn und Sonne
Merkblatt 24: Sonnenerfahrung alter Kulturen
Merkblatt 25: Jesus und Christus
Merkblatt 26: Golgatha - Leiden, Tod und Auferstehung
Merkblatt 27: Damaskus - Erscheinen des lebendigen Christus
Merkblatt 28: Wiedererscheinen des Christus